Unser Ausflug zum Börsentag in Hannover: Eine kleine Anlegermesse, die allemal einen Besuch wert ist!*

In der vergangenen Woche haben Raphael und ich für euch den Börsentag in Hannover besucht. Das ist eine Art kleine Privatanlegermesse, an der man kostenlos teilnehmen kann. Ob es sich gelohnt hat und was wir gelernt haben, das möchte ich euch in diesem Artikel zusammenfassen.

Auch wir sparen wo wir können 😉

Am 23.02.2019 war es also soweit. In Hannover fand bereits der 6. Börsentag statt. Der Börsentag ist eine Anlegermesse, die über das Jahr verteilt in vielen Deutschen Städten stattfindet (z.B. in Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg oder Berlin). Sicher ist auch ein Standort in eurer Nähe dabei. Die Teilnahme ist kostenlos, aber man muss sich vorher im Internet registrieren. Raphael und ich haben uns jedenfalls ein paar Visitenkarten und einige Exemplare von unserem Buch eingesteckt und haben uns auf den Weg nach Hannover gemacht. Die Anreise aus Calberlah erfolgte aus Kostengründen mit der Deutschen Bahn. Dadurch, dass wir das Niedersachsen-Ticket für 2 Personen gebucht haben, konnten wir Hin-und Rückreise für insgesamt nur 29€ realisieren. Ihr seht, dass auch wir selbst immer wieder nach Kostenoptimierungspotenzialen in unserem Alltag suchen 😉

Der Börsentag in Hannover: klein, aber fein!

Als wir angekommen sind, waren wir zunächst einmal überrascht, dass die ganze Veranstaltung doch ein wenig kleiner war, als wir es eigentlich erwartet hatten. Dennoch hatten sich einige bekannte Unternehmen entschlossen, ihre Produkte in Hannover zu präsentieren. Zu den Ausstellern gehörten u.a. die Baader Bank, Fidelity International, der Geld & Wissen Verlag, Scalable Capital, und die Societe Generale. Hochkarätig besetzt war der Börsentag also allemal. Wir waren jedoch nicht in erster Linie wegen den Ausstellern in Hannover, sondern wegen den Fachvorträgen. In fünf parallel stattfindenden Vorträgen, wurden spannende Themen diskutiert. Ich entschied mich zunächst für die Teilnahme am Vortrag des Niedersächsischen Aktienclubs. Dort wurde z.B. diskutiert, wie der Aktienclub passende Wertpapiere für seinen hauseigenen Fonds identifiziert und wie man auch als Privatanleger bei der Aktienauswahl vorgehen könnte. Parallel saß Raphael im Vortrag vom Fondsanbieter „Fondsdiscount.de“ und lernte die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten von aktiv gemanagten Fonds und passiven Fonds kennen. Die Vortragenden haben dabei noch einmal hervorgehoben, dass bei aktiv gemangten Fonds natürlich der große Vorteil darin besteht, dass das Fondsmanagement in Krisenzeiten mehr Handlungsmöglichkeiten hat. Bei ETFs hingegen sind die Investitionsregeln einmalig festgelegt worden und werden dann sehr strikt immer wieder von einem Algorithmus ausgeführt. Es ist allerdings so, dass aktiv gemangte Fonds in der Regel eine etwas höhere Gebühr verlangen, als ETFs. Wofür man sich entscheidet ist und bleibt wohl letztendlich eine Glaubensfrage 😀


FondsDISCOUNT.de

 

Vortrag des Niedersächsischen Aktienclubs

Manchmal steht nicht die Rendite im Fokus, sondern das Risiko

Nach den ersten Vorträgen nutzen wir die Pause, um ein wenig mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Wir waren total überrascht, wie viele spannende Investitionsansätze es gibt. Besonders spannend fand ich dabei den Ansatz von der Online-Vermögensverwaltung von „Scalable Capital“. Bei Scalable Capital geht es vorrangig nicht um Renditeversprechen (die oft sowieso nicht gehalten werden können), sondern das Risikomangement steht im Fokus. Zentraler Bestandteil der vorgenommenen Investitionen ist dabei das Konzept des „Value-at-Risk“. Der Kunde kann dort gemäß seinen eigenen Risikovorstellungen einen Wert festlegen von z.B. 10% VaR. Das bedeutet simpel ausgedrückt nichts anderes, als das die ausgeführten Investitionen so gestaltet werden sollen, dass mit 95%iger Wahrscheinlichkeit kein Jahresverlust von mehr als 10% auftreten soll. Wer also 10.000€ investieren würde, dem sagt Scalable Capital, dass mit 95%iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 1000€ in einem Jahr verloren werden. Um dieses Ziel der Risikobegrenzung zu erreichen, schichtet der Vermögensverwalter bei Bedarf im Hintergrund die Zusammensetzung der Investitionen um. Dann wird beispielsweise der in Aktien investierte Anteil reduziert und im Gegenzug die Investitionen in Rohstoffe erhöht. Interessant finde ich bei diesem Ansatz, dass man gegenüber den meisten Fonds den Spieß etwas umdreht und sich auf die Begrenzung des Risikos fokussiert. Das Kernziel ist also bei einem vertretbarem Risiko das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Falls das für euch interessant klingt, dann empfehle ich euch die Eröffnung eines Depots bei der ING-DiBa. Die ING-DiBa kooperiert mit Scalable Capital, sodass ihr Geld von eurem ING-Diba-Depot von Scalable Capital verwalten könnt, wenn ihr mögt.

