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Deine Reise zur zwölften meiner dreizehn Lebensstationen – deiner Rente!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur zwölften meiner dreizehn Lebensstationen, deiner Rente. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deiner Rente auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

12 Rente
Das Spiel des Lebens: Station 12 – Deine Rente

 

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!

Für viele ist die Rente der lang ersehnte Austritt aus dem Arbeitsalltag in die Freiheit. Mit dem Renteneintritt kannst du frei über deine Zeit verfügen und endlich liegen gebliebene Dinge tun. Doch leider ist die Realität für viele Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eine andere. Denn laut Zeit.de ist knapp jeder fünfte Mensch in einem Rentnerhaushalt armutsgefährdet und muss von weniger als 999 Euro monatlich leben. Weiterhin berichtet MDR aktuell, dass die drei Säulen der Altersversorgung stark ins bröckeln geraten. Die erste Säule – die gesetzliche Rente – sinkt auf ein Rentenniveau von unter 40% des durchschnittlichen Nettoverdienstes nach 2025. Die zweite Säule – die betriebliche Altersvorsorge – kommt für viele ostdeutsche Unternehmen nicht in Frage, da sie an einen zu teuren Tarifvertrag gebunden ist. Die dritte Säule – die private Altersvorsorge – erzielt aufgrund der Null-Zins-Politik kaum noch Erträge (z.B. Lebensversicherungen oder Riesterrenten). Diese Schlagzeilen sind natürlich sehr besorgniserregend. Die Zukunft der Rente scheint ungewiss. Umso mehr greift an dieser Stelle die Volksweisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“. Diese Weisheit sagt nichts anderes, als dass du in guten Zeiten privat vorsorgen solltest, um der Altersarmut zu entkommen. Je nachdem, wie du für dein Alter vorsorgst, hat der Renteneintritt große Auswirkungen auf deine Finanzen. Welche das sind besprechen ich nachfolgend.

Die drei Säulen der Altersversorgung
Die drei Säulen der Altersversorgung

 

Deine Rente und deine Einnahmen

Deine Einnahmen zum Zeitpunkt deines Renteneintritts orientieren sich stark an den drei oben genannten drei Säulen der Altersversorgung und deiner individuellen Vorsorge. Deine monatliche gesetzliche Rente fällt in der Regel geringer aus, als dein bisheriger Arbeitslohn. Die Höhe deiner gesetzlichen Rente wird nach deutschem Recht mit der sogenannten Rentenformel berechnet (siehe § 64 SGB VI) und ist abhängig von der Anzahl der Entgeltpunkte (EP), dem Zugangsfaktor (ZF), dem Rentenartfaktor (RAF) und dem aktuellen Rentenwert (RAF). Eine Definition dieser Faktoren findest du in der unteren Tabelle. Da diese Faktoren alle erst zum Zeitpunkt deines Renteneintritts bestimmt werden können, ist es erst zu dieser Lebensstation möglich die exakte Höhe deiner gesetzlichen Rente zu bestimmen. Nichtsdestotrotz kannst du im Internet verschiedene Rentenlücken-Rechner verwenden. Diese Rechner helfen dir dabei, die Lücke zwischen deiner monatlichen gesetzlichen Rente und deinem monatlich letzten Arbeitslohn zu berechnen. Wenn du diese Lücke kennst, weiß du, wie viel zu durch eine betriebliche Altersvorsorge oder private Altersvorsorge erwirtschaften musst, um deinen vorherigen Einkommens- und Lebensstandard beizubehalten. Um deine Einnahmen zu deinem Renteneintritt möglichst zu erhöhen, solltest du einige wichtige Dinge beachten. Diese Dinge habe ich für dich am Ende des Beitrages in der KreativChecklist zusammengefasst.

Rentenformel:
Rentemtl ist die monatliche Bruttorente in Euro
Entgeltpunkte (EP) Du erhältst auf Basis der Höhe deines Gehalts in einem Kalenderjahr sogenannte Entgeltpunkte. Wenn dein persönliches Gehalt in einem Kalenderjahr dem deutschen Durchschnittsentgelt entspricht, bekommst du z.B. einen vollen Entgeltpunkt.
Zugangsfaktor (ZF) Der Zugangsfaktor spiegelt dem Umstand weder, ob ein Versicherter früher oder später in Rente geht. Bei früherem Renteneintritt ist dieser Faktor kleiner als 1,0 und bei einem über die Regelaltersgrenze hinausgeschobenen Rentenbeginn größer als 1,0.
Rentenartfaktor (RAF) Der Rentenartfaktor bezieht sich auf die jeweilige Art der Rente: Beispiele sind die Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente, oder Vollwaisenrente. Bei Rentenarten mit Lohnersatzfunktion beläuft sich der Faktor auf 1,0 und bei Rentenarten mit Unterhaltsfunktion ist er kleiner als 1,0.
Rentenwert (aRW) Der Rentenwert wird auf jährlicher Basis in Abhängigkeit von der Entwicklung der Bruttolöhne- und Gehälter, dem Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung und demographischer Veränderungen angepasst.

Deine Rente und deine Ausgaben

Mit dem Renteneintritt ändert sich erst einmal wenig an deinen Ausgaben. In der Regel sinken deine Ausgaben sogar, da du nun keine Kosten für den täglichen Weg zur Arbeit oder andere Dinge im Zusammenhang mit deiner Arbeit hast. Dennoch feiern viele Rentner ihren Eintritt in den (Un-)Ruhestand 😛 mit einem passenden Einstand und laden Freunde zu sich ein. Weiterhin erledigen sie oft Dinge, die sonst immer liegen geblieben sind oder wenden Zeit für ihre Hobbies, Reisen, und Enkelkinder auf. So manch ein Rentner bildet sich sogar noch weiter und macht zum Beispiel einen Englischkurs. Natürlich sind diese Dinge mit Ausgaben verbunden, die meines Erachtens aber ähnlich wie eine Hochzeit den L-Faktor deutlich erhöhen. Umso wichtiger ist es meiner Meinung nach fürs Alter vorzusorgen. Denn der Faktor Geld ist nicht unerheblich, wenn man seinen Hobbies, Träumen und Wünschen nachgehen möchte. Doch bietet hinsichtlich verschiedener Ausgaben das Rentnerleben auch viele Möglichkeiten die Ausgaben zu reduzieren. Welche das genau sind habe ich in den KreativChecklist zusammengefasst.

Deine Rente und dein Vermögen

Mit Renteneintritt sinkt dein Vermögen in der Regel. Eine Erhebung von finanzen100.de zeigt, dass mit dem Eintritt zur Rente das Vermögen seinen Höhepunkt erreicht. Die meisten Rentner besitzen jetzt ein abbezahltes Haus, eine Betriebsrente und bekommen Zinsen aus ihren Geldanlagen der vergangenen 30 Jahre. Sie kommt im Schnitt auf ein Vermögen von etwa 135.500 €. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das Vermögen kontinuierlich zu sinken. Denn wie bereits angedeutet, ist die Rente in der Regel niedriger als das Gehalt zuvor, obwohl der Lebensstandard der gleiche bleibt. Auf der anderen Seite geben Rentner ihr Erspartes auch gerne aus. Trotzdem zeigt die Erhebung, dass das Vermögen von Rentnern im Alter von 74 immer noch rund 108.900 Euro beträgt.

