Wie Du leicht Geld einsparst um deinen nächsten Urlaub zu finanzieren!*

Obwohl Deutschland im weltweiten Vergleich ein hoch entwickeltes Land ist und es den meisten Bundesbürgern wirtschaftlich relativ gut geht, haben viele Menschen hierzulande finanzielle Sorgen. Natürlich kann man unsere finanziellen Sorgen nicht unbedingt gleichsetzen mit denen, die um ihre Existenz fürchten müssen. Aber dennoch… Etwas mehr Geld dürfte für uns am Monatsende ruhig übrig bleiben, nicht wahr? Ist man einmal zu dieser Erkenntnis gelangt, dann liegt die Lösung des Problems auf der Hand: Wir müssen mehr Geld verdienen! Zwar wäre es durchaus eine Möglichkeit mittels eines höheren Einkommens unseren finanziellen Spielraum zu verbessern, aber der Weg dahin ist oft nicht leicht und hängt von vielen Faktoren ab. Wir können sicher nicht von heute auf morgen unseren Bildungsstand, unsere Berufserfahrung, die Strukturstärke unser Region oder den wirtschaftlichen Erfolg unseres Arbeitgebers beeinflussen. All diese Dinge wirken sich aber entscheidend auf das Einkommen aus.

Was kann man also tun?

Nicht wenige Menschen lassen oftmals außer Acht, dass es neben dem Einkommen eine zweite Stellschraube gibt, mit der wir unsere finanzielle Situation verbessern können: unsere Ausgaben! Auch Unternehmen haben dieses Prinzip längst erkannt und werden sich zunehmend bewusst, dass der Gewinn im Einkauf steckt. Das leuchtet natürlich ein, wenn man bedenkt, dass bei einem durchschnittlichen Unternehmen 60-80% des Umsatzes direkt an die Lieferanten weitergereicht werden. Viele Firmen sind daher bestrebt, ihre Einkaufsabteilungen derart zu professionalisieren, dass sie möglichst kosteneffizient Rohstoffe und Materialien beschaffen. Schließlich bedeutet jeder Euro, den wir im Einkauf einsparen, einen zusätzlichen Gewinn für das Unternehmen. Aus unternehmerischer Sicht macht es absolut Sinn kosteneffizient zu denken und die Mehrzahl von uns kann das sicher auch nachvollziehen. Aber was hindert uns als Privatpersonen daran, selbst unseren privaten „Einkauf“ und unsere Kostenstruktur zu optimieren? Diese Frage ist sicherlich nicht leicht zu beantworten, aber möglicherweise spielt Angst eine Rolle. Zum einen ist da die Angst seinen gewohnten und lieb gewonnenen Lebensstandard zu verschlechtern. Zum anderen ist da vielleicht auch die Angst vor einem vermeintlichen sozialem Abstieg, der mit einer Kostenreduktion zwingend einherzugehen scheint.

Nicht die Angst, sondern die Faulheit ist die Wurzel allen Übels

Die Angst vor Kosteneinsparungen ist aber im Grunde genommen ungerechtfertigt. Kosteneinsparungen müssen ja nicht unbedingt bedeuten, dass ihr plötzlich in eine winzig kleine Wohnung irgendwo in einer fragwürdigen Gegend umziehen sollt. Kosteneinsparungen bedeuten auch nicht eine alte Rostlaube fahren zu müssen, wenn man sein Auto mag. Ich denke vielmehr an Einsparpotenzial, das wir realisieren können, ohne dass es uns wirklich weh tut. Ein bewährtes Mittel in diesem Zusammenhang sind Anbieterwechsel. Ich denke, dass durch Anbieterwechsel ein enormes Einsparpotenzial besteht, ist kein Geheimnis. Dennoch zögern die meisten von uns damit auf diesem Gebiet aktiv zu werden. Auch ich habe früher zu dieser Fraktion gehört. Zwar habe ich als Grund für den Verbleib beim bisherigen Anbieter stets die Zufriedenheit mit dem Produkt angeführt, aber eigentlich steckte etwas anderes dahinter, nämlich Faulheit! Faulheit ist aus meiner Sicht auch vollkommen ok, aber man muss sich auf jeden Fall bewusst sein, dass Faulheit Geld kostet. Dann darf man sich auch nicht darüber beschweren, dass man zu wenig Geld hat.