 

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Zertifikatehandel ist in der Theorie gar nicht so schwer

Im Anschluss an die Besichtigung der Ausstellerstände ging es dann weiter mit den Präsentationen. Ich besuchte dabei den Vortrag von der Societe Generale. Dort wurde das 1×1 der Hebelzertifikate vorgestellt. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass die Grundprinzipien des Zertifikatehandels sehr leicht und anschaulich erläutert wurden. Ich selbst bin zwar nach wie vor nicht restlos davon überzeugt, dass sich Zertifikate für jedermann als Anlageform eignen, aber ich werde gerne in Zukunft einmal einen Blog-Artikel dazu verfassen, um euch das Thema näher zu bringen. In der Zwischenzeit ließ Raphael sich darüber informieren, wie sich die globale Zins- und Geldpolitik im Jahr 2019 entwickeln könnte und wie sich das auf die Aktienmärkte auswirken würde.

Unkonventionell und originell: Finanzmandalas von Jan Neynaber

Das Vortragshighlight des Tages war jedoch der Auftritt von Jan Neynaber, der das von ihm entwickelte 5+3 Schritte Konzept vorgestellt hat. Vielleicht habt ihr schon einmal von Mandalas gehört. Das sind eigentlich besondere geometrische Schaubilder, denen im Hinduismus und Buddhismus gar eine magische oder religiöse Bedeutung beigemessen wird. Jan Neynaber hat auf dieser Basis die sogenannten Finanzmandalas entwickelt (Urheberrechtlich geschützt) mit denen er die wichtigsten Bezugsgrößen der Finanzwelt darstellt. Nach seinem Verständnis funktioniert das ganze Finanz- und Wirtschaftssystem mit 3 global gültigen Tauschregeln. Auf diesem Wissen aufbauend, kann der wesentliche Unterschied zwischen sparen und investieren verdeutlicht werden. In seinem Buch „Finanztherapie“ werden all diese Ansätze detailliert erklärt. Das Besondere an dem Buch ist dabei, dass es nicht einfach gelesen werden soll, sondern dass es als eine Art „Arbeitsheft“ angesehen werden sollte. Wer die in dem Buch beschriebenen Übungen tatsächlich selbst durchführt, dem kann es letztendlich dabei helfen, Ideen für die Geldanlage zu finden, die auch zur eigenen Persönlichkeit passen. Unser Fazit: Ein erfrischend anderer Ansatz, um mit sich selbst und seinem Anlageverhalten im Reinen zu sein!

 

 

Raphael & Jan Neynaber

Und etwas Gutes für die Allgemeinheit haben wir auch noch getan

Der Tag näherte sich dann so langsam dem Ende und wir führten noch einige abschließende Gespräche, bevor wir die Veranstaltung verließen. Als wir so ganz gemütlich durch Hannover schlenderten, bemerkten wir noch eine von diesen kleinen, kostenlosen Bibliotheken. Wisst ihr was ich meine? In immer mehr Städten gibt es zum Beispiel umfunktionierte ehemalige Telefonzellen, die nun als so eine Art kostenlose kleine Bibliothek genutzt werden. Das Ganze funktioniert komplett ohne Bibliotheksausweis oder ähnlichem. Das Prinzip ist ganz simpel. Nimm dir entweder ein Buch heraus und lege es wieder zurück, nachdem du es gelesen hast oder entnehme ein Buch und lasse im Gegenzug ein anderes Buch da. Wie der Zufall so wollte, hatten wir genau noch eines von unseren eingangs erwähnten Büchern dabei und entschieden uns spontan, dieses in der Mini-Bibliothek zu lassen. Demjenigen, der es mitnimmt und liest, dem wünschen wir viel Spaß damit!

Paul spendet ein Buch in Hannover

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