Deine Rente und deine Verbindlichkeiten

Deine Verbindlichkeiten reduzieren sich im Alter in der Regel. Denn zu diesem Zeitpunkt ist das Haus meistens abbezahlt und einige deiner Versicherungen enden. Weiterhin profitieren Rentner häufig von Preisreduzierungen wie zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr bei Bus- und Bahntickets.  Allgemein wird davon ausgegangen, dass für deinen Ruhestand 80% deines letzten Nettoentgelts für deine Versorgung im Rentenalter ausreichen. Obwohl die Verbindlichkeiten mit dem Renteneintritt sinken, vergessen viele Rentner, dass sie von ihrer gesetzlichen Rente dennoch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung leisten müssen. Hierzu behält die Deutsche Rentenversicherung die monatlich zu zahlenden Kranken- und Pflegebeiträge direkt von deiner Rente ein. Der einbehaltene Krankenversicherungsbeitrag liegt zurzeit bei 7,3% und der Pflegeversicherungsbeitrag liegt bei 3,05 % (für Kinderlose 3,3%). Somit betragen deine Abgaben zur Kranken- und Pflegeversicherung 10,35%. Hinzu kommt, dass mit jedem Jahr der Besteuerungsanteil der gesetzlichen Rente bis 2040 um einen Prozentpunkt steigt. Das bedeutet, dass ab 2040 Renten voll zu besteuern sind. Die Höhe der Besteuerung richtet sich bei Privateinkommen nach der Höhe des Jahreseinkommens:

Jahres­ein­kommen Allein­ste­hender Jahres­ein­kommen Ehepaare Steu­er­satz
Bis zu 9.000 Euro Bis zu 18.000 Euro Keine Steuer.
9.001 Euro – 13.469 Euro 18.001 – 26.938 Euro 1 bis 7,2 Prozent
13.470 – 52.881 Euro 26.940 – 105.762 Euro 7,2 bis 26,5 Prozent
52.882 – 250.730 Euro 105.764 – 501.460 Euro 26,5 bis 38,7 Prozent
Ab 250.731 Euro Ab 501.462 Euro 45 Prozent (Spitzensteuersatz)

Quelle: www.vlh.de/krankheit-vorsorge/altersbezuege/wann-muss-ich-als-rentner-steuern-zahlen-und-wie-viel.html

Deine Rente und deine Finanzen auf einen Blick

12 Deine Rente und deine Finanzen
Deine Rente und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zu deiner Rente

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Prüfe, wann du mit deiner Rente beginnen möchtest. Wenn du vor der normalen Altersgrenze in Rente gehst, dann sinken deine Rentenzahlungen entsprechend.
    • Prüfe regelmäßig deinen Versicherungsverlauf und stelle sicher, dass alle Zeiten, in denen du Rentenbezüge erarbeitet hast, auch wirklich gemeldet wurden. Hierzu zählen auch Ausbildungszeiten während der Schule und Studium. Diese steigern deine Rente nicht, aber helfen dir die Mindestzeit zu erfüllen.
  • Ausgabenchecklist:

    • Führe weiterhin ein Haushaltsbuch um deine Ausgaben im Blick zu haben.
    • Nutze extra Angebote für Rentner. In vielen Städten fahren Rentner zum Beispiel gratis mit dem Bus.
  • Vermögenschecklist:

    • Lehne dich zurück und genieße deinen Ruhestand.
  • Verbindlichkeitenchecklist:

    • Halte deine Verbindlichkeiten möglichst gering.

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deiner Rente auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der letzten meiner dreizehn Lebensstationen: Deinem Tod. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Das Spiel des Lebens: Station 11 – Deine Scheidung und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-scheidung/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-scheidung/#respond Sat, 09 Nov 2019 08:00:30 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3221 Deine Reise zur elften meiner dreizehn Lebensstationen – deiner Scheidung! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein ...

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Deine Reise zur elften meiner dreizehn Lebensstationen – deiner Scheidung!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur elften meiner dreizehn Lebensstationen, deiner Scheidung. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deiner Scheidung auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

11 Scheidung
Das Spiel des Lebens: Station 11 – Deine Scheidung

 

Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden!

Laut Statistische Bundesamt ist das Versprechen „Bis das der Tod uns scheidet“ für mehr als ein Drittel der Ehen in Deutschland keine Realität mehr. Zwar ist die Zahl der Ehescheidungen seit 2011 rückläufig, dennoch beträgt die Scheidungsrate im Jahr 2017 satte 38%. Im Jahr 2017 wurden nämlich 407.466 Eheschließungen und 153.500 Ehescheidungen vollzogen. Die durchschnittliche Dauer einer Ehe lag zu diesem Zeitpunkt bei zirka 15 Jahren. Diese Statistik zeigt, dass das Thema Scheidung in Deutschland bittere Wirklichkeit ist. Aus diesem Grund sollten sich Paare bereits vor ihrer Hochzeit darüber unterhalten, wie sie im Falle eine Scheidung mit ihren Finanzen verfahren möchten. Denn im Falle der Scheidung kommen der Zugewinnausgleich, der Unterhaltsanspruch, der Versorgungsausgleich sowie die eigentlichen Kosten der Scheidung auf die ehemaligen Partner zu. Führen Eheleute Gespräche über das Vorgehen erst zum Zeitpunkt der Scheidung, ist eine Einigung in dem meisten Fällen aussichtslos. Einer der beiden oder beide Konfliktpartner sind zu diesem Zeitpunkt meist so sehr verletzt, dass sie alles daransetzen, finanziell das Beste für sich herauszuholen. In diesem Fall hat einer der Partner oftmals das Nachsehen. Bereits im 18. Jahrhundert erkannte der deutsche Autor Wilhelm Busch: „Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.“ Wie du vorbeugen kannst und welche Auswirkungen die Scheidung auf deine Finanzen hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Ehescheidungen in 2018
Ehescheidungen in 2018

 

Deine Scheidung und deine Einnahmen

Solltest du es nicht durch einen Ehevertrag anders geregelt haben, so kann deine Scheidung im Rahmen des Versorgungsausgleichs Auswirkungen auf deine langfristigen Einnahmen haben. Denn durch den Versorgungsausgleich werden die Ansprüche auf Rente, Pension und betriebliche Altersvorsorge, die jeder Partner während der Ehe für sich erworben hat, untereinander ausgeglichen. Wenn du also mehr als dein Partner verdient hast und deshalb höhere Renten und Pensionsansprüche hast, musst du die Hälfte der Differenz zu den von deinen Expartner erworbenen Ansprüchen abtreten. Umgekehrt muss dein Partner den Versorgungsausgleich an dich leisten, wenn du niedrigere Renten- und Pensionsansprüche hast. Die Zahlung dieser Ansprüche wird jedoch erst im Alter fällig, wenn die Renten- und Pensionszahlungen starten. Solltest du nach der Scheidung nicht in der Lage sein, deinen Unterhalt selbst zu bestreiten, so bekommst du zusätzliche Einnahmen durch Unterhaltszahlungen deines Ehepartners. Dies ist in der Realität aber eher die Ausnahme, da meist beide Ehepartner durch einen Job in der Lage sind sich selbstständig zu versorgen. Um die Aufteilung deiner Einnahmen durch den Versorgungsausgleich möglichst gerecht zu gestalten, solltest du bereits vor der Eheschließung über einen Ehevertrag nachdenken.

Deine Scheidung und deine Ausgaben

Eine Scheidung kann teuer werden, da diese nur durch ein gerichtliches Verfahren beschlossen werden kann. Aus diesem Grund fallen Gerichtskosten, sowie Kosten für mindestens einen Scheidungsanwalt an. Dabei orientieren sich die Kosten für den Anwalt, das Gericht und das Scheidungsverfahren in der Regel am Verfahrenswert. Der Verfahrenswert setzt sich wiederum zusammen aus dem Wert des Hauptsacheverfahrens (die Scheidung selbst), des Versorgungsausgleichs und – im Streitfall – weiteren zu verhandelnden Folgesachen. Auf der Website scheidung.org findest du einen Scheidungskostenrechner, um die Kosten deiner Scheidung zu berechnen. Hier wird dir auch eine sehr übersichtliche Grafik mit einem Rechenbeispiel zu Verfügung gestellt. Das Rechenbeispiel beruht auf einem Ehepaar mit 2 Kindern. Im abgebildeten Beispiel entstehen dem Ehepaar in Summe Gerichtskosten von 1.812€ und Anwaltskosten von 4.242€ je beauftragten Anwalt. Du siehst also, die Scheidung kann dich eine ganze Menge kosten. Diese Kosten lassen sich reduzieren, wenn sich zur Scheidung beide Ehepartner bezüglich des Vorgehens einig sind wie zu verfahren ist. Denn in dieser Situation reicht es, wenn nur ein Scheidungsanwalt beauftragt wird und zusätzliche Kosten für den Streitfall entfallen.

