5 häufige Fehler bei Finanzen und wie Du sie vermeidest! *

In unserem Finanzblog versuchen wir ganz normalen Leuten das Thema Finanzen näher zu bringen. Dabei mussten wir im Rahmen unserer Finanzcoachings feststellen, dass Leute die nach eigener Auskunft unzufrieden mit ihrer finanziellen Situation sind, oftmals sehr ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Dabei sind es nicht unbedingt nur die Geringverdiener, sondern häufig auch die Besserverdiener, die ihren finanziellen Handlungsspielraum durch unreflektierte Angewohnheiten einschränken. In unserem heutigen Blogartikel möchten wir daher die (aus unserer Sicht) 5 häufigsten Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen entlarven.

Fehler 1 – (Zu) teure Statussymbole

Darf es bei Dir gerne einmal etwas mehr sein? Hast Du vielleicht eine Vorliebe für teure Uhren oder schicke Sportwagen? Dein Haus soll mindestens genauso groß sein, wie das der Nachbarn? Wenn Du diese (oder ähnliche) Fragen mit „ja“ beantworten würdest, dann kann es gut sein, dass Du viel Geld für Statussymbole ausgibst. as sind im wesentlichen Produkte, die Dir keinen deutlichen Mehrwert gegenüber Alternativprodukten liefern – bis auf die Möglichkeit das eigene Selbstwertgefühl zu erhöhen. Eine billige Uhr würde beispielsweise wahrscheinlich genügen, um die Uhrzeit korrekt anzuzeigen. Wer sich aber nicht mit einer einfachen Uhr begnügt, sondern sich mehrere Luxusuhren zulegt, der hat rational gesehen keinen zusätzlichen Nutzen geschaffen. Der Mehrwert besteht bei solchen Produkten darin, sich besser zu fühlen. Oftmals ist es dabei das Ziel, seine Mitmenschen zu beeindrucken. Wir von kreativ-investieren sehen das folgendermaßen: Wenn Du es Dir leisten kannst, dann sei es Dir von Herzen gegönnt! Wenn Du aber feststellst, dass Du finanziell nicht allzu gut dastehst, dann könntest Du eher funktional denken und so eine Menge Geld sparen.

Fehler 2 – Zu wenig Bildung!

Zugegeben, Bildung allein bringt Dir keinen finanziellen Erfolg. Dennoch gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Bildung und Einkommen. Beispielsweise verdienen Menschen mit abgeschlossenem Studium im Durchschnitt mehr als diejenigen, die eine klassische Berufsausbildung durchlaufen haben. Doch auch wer seine berufliche Qualifikation schon abgeschlossen hat, kann sich in vielen anderen Bereichen bilden. Bildung ist grundsätzlich etwas Positives, da mit dem zusätzlich erworbenen Wissen weitere Handlungsmöglichkeiten entstehen. Manchmal ergeben sich dann daraus auch Verdienstmöglichkeiten. Wer sich zum Beispiel im Themenbereich „Finanzen“ weiterbildet, kann unter Umständen zusätzlich zum Einkommen aus dem Job, weitere Einkommensquellen erschließen.

Fehler 3 – Faulheit

Ein weiterer Fehler im Zusammenhang mit Finanzen ist Faulheit. Natürlich ist es hin und wieder schön, wenn man in einem schicken Restaurant essen geht oder wenn man sich eine Putzfrau gönnt, die einem die lästige Hausarbeit abnimmt. Betrachtet man diese Verhaltensweisen jedoch etwas reflektierter, dann merkt man schnell, dass Bequemlichkeit zu einem ziemlich großen Kostenfaktor werden kann. Selbstverständlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Leistungen durch andere erbringen zu lassen. Wer nicht vom Fach ist, der sollte nicht unbedingt sein Auto selbst reparieren. Es gibt also Dinge, die andere Leute einfach besser erledigen, als man selbst. Es spricht nichts dagegen solche Tätigkeiten durch Dienstleister erbringen zu lassen. Wichtig ist jedoch sich dessen bewusst zu sein, dass Faulheit Geld kostet. Das gilt übrigens nicht nur für den Restaurantbesuch oder die Putzfrau. Auch wer sich aus Bequemlichkeit z.B. nicht mit der Steuererklärung, den eigenen Versicherungen oder sonstigen Verträgen beschäftigt, verschwendet unnötig Geld.