Einsparpotenzial bei Versicherungen, Strom-, Gas- und DSL-Anbietern

Bleiben wir gerne beim Beispiel Auto. Ob ein Auto sinnvoll und notwendig ist, das möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Nehmen wir aber einmal an, dass ihr ein Auto besitzt und damit soweit zufrieden seid. Würde es euch für euch in irgend einer Form einen sozialen Abstieg bedeuten, wenn ihr einmal im Jahr die KFZ-Versicherung wechseln würdet und damit ganz locker bis zu mehreren hundert Euro sparen könntet? Ich vermute nicht… Es gibt im Internet viele Vergleichsportale (z.B. Tarifcheck) bei denen ihr ganz unkompliziert alle möglichen Versicherungen von verschiedenen Anbietern ganz bequem vergleichen und wechseln könnt. Teilweise übernehmen die Portale sogar die Kündigung beim alten Anbieter für euch. Ganz besonders einfach und mit viel Einsparpotenzial verbunden ist der Wechsel des Strom-, Gas– oder DSL-Anbieters. Wenn ihr euch zu einem Wechsel des Versorgers entscheiden solltet, dann belohnen euch die Anbieter teilweise sogar mit „Cashback“-Aktionen. Ihr spart also nicht nur Geld, sondern die Anbieter zahlen euch Geld für einen Wechsel. Das Ganze geht spielend einfach und bequem über Portale wie z.B. Check24. Und ich vermute, dass ihr keinen Unterschied bemerken werdet zwischen dem Strom, der von eurem bisherigem Anbieter geliefert wird und dem neuen Anbieter. Das Gleiche gilt übrigens für Versandapotheken (wie z.B. DocMorris oder ApoDiscounter), da bekommt ihr auch genau die gleichen Medikamente und könnt ganz normal eure Rezepte einlösen, nur zu deutlich günstigeren Preisen.

 

Einsparpotenzial bei Bankgeschäften

Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit Bankgeschäften. Bei meiner bisherigen Hausbank habe ich unverschämte 9€ pro Monat allein dafür zahlen müssen, dass ich dort ein Girokonto haben durfte. Hinzu kamen noch etwa 30€ jährlich für eine Kreditkarte. Zwar gab es ein deutschlandweites Filialnetz, aber ich erledige meine Bankgeschäfte ohnehin gern online von zu Hause aus. Der Webauftritt meiner alten Bank war ehrlichgesagt ziemlich mies und das Handling sehr kompliziert. Stattdessen kann es sich durchaus lohnen zu einer Direktbank zu wechseln. Diese unterhalten kein teures Filialnetz und bieten dadurch viele Konten kostenlos an, wie z.B. die DKB, die 1822direkt und die Comdirect. Eine Kreditkarte gibt es obendrein gratis dazu! Das allein ist in meinem Fall schon ein Einsparpotenzial von ca. 150€ pro Jahr! Ich bin sogar soweit gegangen, sowohl bei der DKB, als auch bei der Comdirect ein Konto zu eröffnen. Beide sind kostenlos, aber dennoch haben sie individuelle Stärken und Schwächen. Bei der Comdirect finde ich persönlich das Depot sehr schön und übersichtlich, bei der DKB mag ich die Tatsache, dass ich mit der Kreditkarte weltweit kostenlos bezahlen kann (was ich auf Reisen häufig tue). Bei der 1822direkt, die übrigens eine Tochter der Sparkasse ist, gibt es sogar noch bis zu 150€ Belohnung für die Eröffnung eines Girokontos und eines Depots…

Einsparpotenzial bei Reisen

Reisen sind auch ein gutes Stichwort, denn dort geben wir oft relativ viel von unserem Geld aus. Es ist ja grundsätzlich auch nichts Schlechtes dabei sich einen schönen Urlaub zu gönnen, doch auch hier gibt es viele Möglichkeiten für wenig Geld viel Leistung zu bekommen. Abseits von den touristischen Standardzielen kann man tolle Urlaube zu günstigen Preisen verbringen. Ich nutze dazu gerne die Plattform von Evaneos. Das ist ein relativ junges Unternehmen, das mit lokalen Reiseanbietern kooperiert und dadurch viel günstigere Angebote machen kann, als die großen und bekannten Reiseanbieter. Meine Urlaube in Albanien und Panama waren auf jeden Fall individuell nach meinen Wünschen zusammengestellt und unvergessliche Erlebnisse. Es kann zudem auch Sinn machen, zu recherchieren, wo gerade große Währungskursschwankungen vorliegen, von denen man vielleicht profitieren kann. Wer es nicht ganz so ausgefallen mag, der kann ja zumindest Flug, Hotel, Mietwagen und Unterkunft selbst buchen über Portale wie Check24, Booking.com oder Skytours der Flugreisen Discounter und dabei viel Geld sparen.