Deine Scheidung und dein Vermögen

Das Vermögen ist oftmals der springende Punkt bei der Scheidung. Wie du bereits in meinem vorherigen Blog-Beitrag gelernt hast, leben Ehepaare, wenn sie notariell nichts anderes vereinbaren, in einer Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass jeder Partner sein während der Ehe erworbenes Vermögen behält und jeder für seine eigenen Schulden haftet. Nichtsdestotrotz wird bei einer Scheidung eine Bilanz gezogen und der sogenannte „Zugewinn“ auf beide Partner aufgeteilt. Der Zugewinn ist laut Bürgerlichen Gesetzbuch der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehepartners das Anfangsvermögen übersteigt (siehe § 1373 ff BGB). Die Ermittlung des Zugewinns ist zwar rechtlich geregelt, aber in der Realität nicht ganz einfach. Wenn zum Beispiel einer der Ehepartner während der Ehe ein Unternehmen gründet, so ist die Ermittlung des Zugewinns ein komplexes und langwieriges Verfahren. Je nach deiner Vermögenssituation macht es bereits vor deiner Hochzeit Sinn darüber nachzudenken einen Ehevertrag zu schließen, der bestenfalls fairer für beide Ehepartner ist, als die gesetzliche Regelung der Zugewinngemeinschaft. Verschiedene Tipps, in welchen Fällen ein Ehevertrag eine faire Regelung ist erhältst du in der KreativChecklist.

Deine Scheidung und deine Verbindlichkeiten

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gilt in der ehe, dass jeder für seine eigenen Schulden und Verbindlichkeiten haftbar ist und nicht für die Verbindlichkeiten des Ehepartners. Jeder Partner bleibt eine eigenständige natürlich Person. Ausnahmen bestehen nur, wenn die Ehepartner gemeinsam einen Vertrag abschließen, wie zum Beispiel ein Immobiliendarlehen oder eine Ehegattenbürgschaft. In diesem Fall muss ein Ehepartner für die Schulden des anderen geradestehen, ohne selbst der Kreditnehmer zu sein. Problematisch wird es, wenn Eheleute es zu Beginn oder während der Ehe versäumen als gemeinsame Vertragspartner aufzutreten. So verpassen es Eheleute oftmals, gemeinsam in einem Mietvertrag, Festnetzvertrag, Stromanbietervertrag, Versicherungsvertrag oder ähnlichem genannt zu sein. In diesen Fällen muss der eingetragene Vertragspartner im Zweifelfall die vereinbarten monatlichen Verbindlichkeiten zahlen. Deshalb sollten sich Paare schon möglichst beim ersten Zusammenleben darum kümmern, als gemeinsame Vertragspartner aufzutreten, um so die Verantwortung auf beide zu verteilen. Weitere Tipps hinsichtlich deiner Verbindlichkeiten findest du nachfolgend in der KreativChecklist.

Deine Scheidung und deine Finanzen auf einen Blick

 

10 Deine Scheidung und deine Finanzen
Deine Scheidung und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Prüfe, ob dein Partner Trennungsunterhalt zahlen muss. Solltest du nach deiner Trennung mit deinen Einnahmen nicht auskommen, solltest du von deinem Partner schriftlich Unterhalt verlangen.
    • Lasse dich bei der Trennung am besten von einem Fachanwalt für Familienrecht beraten.
    • Berechne den Unterhalt für die Kinder, den der ausziehende Elternteil leisten muss. Hierzu kanst du die Düsseldorfer Tabelle verwenden.
    • Prüfe, ob dir im Rahmen des Versorgungsausgleiches Zahlungen aus den Renten, Pensionen oder der betriebliche Altersvorsorge deines Partners zustehen.
    • Richte dir wieder ein eigenes Konto ein, sollten du und dein Partner vorher ein Gemeinschaftskonto gehabt haben.
  • Ausgabenchecklist:

    • Bei einer Scheidung müssen sich nicht beide Partner anwalt­lich vertreten lassen. Nimmt sich nur einer einen Anwalt, weil sich die Ex-Partner über die Scheidungs­folgen einig sind, senkt das die Kosten.
  • Vermögenschecklist:

    • Die Vermögensaufteilung bei einer Trennung ist abhängig von dem vorher gewählten Güterstand.
    • Kläre deine erbrechtliche Situation. Enterbe deinen ehemaligen Partner gegebenenfalls nach vollzogener Scheidung.
  • Verbindlichkeitenchecklist:

    • Kläre mit deinem Partner die aktuelle Wohnsituation
    • Denke daran, dass die Familienversicherungen mit dem Scheidungstermin enden. Jetzt muss jeder Partner sich wieder eigenständig um die Kranken- und Privathaftpflichtversicherung kümmern und die Hausratversicherung anpassen.
    • Prüfe deine Steuerklasse und ob du diese gegebenenfalls wechseln msust.

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deiner Scheidung auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der zwölften meiner dreizehn Lebensstationen: Deiner Rente. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Das Spiel des Lebens: Station 10 – Dein erstes Kind und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-erstes-kind/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-erstes-kind/#comments Sun, 03 Nov 2019 08:00:53 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3219 Deine Reise zur zehnten meiner dreizehn Lebensstationen – deinem ersten Kind! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. ...

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Deine Reise zur zehnten meiner dreizehn Lebensstationen – deinem ersten Kind!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur zehnten meiner dreizehn Lebensstationen, deinem ersten Kind. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deines ersten Kindes auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

10 Kind
Das Spiel des Lebens: Station 10 – Dein erstes Kind

 

Wer Geld, aber keine Kinder hat, der ist nicht wirklich reich!

Wer selbst viel mit Kindern zu tun hat, der wird mir zustimmen, dass Kinder eine große Bereicherung für unser Leben sind. Gerade frisch gesottene Eltern lernen durch ihre Kinder früh eine neue Perspektive in ihrem Leben kennen. So ändert sich mit dem ersten Kind plötzlich der eigene Lebensmittelpunkt. Viele Dinge aus dem bisherigen Leben erscheinen jetzt unbedeutend. Das eigene Kind wird plötzlich zum größten Reichtum. Und dies auch nicht ganz zu Unrecht. Obwohl der Reichtum verbunden mit einem Kind nicht in Geld zu messen ist, wissen besonders eingeschworene Eltern, dass Kinder im Laufe ihres Lebens sehr viel Geld kosten können. Manche Eltern behaupten sogar, dass die Kosten für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr den Wert eines Einfamilienhauses einnehmen. Aus diesem Grund widme ich mich auf dieser Lebensstation den Auswirkungen deines ersten eigenen Kindes auf deine Finanzen. Zwar erscheint Geld in Zusammenhang mit den eigenen Kindern häufig unwichtig, dennoch möchte ich dir hilfreiche Tipps mit auf deinem Weg geben, um Finanzen gut zu meistern.