Fehler 4 – Reisen

Du erkundest gern die Welt? Wie wäre es mit einem langen Wochenende in Budapest oder mit einem coolen Konzertbesuch in London? Auch hier gilt: Wenn Du es Dir leisten kannst und es sich für Dich richtig anfühlt, dann mach es ruhig! Leider ist es jedoch so, dass (auch auf Grund verzerrter Darstellung in sozialen Medien) die Menschen zunehmend in einer Scheinwelt leben. Das perfekte Instagram-Foto vor dem Eiffelturm ist vielen Leuten wichtiger, als das kulturelle Erlebnis, das eine Reise nach Paris bietet. Während reisen früher noch etwas Besonderes war, entwickelt es sich zunehmend zu einem simplen Wegwerfprodukt. Ein Kurztrip hier, ein anderer Kurztrip dort… mit Genuss und bewusstem Konsum hat das häufig nicht mehr viel zu tun. Auch aus ökologischer Sicht sollte man sein Verhalten einmal Revue passieren lassen und hinterfragen, ob es sinnvoll ist ziellos durch die Welt zu jetten – auch wenn die Ticketpreise billig sind! (Zu häufige) Reisen können sich schnell zu einem großen Kostenfaktor entwickeln. Ich persönlich bevorzuge es daher weniger oft zu verreisen, verreise dafür aber länger. So bleibt vor Ort mehr Zeit, um die wahre Schönheit auf sich wirken zu lassen.

Fehler 5 – Nicht investieren

Der größte Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen ist (aus unserer Sicht), sein Geld nicht zu investieren. Die Deutschen gelten im allgemeinen als sehr risikoscheu. Das wirkt sich entsprechend auch auf das Anlageverhalten aus. Die meisten Menschen mit denen wir gesprochen haben, bevorzugen die Sicherheit zu wissen, dass das Geld auf dem Konto nicht weniger werden kann, gegenüber der zu erwartenden Volatilität vieler Anlageformen. Anders ausgedrückt: Die Angst Geld zu verlieren, ist größer als der Wille das Geld zu vermehren. Durch diese Mentalität sind besonders die Deutschen Sparer, die klassisch auf das Sparbuch oder Tagesgeld vertrauen, hart von der Nullzinspolitik der Zentralbanken getroffen. Tatsächlich wird zwar aktuell der Kontostand nicht „weniger“, aber inflationsbedingt sinkt Jahr für Jahr die Kaufkraft. Würde man also, statt dem nominalen Kontostand, die reale Kaufkraft betrachten, würden die Sparer feststellen, dass ihre Ersparnisse Jahr für Jahr an Wert verlieren. Im Grunde genommen ist also die größte Angst der Deutschen Sparer – nämlich Geld zu verlieren – schon längst eingetreten. Viele merken das nur einfach nicht! Gerade in diesem speziellen Umfeld wäre es daher umso wichtiger, sinnvolle Anlageentscheidungen zu treffen. Wer nicht investiert verliert also sowieso schon Geld und verpasst dazu noch die Chance, langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Fazit

Finanzen sind und bleiben ein heikles Thema. Die meisten von uns sprechen sehr ungern darüber. Genau aus diesem Grunde entstehen aber auch erhöhte Risiken. Wer sich nicht mit anderen Menschen austauscht, der kann auch nicht vom Wissen und den Erfahrungen anderer profitieren. Zum Lernen bleiben dann nur die eigenen Fehler – und die sind oft schmerzhaft und teuer! Viele Fehler lassen sich jedoch schon durch gesunden Menschenverstand vermeiden. Die eigenen Gewohnheiten sollten daher hin und wieder selbstkritisch reflektiert werden.

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