Einsparpotenzial bei Geschenken

Nicht unerheblich ist auch der Betrag, den wir Jahr für Jahr für Geschenke ausgeben. Sei es für Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten oder Weihnachten. Wir Deutsche sind einfach großzügig! Allein an Weihnachten 2017 haben die Deutschen durchschnittlich 453€ für Geschenke ausgegeben. Auch hier kann der Faktor Faulheit eine große Rolle spielen und uns teuer zu stehen kommen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass unter den beliebtesten Geschenken in der Regel die folgenden Produkte zu finden sind: Gutscheine, Kosmetik, Bücher, Schmuck, Spielzeug, Kleidung und Elektronik. Das sind alles Produkte, die man im Internet (z.B. bei Amazon.de, Mediamarkt oder Otto) meistens viel günstiger kaufen kann, als im Laden. Wer kennt das nicht, dass man auf den letzten Drücker noch schnell ins Einkaufszentrum fährt und noch eben eine Krawatte oder ein nettes Parfüm besorgt? Falls ihr zu dieser Gruppe gehören solltet, dann schaut doch vorher lieber einmal bei Amazon.de vorbei, wo ihr nahezu jedes denkbare Produkt zu einem guten Preis bekommt. Der Nachteil ist nur, dass man sich schon ein bisschen im Voraus mit der Geschenkeauswahl beschäftigen muss auf Grund der Lieferzeiten.

 

 

Challenge: den nächsten Urlaub durch eingespartes Geld finanzieren

Ich hoffe, dass ich euch in diesem Artikel einige Wege aufzeigen konnte, wie ihr leicht Geld einsparen könnt. Die hier beschriebenen Methoden können bequem von zu Hause aus online erledigt werden, ohne dass ihr euch dafür besonders anstrengen müsstet. Angenommen ihr würdet alle Ratschläge befolgen, dann könntet ihr ungefähr die folgende Summe einsparen:

  • KFZ-Versicherung: 100€
  • Strom- oder Gasanbieterwechsel: 150€
  • Wechsel des DSL-Anbieters: 100€
  • Konto bei einer Direktbank: 150€
  • Urlaub im Internet buchen: 100€ (Annahme: 10% Ersparnis bei einer Reise im Wert von 1000€)
  • Geschenke im Internet kaufen: 60€ (Annahme: 10% Ersparnis bei 600€ Geschenkausgaben pro Jahr)

 

 

In unserem Beispiel könntet ihr also 660€ pro Jahr einsparen, ohne dass ihr euch merklich einschränken müsstet. Mir persönlich hilft es immer, sich kleine Etappenziele oder „Challenges“ zu setzen. Wäre es nicht ein schönes Ziel, den nächsten Urlaub komplett aus „eingespartem“ Geld zu finanzieren?

 

2 Gedanken zu „Wie Du leicht Geld einsparst um deinen nächsten Urlaub zu finanzieren!*

  1. Meine Finanzielle Freiheit Antworten

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Euerm Blog, auf dem ich gerade interessiert herumstöbere!

    Die in diesem Aritkel genannten Einsparmöglichkeiten finde ich alles super! Ich frage mich nur, ob die Einsparungen direkt in Konsum (=der nächste Urlaub) fließen sollte, oder ob nicht lieber investiert werden sollte. Oder habt ihr das so gemeint?

    Zum Thema Finanzierung des Urlaubs schlage ich einen Urlaubsfonds vor, sodass das Urlaubsgeld quasi automatisch bei Seite gelegt wird: https://meinefinanziellefreiheit.com/2017/08/24/staycation-traumurlaub-urlaubsfonds/

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg mit KI – endlich mal kreativ investieren, statt künstilicher Intelligenz 😉
    MFF

    • Raphael Stange Antworten

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung @ Meine Finanzielle Freiheit.

      Natürlich gehen wir davon aus, dass das ursprünglich vorgesehene Urlaubsgeld investiert und nicht direkt konsumiert wird. Ansonsten machen die Einsparungen leider wenig Sinn.

      Viele Grüße und ebenfalls viel Erfolg 🙂
      KI

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