Dein erstes Kind und deine Einnahmen

Laut papa-online.com hat das erste eigene Kind große Auswirkungen auf deine Einnahmen. Auf seiner Website zeigt Andreas auf, dass Familien mit Kindern nur über ungefähr 63% des Einkommens von kinderlosen Paaren verfügen. Im Umkehrschluss haben Paare mit Kindern rund 37% weniger Geld im Monat zur Verfügung als kinderlose Paare. Das niedrigere Einkommen begründet sich zumeist dadurch, dass frisch gesottene Eltern die Anzahl der Arbeitsstunden und Überstunden deutlich reduzieren, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Und das ist aus meiner Sicht auch löblich. Traditionell bleibt die Ehefrau in Deutschland nach der Geburt erst einmal Zuhause, während der Mann weiterarbeitet. Finanziell wird die Frau durch dieses Modell benachteiligt. Denn durch das fehlende Einkommen entsteht ihr eine Rentenlücke. Darum empfehle ich Paaren sich frühzeitig über eine mögliche Ausgleichzahlung zu Unterhalten. Neben der Verringerung der Einnahmen aufgrund der verringerten Arbeitszeit erhalten Paare mit Kindern aber zusätzliche staatliche Unterstützung durch Elterngeld und Kindergeld. Im Rahmen des Elterngeldes finanziert der Staat dir 14 Monate lang 67% des Einkommens des Partners, der in Elternzeit geht (mind. 300€ und max. 1800€). Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern profitieren vom einem sogenannten Geschwisterbonus in Höhe von 10% des sonst zustehenden Elterngelds (mind. 75€ und max. 300€). Zusätzlich gibt es Kindergeld: Ab Juli 2019 bekommen Eltern für die ersten beiden Kinder 204€/Kind/Monat, ab dem dritten Kind 210€/Kind/Monat und ab dem vierten Kind 235€/Kind/Monat.

Dein erstes Kind und deine Ausgaben

Das erste Kind hat ebenso starke Auswirkungen auf deine Ausgaben. Die einmaligen Kosten für die minimale Grundausstattung, mit du im Laufe des Heranwachsen deines Kindes rechnen musst betragen laut einer Hochrechnung von idealo.de rund 4502,60€. Teil dieser Ausgaben sind Babypflegeprodukte (ca. 89€), Produkte für unterwegs (ca. 591€), Stillequipment (ca. 81€), Equipment fürs Füttern mi der Flasche (ca. 89€), eine Babyapotheke (ca. 71€), Windeln (ca. 1337€), Spielsachen (ca. 623€), eine Schultüte (ca. 112€) und Kosten für den Schulanfang (ca. 220€). Wer sich diese Aufstellung von idealo.de anschaut merkt schnell, dass die geschätzten Kosten sehr niedrig angesetzt sind. Realistische Kosten für die Grundausstattung eines Kindes sind eher 5.000 – 6.000€. Du merkst also, dass die Grundausstattung deines ersten Kindes den Wert eines Kleinwagens einnehmen kann. Darüber hinaus beteiligen sich die meisten Eltern mit der Volljährigkeit ihrer Kinder auch häufig noch an weiteren Kosten wie den Führerschein, das erste eigene Auto und dem Studium (z.B. Wohnungseinrichtung und Studiengebühren). Wenn du dir früh sicher bist, dass du Kinder haben möchtest, dann sorge am besten vor.

Dein erstes Kind und dein Vermögen

Neben den fehlenden Einnahmen kosten dich Kinder häufig auch einen großen Teil deines Vermögens. Denn durch die hohen Einmalkosten musst du nicht nur auf deine angesparten Reserven zurückgreifen, sondern kannst aufgrund der höheren regelmäßigen Kosten auch weniger Geld in dein Vermögen investieren. Hier entstehen dir natürlich erhebliche Opportunitätskosten. Nehmen wir einmal an, dass dich ein Kind ab der Geburt bis zum 18. Lebensjahr einmalig 5.000 Euro und monatlich 660€ kostet. Würdest du rein hypothetisch dieses Geld in einen ETF zu 6% Zinsen jährlich investieren, so würdest du nach 18 Jahren einen satten Betrag von knapp 267.000€ erwirtschaften. Also sprechen wir hier von ¼ Million Euro. Denn neben den 147.560 Euro die du in dein Kind investierst, würdest du bei diesem Investment über 18 Jahre noch einmal 119.440€ an Zinszahlungen oben drauf erhalten (wenn man die Kapitalertragssteuern ignoriert). Damit möchte ich dir veranschaulichen, dass der Spruch der meisten Eltern gar nicht so falsch ist. Ein Kind kann dich inklusive einberechneter Opportunitätskosten (in diesem Fall die Zinsen auf dein Geld) tatsächlich schnell genauso viel wie ein Einfamilienhaus kosten. Aber das ist es natürlich auch wert !

Dein erstes Kind und deine Verbindlichkeiten

Ebenso wie Einmalausgaben fallen für dein Kind regemäßige Kosten an. Hierzu hat im Jahr 2013 die Bundeszentrale für politische Bildung eine deutschlandweite Studie durchgeführt und die Konsumausgaben von Haushalten mit einem Kind erhoben. Die Studie zeigt, dass die Konsumausgaben für ein Kind durchschnittlich 660€ monatlich betragen. Legt man diesen Wert zugrunde, so kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr rund 142.560€. Weiterhin zeigt die Studie, dass die monatlichen Kosten mit steigendem Kindesalter deutlich wachsen. Während ein Kind unter 6 Jahren noch 587€ im Monat kostet, sind es zwischen dem 6-11. Lebensjahr 683€ monatlich und zwischen dem 12-1.7 Lebensjahr bereits 784€ im Monat. Somit verbrauchen Kinder rund 20% des Haushaltseinkommen – in etwa so viel wie die Miete. Das bedeutet, dass jeder 5. Euro demnach für dein erstes Kind ausgegeben wird. Somit ist neben dem Haus ein eigenes Kind ein sehr großer Kostenfaktor. Haus plus Kind zusammen kosten schnell über 1.500€ pro Monat. Dennoch gibt es auch bei Kindern einige Möglichkeiten die Verbindlichkeiten zu minimieren. Welche das sind, kannst du nachfolgend in den KreativChecklist nachlesen.

 

Monatlichen Konsumausgaben in einem Haushalt mit einem Paar mit einem Kind (Quelle: BPB)
Monatlichen Konsumausgaben in einem Haushalt mit einem Paar mit einem Kind (Quelle: BPB)

 

Dein erstes Kind und deine Finanzen auf einen Blick

10 Dein erstes Kind und deine Finanzen
Dein erstes Kind und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zu deinem ersten Kind

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Kindergeld
      • Beantrage das Kindergeld bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeite am besten gleich nach der Geburt.
      • Du kannst den Antrag auf Kindergeld online ausfüllen und im Voraus verschlüsselt an die Familienkasse übermitteln.
      • Drucke den Antrag aus und unterschreibe ihn. Sende ihn anschließend per Post an die Familienkasse.
    • Elterngeld
      • Kläre mit deinem Partner, ob ihr das Basis-Elterngeld oder Elterngreld Plus wählen möchtet
      • Kläre so früh wie möglich mit deinem Partner, wie ihr die Elternzeit aufteilen wollt. Wenn sich beide Elternteile beteiligen, stehen euch 14 anstatt 12 Basis-Elterngeld zu.
      • Nutze den Elterngeldrechner de Bundesfamilienministeriums um die Höhe deines Elterngeldes zu berechnen.
      • Der Elternteil, der das Kind nach der Geburt überwiegend betreut, sollte so früh wie möglich in die Steuerklasse III wechseln. Denn dadurch erhöht sich das Nettoeinkommen, das für die Berechnung des Elterngeldes entscheidend ist.
    • Mutterschaftsgeld
      • Prüfe, ob du Anspruch auf Mutterschaftsgeld hast
      • Falls ja, lasse dir von deinem Arzt eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin geben. Die Ausführung für die Krankkasse ergänzt du mit deinen persönlichen Angaben, deiner Kontoverbindung und Angaben zu deinem Beschäftigungsverhältnis und Arbeitgeber und unterschreibst das Dokument. Dieses reichst du bei der Krankenkasse ein.
      • Stelle einen Antrag auf Arbeitgeberzuschuss, indem du deinen Arbeitgeber das Zeugnis über den mutmaßlichen Entbindungstermin vorlegst.
    • Ausgabenchecklist:

      • Kaufe gebrauchte Sachen für die Erstausstattung deiner kleinen. Hierfür gibt es mittlerweile zahlreiche Flohmärkte oder Online-Portale
    • Vermögenschecklist:

      • Wenn du früh im Leben sicher bist, dass du eigene Kinder haben möchtest, dann sorge möglichst vor und lege frühzeitig Geld zur Seite.
    • Verbindlichkeitenchecklist:

      • Prüfe ob deiner Kinder automatisch über den bestehenden Versicherungsschutz mit abgesichert sind

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deines ersten Kindes auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der elften meiner dreizehn Lebensstationen: Deiner Scheidung. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Das Spiel des Lebens: Station 9 – Dein Hauskauf und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-hauskauf/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-hauskauf/#respond Sat, 26 Oct 2019 07:00:45 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3216 Deine Reise zur neunten meiner dreizehn Lebensstationen – deinem Hauskauf! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein ...

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Deine Reise zur neunten meiner dreizehn Lebensstationen – deinem Hauskauf!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur neunten meiner dreizehn Lebensstationen, deinem Hauskauf. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen dein Hauskauf auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

9 Hauskauf
Das Spiel des Lebens: Station 9 – Dein Hauskauf

 

Ein neues Haus, ein neuer Mensch!

Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen ist die Finanzierung von Immobilien zurzeit sehr günstig. Auf der einen Seite wird dadurch der Traum vom eigenen Wohnen in den eigenen vier Wänden für viele Menschen realisierbar. Die eigenen vier Wände sind für viele Paare ein weiterer Meilenstein in ihrem Leben und oftmals der Inbegriff von Unabhängigkeit und der Startschuss für eine eigene Familie. Wie Johann Wolfgang von Goethe so schön sagt „Ein neues Haus, ein neuer Mensch.“ Aber die niedrigen Zinsen machen nicht nur den Traum vom eigenen Wohnen realisierbar. Auf der anderen Seite wird dadurch nämlich auch die Immobilie als Anlageobjekt immer begehrter. Für viele Anleger gilt die Immobilie als eine sichere Geldanlage, da in Krisenzeiten ihr Wert weniger volatil zu sein scheint und die Mieteinnahmen konstant bleiben. Aber ob Eigenheim oder Renditeobjekt, es gilt: Wer eine Immobilie kauft, der ist in der Regel immobil. Denn mit einer Immobilie bindet man sich an einen geographischen Ort. Deshalb sollte man sich beim Kauf einer Immobilie über seine Ziele im Leben bewusst sein und sich den Kauf wohl überlegen.

Dein Hauskauf und deine Einnahmen

In der Welt der Finanzen ist ein Haus ein oft verwendetes Beispiel, um den Unterschied zwischen einer Verbindlichkeit und einen Vermögenswert aufzuzeigen. Ein Haus kann beide Positionen einnehmen. Ersteres schmälert und zweiteres erhöht deine regelmäßigen Einnahmen. Kaufen wir ein Haus als Eigenheim, ist dieses Haus ganz klar als Verbindlichkeit zu betrachten. Das Eigenheim zieht uns nämlich regelmäßig Geld aus der Tasche, weil wir laufende Kosten (z.B. Kredit- und Nebenkosten) selbst tragen müssen. Durch diese laufenden Kosten schrumpfen deine Einnahmen radikal. Aus diesem Grund sollte man beim Kauf eines Eigenheims besser mehrmals nachrechnen, was man sich überhaupt leisten kann. Kaufen wir stattdessen ein Haus als ein Renditeobjekt, ist dieses Haus eher als Vermögenswert zu betrachten.  Ein Renditeobjekt generiert nämlich zusätzliche Einnahmen für dich, weil du regelmäßig Geld von deinen Mietern bekommst. Dies hängt natürlich davon ab, wie hoch die regelmäßigen Kosten für die Immobilie sind und wie viel Geld du durch die Mieteinnahmen erwirtschaftest. Natürlich gibt es in diesem Modell auch Mischformen. Immer häufiger kaufen Paare Doppelhaushälften oder Häuser mit abgetrennten Wohneinheiten. Sie bewohnen das Haus einerseits selbst und generieren andererseits Mieteinnahmen, indem sie die anderen Wohneinheiten vermieten.

Dein Hauskauf und deine Ausgaben

Bezüglich deiner Ausgaben ist der Hauskauf die vermutlich kostenintensivste Station in deinem Leben. Denn neben den regelmäßigen Kosten für die Kreditfinanzierung, Steuern usw. kommen in der Regel noch größere Einmalausgaben für den Hauskauf auf dich zu. Wer eine fertige Immobilie kauft, der zahlt gemäß einer Schätzung meines Immobilienfinanzierungspartners Interhyp einmalig Grunderwerbssteuer (3,5-6,5% des Kaufpreises), die Maklerprovision bei Vermittlung (3-6% des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 2% des Kaufpreises), sowie Kosten für die Renovierung, Modernisierung und Einrichtung (variabel). Wer eine eigene Immobilie baut, der zahlt obendrauf noch Kosten für die Baugenehmigung (ca. 0,2% der Bausumme), Erschließungskosten (ca. 30-85€ pro Quadratmeter), Kosten für Baustrom, -wasser und -entsorgung (ca. 500-2.000€), Bauherrenhaftpflicht (ca. einmalig 100€) und Bauwesenversicherung (ca. einmalig 300-900€). Für den Kauf eines Hauses in Wert von 250.000€ zahlt man deshalb bis zu 39.100€ Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, sowie Notar- und Grundbuchkosten. Du solltest die einmaligen Ausgaben bei einem Immobilienkauf daher nicht unterschätzen. Es gibt jedoch einige Tipps und Tricks, wie du die Ausgaben für deinen Hauskauf möglichst geringhalten kannst. Diese fasse ich für dich unten in der KreativChecklist zusammen.

Dein Hauskauf und dein Vermögen

Hier möchte ich an meiner vorherigen Diskussion anschließen, dass man bei einem Haus unterscheiden muss, ob es sich um eine Verbindlichkeit oder einen Vermögenswert handelt. Ein Eigenheim stellt kein Vermögenswert, sondern eine Verbindlichkeit dar. Denn ein Eigenheim zieht dir aufgrund der Ausgaben und Verbindlichkeiten regelmäßig Geld aus deiner Tasche. Deshalb solltest du auch nicht den Fehler begehen und dein Eigenheim als deine Altersvorsorge betrachten. Denn auch im Alter kostet dich dein Eigenheim weiterhin regelmäßig Geld. Darüber hinaus, nachdem du eine Immobilie 30 Jahre lang bewohnt hast, fallen zwingend Kosten für die Modernisierung an, damit diese auf einen aktuellen Stand der Technik gebracht wird. Achte deshalb darauf, dass du neben dem Eigenheim Geld für deine Altersvorsorge zurücklegen kannst. Anders ist es wieder bei einem Haus als Renditeobjekt. Solltest du nach Zahlung aller Kosten mit deinen Mieteinnahmen ein Plus erwirtschaften, kannst du dieses direkt in dein Vermögen überführen. Du kannst das Geld anlegen und für dich arbeiten lassen. Darüber hinaus finanzieren deine Mieter durch die Mietzahlungen langfristig den Immobilienkredit für dich und zum Auslaufen der Finanzierung gehört die Immobilie dir. Deshalb steigert eine Immobile als Renditeobjekt dein Vermögen. Jedoch muss man immer berücksichtigen, dass mit einer Immobilie auch ein Risiko verbunden ist. Schließlich könntest du einen Mietnomaden als Mieter erwischen, ein Sturm könnte deine Immobile zerstören oder die Immobilie könnte länger leer stehen, sodass du keine Mieteinnahmen generierst.

Dein Hauskauf und deine Verbindlichkeiten

Zu guter Letzt ist ein Hauskauf mit einer Vielzahl von Verbindlichkeiten verknüpft, welche ein jeder Hauskäufer nicht unterschätzen sollte. Es fallen regelmäßige Kosten an für die Grundsteuer, die Wasserversorgung, Abwasser inkl. Niederschlagswasser, Heizkosten inkl. Betriebsstrom für Heizungsanlage sowie Reinigung und Wartung, Warmwasser inkl. Reinigung und Wartung, Straßenreinigung, Müllbeseitigung, Außenbeleuchtung, Schornsteinfeger, Wohngebäudeversicherung, Privat-Haftpflichtversicherung für Eigenheim oder Haus- und Grundbesitzer und Kosten für Fernsehempfang. Hausjournal.net schätzt die laufenden monatlichen Kosten für ein Haus auf über 130 Euro pro Monat. Neben diesen laufenden Kosten kommt dann natürlich noch die von dir vereinbarte Kreditrate für die Finanzierung deiner Immobilie. Laut Focus betrug die durchschnittliche Kreditrate für Baufinanzierungen im Jahr 2010 noch 930€ monatlich und im Jahr 2015 ungefähr 883€ monatlich. Legen wir diese Schätzungen zugrunde, so kostet dich ein Eigenheim oder Renditeobjekt je nach Lage über 1000€ monatlich. Der Vorteil von Renditeobjekten ist, dass du diese regelmäßigen Kosten zum größten Teil an die Mieter deines Hauses weitergeben kannst. Egal ob Hauskauf für das Eigenheim oder als Renditeobjekt, in der KreativChecklist stelle ich dir einige hilfreiche Ideen zur Verfügung, wie du deine Verbindlichkeiten beim Hauskauf minimieren kannst.

Dein Hauskauf und deine Finanzen auf einen Blick

 

9 Dein Hauskauf und deine Finanzen
Dein Hauskauf und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zum Hauskauf

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Überlege dir ob du mit deiner Immobilie auch Geld verdienen könntest
      • Geldanlage
      • AirbnB
      • Mehrere Wohneinheiten und eine bewohnst du
    • Ausgabenchecklist:

      • Führe ein separates Haushaltsbuch um deine Kosten für deine Immobile im Blick zu haben.
      • Prüfe, ob du die Kosten für deine Immobilie von den Steuern absetzen kannst.
    • Vermögenschecklist:

      • Überprüfe regelmäßig den Eingang deiner Mieteinnahmen.
    • Verbindlichkeitenchecklist:

      • Vergleiche Kredite für deine Immobilienfinanzierung. Nutze hierzu zum Beispiel Anbieter wie die Interhyp, welche für dich einen Vergleich vieler Anbieter im Markt durchführen können.
      • Bauherren-Haftpflichtversicherung: Wenn du selbst ein Haus baust, dann schließe eine Bauherren-Haftpflichtversicherung ab. Diese Versicherung bietet Versicherungsschutz gegen gesetzliche Haftpflichtansprüche auf Grund der Verletzung von Verkehrssicherungspflichten bei der Durchführung eigener Bauvorhaben.
      • Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung: Wenn du einen Öltank besitzt auf deinem Grundstück hast, dann schließe eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung ab. Sie schützt den Besitzer von Heizöltanks oder einer anderen Anlage mit wassergefährdenden Stoffen vor finanziellen Folgen, falls auf Grund von Schäden an Gewässern Schadensersatz fällig ist.
      • Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung: Wenn du eine Immobilie vermietest, dann schließe eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ab. Sie schützt den Haus- und Grundstückbesitzer vor der finanziellen Folge durch Schadensersatzzahlung gegenüber Dritten. Diese Schadensersatzzahlungen fallen an, wenn der Haus- und Grundbesitzer seine Verkehrssicherungspflichten verletzt und jemand zu Schaden kommt (z.B. durch bauliche Mängel oder die Verletzung der Räum- und Streupflicht)
      • Wohngebäudeversicherung: Wenn du eine Immobilie besitzt, dann schließe gegebenenfalls eine Wohngebäudeversicherung ab. Diese Sachversicherung schützt ein Wohngebäude gegen die im Versicherungsvertrag versicherten Gefahren und Kosten ab (z.B. Feuer-, Leitungswasser-, Sturm- und Hagelschäden).

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deines Hauskaufs auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der zehnten meiner dreizehn Lebensstationen: Deinem ersten Kind. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Das Spiel des Lebens: Station 8 – Deine Ehe und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-ehe/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-ehe/#respond Sat, 19 Oct 2019 07:00:02 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3214 Deine Reise zur achten meiner dreizehn Lebensstationen – deiner Ehe! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein ...

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Deine Reise zur achten meiner dreizehn Lebensstationen – deiner Ehe!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur achten meiner dreizehn Lebensstationen, deiner Ehe. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deiner Ehe auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

7 Zusammenleben
Das Spiel des Lebens: Station 7 – Dein Zusammenleben mit deinem Partner

 

Bis das der Tod uns scheidet!

Die Hochzeit ist für viele Paare ein großer Meilenstein zum Traum vom ewigen Glück. Man gibt sich einander das Versprechen sich für ewig zu lieben und zueinander zu halten. Wie es in der Christenheit so schön heißt: „Bis das der Tod uns scheidet“. Oftmals hat man zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre mit dem Partner zusammengelebt, kennt seine guten und schlechten Seiten und ist sich sicher eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu wollen. In diesem Zusammenhang bringt die Hochzeit eure Beziehung auf ein neues Level. Viele Menschen betrachten ihre Hochzeit sogar als den glücklichsten Zeitpunkt in ihrem Leben. Jedoch hat eine Hochzeit nicht nur einen Einfluss auf das gemeinsame persönliche Wachstum, sondern auch auf deine Finanzen. Und dieser Einfluss ist nicht unerheblich. Wie es im Volksmund so schön heißt: Es gibt zwei Wege zum Reichtum. Reich geboren zu werden oder reich zu heiraten. Abgesehen von dieser Volksweisheit möchte ich in diesem Blogartikel über die Auswirkungen der Heirat auf deine Finanzen sprechen und worauf du und dein Partner achten sollten.

Deine Heirat und deine Einnahmen

Bei deinen Einnahmen wird es in Bezug auf deine Hochzeit erst einmal kaum Veränderungen geben. Die meisten Menschen behalten auch nach ihrer Heirat vorerst ihren Job und an dem Einkommen ändert sich nicht. Lediglich hinsichtlich der Besteuerung des Einkommens kann es als Ehepaar vorteilhafte Veränderungen geben, wenn einer der Ehepartner deutlich mehr Geld verdient.

Deine Heirat und deine Ausgaben

Die meisten Deutschen lassen sich eine Heirat gerne viel kosten. Obwohl man im Standesamt schon recht günstig gegen eine Gebühr von 50 – 100 Euro heiraten kann, kostet die deutsche Durchschnittshochzeit zirka 8.000 Euro. Die genauen Kosten sind natürlich abhängig von der Örtlichkeit, der Anzahl der Gäste, der Küche, dem Rahmenprogramm und weiteren Dingen. So manch ein Paar leistet sich sogar einen eigenen Hochzeitsberater, welcher dem zukünftigen Hochzeitspaar die Arbeit abnimmt. Ich bin der Meinung, dass eine Hochzeit eine sinnvolle Ausgabe ist, da sie positiv zum L-Faktor beiträgt. Was der L-Faktor ist, hat Paul euch bereits in einem früheren Blogartikel beschrieben. Für mich ist der Grundgedanke einer Hochzeit, dass man mit seinem engsten Umkreis den eingegangen Lebensbund ausgelassen feiert und sich gemeinsam freut. Meines Erachtens geht dieser Grundgedanke einer Hochzeit in unserer modernen Konsumgesellschaft immer mehr verloren. Bei vielen Hochzeiten geht es nicht mehr darum ausgelassen zu feiern, sondern nur darum noch schönere Kleider, besseres Essen, eine bessere Location und ein besseres Rahmenprogramm als sein Freundeskreis zu haben. Deshalb gibt es Paare, die für ihre Hochzeit sogar einen Kredit aufnehmen und während der eigenen Feier durch die Organisation des pompösen Rahmenprogramms gar nicht mehr dazu imstande sind ihren Tag zu genießen. An dieser Stelle sei gesagt: Weniger ist mehr. Plane eine Hochzeitsfeier auf der du mit deinen engsten Freunden und Verwandten ausgelassen feiern kannst und versuche nicht irgendjemanden zu übertrumpfen.

Deine Heirat und dein Vermögen

Deine Heirat hat einen großen Einfluss auf dein Vermögen. Einerseits zehren die Hochzeitsfeier und weitere Aktivitäten, wie die Flitterwochen häufig sehr an deinem Vermögen. Andererseits vereinbarst du nach deiner Heirat mit dem Ehepartner einen sogenannten „Güterstand“. Je nachdem, welchen Güterstand ihr wählt, werden eure vermögensrechtlichen Beziehungen untereinander geregelt. Das Familienrecht unterscheidet in Deutschland grundsätzlich zwischen drei verschiedenen ehelichen Güterständen: die „Zugewinngemeinschaft“ (siehe § 1363 BGB), die „Gütertrennung“ (siehe § 1414 BGB) und die „Gütergemeinschaft“ (siehe § 1415 BGB). Der Güterstand der „Zugewinngemeinschaft“ gilt nach deutschem Recht, wenn du und dein Partner keine weiteren Vereinbarungen treffen. Er regelt, dass euer Vermögen während der Ehe getrennt betrachtet wird und nur der Zugewinn zwischen euch aufgeteilt wird. Die Güterstände „Gütertrennung“ und „Gütergemeinschaft“ können in Deutschland nur durch einen notariell beurkundeten Ehevertrag vereinbart werden. Bei einer „Gütertrennung“ erfolgt eine vollständige Trennung des Vermögens beider Eheleute, ohne dass nach der Scheidung von einem der beiden ein Zugewinnausgleich zu gewähren ist. Bei einer „Gütergemeinschaft“ wird das erzielte Vermögen beider Eheleute nach der Heirat zusammengelegt. Auf meiner elften Lebensstation, deiner Scheidung, gehe ich noch einmal näher auf die Bedeutung dieser Güterstände für dein Vermögen ein. An dieser Stelle möchte ich dir in der KreativChecklist ein paar Ideen mit auf dem Weg gehen, in welchen Situationen ein Ehevertrag vorteilhaft sein kann.

Deine Heirat und deine Verbindlichkeiten

Deine Heirat hat in der Regel auch Auswirkungen auf deine Verbindlichkeiten. Betrachten wir die Hochzeitsfeier separat, so habe ich bereits angedeutet, dass viele Ehepaare einen Kredit aufnehmen um ihre Hochzeit bezahlen zu können. Hiervon rate ich ab. Wie wir immer predigen: „Gebe kein Geld aus, das du nicht auch besitzt“. Eine kreditfinanzierte Hochzeit ist kein guter Start in die Ehe. Neben den Kosten für die Hochzeitsfeier solltet ihr euch auch hinsichtlich all eurer anderen Verbindlichkeiten und Verträge abstimmen. Du solltest dir spätestens jetzt die Frage stellen, ob du und dein Ehepartner gemeinsam in den jeweiligen Verträgen als Vertragspartner aufgeführt werden (z.B. Versicherungen, Stromversorger etc.). Ein weiteres Thema, welches zu regeln ist, sind eure Steuern. Ihr solltet gemeinsam klären, ob ihr eine gemeinsame Steuererklärung als Ehepaar abgeben möchtet. Bei einer gemeinsamen Steuerklärung werden alle Einkommen zusammengenommen und alle Freibeträge verdoppeln sich. Dies lohnt sich in der Regel, wenn beide Partner unterschiedlich hohe Einkommen erzielen. Hierbei gilt zu beachten, dass mit Einkommen nicht nur dein Gehalt gemeint ist, sondern auch deine Kapitalerträge aus Geldanlagen wie zum Beispiel Aktien, Immobilien usw.

Deine Heirat und deine Finanzen auf einen Blick

 

8 Deine Ehe und deine Finanzen
Deine Ehe und deine Finanzen

 

 KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zu deiner Ehe

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Wir empfehlen ein 3-Kontenmodell mit dem Partner zu führen. Jeder erhält sein eigenes Einkommen auf seinem eigenen Konto. Ein Betrag X für die Haushaltskosten wird von euch monatlich auf ein Gemeinschaftskonto überwiesen.
  • Ausgabenchecklist:

    • Vermeide eine teure prunkvolle Hochzeit, nur um andere zu beeindrucken
    • Nimm keinen Kredit für deine Hochzeit auf, denn dies ist ein schlechter Start in die Ehe
  • Vermögenschecklist:

    • Denke über einen Ehevertrag nach, wenn du
      • als Unternehmer, Selbständiger oder Freiberufler die Aufteilung deines Unternehmens vermeiden möchtest
      • bei einem deutlichen Einkommens- oder Vermögensgefälle zu deinem Partner die Auszahlung von Wertzuwächsen vermeiden möchtest (zum Beispiel den Wertzuwachs bei einer Immobilie)
      • im hohen Alter heiratest oder bei älteren Ehepartnern wegen Unterhaltspflichten, z.B. bei Pflegebedürftigkeit
      • bei unterschiedlichen Nationalitäten und Wohnsitz im Ausland
    • Lernt weiterhin voneinander und legt euer Geld möglichst gemeinsam gewinnbringend an
    • Erteile deinem Ehepartner unter Umständen eine Vollmacht, damit dieser auf deine Bankkonten zugreifen kann, wenn dir etwas passiert
  • Verbindlichkeitenchecklist:

    • Schließt alle Verträge gemeinsam ab indem ihr beide als Vertragspartner z.B. für Versicherungen geführt werdet
    • Nutzt Kombiprodukte bei Versicherungen. Oft sparen Ehepartner bei Familienverträgen, welche beide Partner gleichzeitig absichern.
    • Risikolebensversicherung: Diese Versicherung ist wichtig, um deine Angehörigen für deinen Todesfall abzusichern. Diese Versicherung ist gerade für den Fall wichtig, wenn der Hauptverdiener stirbt. Nutze für deinen Vergleich gerne unseren Risikolebensversicherungsrechner.

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deiner Ehe auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der neunten meiner dreizehn Lebensstationen: Deinem Hauskauf. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Das Spiel des Lebens: Station 7 – Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-zusammenleben-partner/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-zusammenleben-partner/#respond Sat, 12 Oct 2019 07:00:45 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3212 Deine Reise zur siebten meiner dreizehn Lebensstationen – dein Zusammenleben mit deinem Partner! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in ...

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Deine Reise zur siebten meiner dreizehn Lebensstationen – dein Zusammenleben mit deinem Partner!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur siebten meiner dreizehn Lebensstationen, dein Zusammenleben mit deinem Partner. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deines Zusammenlebens mit deinem Partner auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

 

7 Zusammenleben
Das Spiel des Lebens: Station 7 – Dein Zusammenleben mit deinem Partner

 

Der erste Schritt in ein gemeinsames Leben!

Die gemeinsame Wohnung ist der Traum für viele Paare. Endlich muss man keine Wechselkleidung mehr für spontane Übernachtungsbesuche einplanen und kann jede freie Minute miteinander verbringen. Man erlebt einen gemeinsamen Alltag und die Beziehung kann sich festigen und wachsen. Natürlich hat das Zusammenleben mit dem Partner auch so seine Tücken. In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich genauer darauf eingehen, welche Auswirkungen das Zusammenleben mit deinem Partner insbesondere auf deine Finanzen hat. In Deutschland ist das Thema Finanzen bei Paaren ein eher unbeliebtes Thema. Oftmals begehen Paare den Fehler, nicht über ihre Finanzen zu sprechen. Erst beim Zusammenleben fällt auf, dass der Partner eventuell hoch verschuldet ist oder seinen Lebensunterhalt nicht eigenständig finanzieren kann. Welche Aspekte du in Punkto Finanzen beim Zusammenleben mit deinem Partner beachten sollteste, bespreche ich m weiteren Verlauf.

Zusammenleben mit deinem Partner und deine Einnahmen

Das Zusammenleben mit deinem Partner tangiert deine Einnahmen wahrscheinlich nur indirekt. Vermutlich wird sich an deinen eigenen Einnahmen nichts verändern. Nichtsdestotrotz hast du beim Einzug in eine gemeinsame Wohnung natürlich den großen Vorteil, dass für die Bestreitung des Unterhaltes zwei Einnahmequellen zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang ist es frühzeitig wichtig mit deinem Partner zu klären, wie ihr die Einnahmen verteilen wollt. Willst du zum Beispiel ein Gemeinschaftskonto eröffnen, auf dem beide Gehälter eingehen werden? Behältst du dein eigenes Konto und zahlst ein Teilbetrag auf ein Haushaltskonto ein? Teilst du deine Einnahmen mit deinem Partner 50:50, auch wenn der eine mehr verdient? Darf dein Partner über deine Einnahmen mitbestimmen? Gibst du deinen Partner womöglich Zugriff auf dein eigenes Online-Banking? Möchtest du völlige Transparenz über die Einnahmen? Gebt ihr euch gegenseitig Bankvollmachten? Wie du siehst, gibt es eine Menge Fragen zu klären. Einige Tipps findest du wie in den vorherigen Beiträgen in der KreativChecklist am Ende dieses Beitrages.

Zusammenleben mit deinem Partner und deine Ausgaben

Hinsichtlich deiner Ausgaben ergeben sich durch die gemeinsame Wohnung mit deinem Partner einige Vorteile. Deine Ausgaben werden nämlich in vielen Lebensbereichen durch zwei geteilt. Denn du kannst dir jetzt Dinge mit deinem Partner teilen. Ein simples Beispiel sind Haushaltsgeräte wie zum Beispiel eine Mikrowelle oder eine Waschmaschine.  Doch hat das Zusammenleben mit deinem Partner auch einige Nachteile hinsichtlich deiner Ausgaben. Denn es erfordert einen erhöhten Kommunikationsaufwand. Du solltest dich nämlich mit deinem Partner abstimmen, welche Ausgaben ihr von eurem gemeinsamen Geld tätigt. Denn nicht allzu selten kann ein riesen Streit entstehen, wenn du etwas ohne Abstimmung von eurem gemeinsamen Geld kaufst. Solltest du zum Beispiel auf die Idee kommen einen Staubsaugerroboter von eurem gemeinsamen Geld zu kaufen, kann dies dem eigenen Partner missfallen, auch wenn euch beiden diese Anschaffung Arbeit abnehmen kann.  Nichtsdestotrotz hat das Zusammenleben in Punkto Ausgaben seine Vorzüge. Weitere Dinge, die du hinsichtlich deiner Ausgaben mit deinem Partner beachten solltest, findest du in der KreativChecklist.

Zusammenleben mit deinem Partner und dein Vermögen

Auch auf dein Vermögen kann das Zusammenleben mit deinem Partner einen großen Einfluss haben. Denn durch das gemeinsame Bestreiten des Unterhalts bleibt dir am Ende des Monats in der Regel mehr Geld zur Verfügung. Dieses Geld kannst du in dein Vermögen überführen. Nutze deshalb das zusätzliche Geld, um es zu investieren. Stimme dich aber auch in diesem Punkt mit deinem Partner ab und plane sinnvoll. Kläre am besten frühzeitig mit deinem Partner, wofür ihr in Zukunft euer Vermögen benötigt. Möchtest du das Vermögen nutzen, um dir ein passives Einkommen zu schaffen und früher in Rente gehen zu können? Möchtest du dir mit deinem Partner ein eigenes Haus kaufen? Benötigt ihr ein Großteil eures Vermögens für eine prunkvolle Hochzeit? Wie geht ihr damit um, wenn jemand von euch mehr Vermögen mitbringt in die Beziehung? Schließlich kann es sein, dass dein Partner eine Menge Vermögen geerbt oder geschenkt bekommen hat, oder sich bereits mehr im Laufe des Lebens zurückgelegt hat. Auch hier ist Kommunikation wieder das A und O für den finanziellen Erfolg.

Zusammenleben mit deinem Partner und deine Verbindlichkeiten

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten teilst du dir in der Regel deine Kosten mit deinem Partner. Hierzu gehören zum Beispiel die Miete, die Nebenkosten, Versicherungen und andere Haushaltskosten. Du solltest mit deinem Partner jedoch frühzeitig besprechen, wer von euch beiden die notwendigen Verträge schließen soll. Möchtest du zum Beispiel allein den Mietvertrag unterschreiben, soll dein Partner den Mietvertrag unterschreiben oder möchtet ihr den Mietvertrag beide unterschreiben? Dies gilt auch für alle anderen Verträge. Denn für den Fall, dass es mit dem Zusammenleben nicht funktioniert, solltet ihr euch darüber einig sein, wie ihr eure Verbindlichkeiten weiterbezahlen möchtet. Wieder ist es wichtig, frühzeitig miteinander über das Thema Finanzen und eure Verträge zu sprechen. Natürlich denkt jeder nur ungern darüber nach, was passiert, wenn es mit dem Partner nicht funktionieren sollte. Aber umso ärgerlicher ist es im Nachhinein, wenn man vom Partner abserviert wird und gleichzeitig auch noch auf den ganzen Kosten hängen bleibt. Weitere Tipps hinsichtlich eurer Verbindlichkeiten erhaltet ihr in der KreativChecklist.

Deine Volljährigkeit und deine Finanzen auf einen Blick

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Zusammenleben mit dem Partner viele finanzielle Vorteile mit sich bringt. Ihr teilt euch die Kosten und habt mehr Geld zur Verfügung, welches ihr sparen könnt. Andererseits erfordert das Zusammenleben in punkto Finanzen auch deutlich mehr Kommunikation und Abstimmung. Ihr solltet wichtige Fragen gemeinsam klären. Nachfolgend möchte ich die Auswirkungen deines Berufslebens auf deine Einnahmen und Ausgaben sowie dein Vermögen und deine Verbindlichkeiten in einer Grafik für dich zusammenfassen:

7 Dein Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen
Dein Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen

 

KreativChecklist für den finanziellen Erfolg zum Zusammenleben mit deinem Partner

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

  • Einnahmenchecklist:

    • Kläre mit deinem Partner, wie ihr eure gemeinsamen Einnahmen aufteilen wollt.
    • Schaffe gemeinsam mit deinem Partner Transparenz über eure Einnahmen.
    • Wenn ein Partner mehr verdient als der andere, sollte es für ihn okay sein, auch etwas mehr Geld zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizusteuern.
  • Ausgabenchecklist:

    • Kläre mit deinem Partner, wie ihr eure gemeinsamen Ausgaben aufteilen wollt.
    • Schaffe gemeinsam mit deinem Partner Transparenz über eure Ausgaben und führt ein gemeinsames Haushaltsbuch.
    • Eröffnet ein Gemeinschaftskonto für eure Haushaltsausgaben, um gemeinsame Ausgaben im Blick zu haben. Nutzt dafür unseren Girokontenvergleich für ein Gemeinschaftskonto.
    • Stimme dich mit deinem Partner ab, bevor du unnötige Anschaffung besorgst und damit einen Streit erzeugst.
  • Vermögenschecklist:

    • Triff früh in deiner Beziehung klare Vereinbarungen, wie du bei einer möglichen Trennung mit gemeinsamen Sachwerten und Vermögen verfahren möchtest.
    • Lernt voneinander in Punkto Finanzen und investiert beide gemeinsam.
    • Setzt euch Ziele, für die ihr gemeinsam Vermögen aufbauen wollt (z.B. ein gemeinsames Haus).
  • Verbindlichkeitenchecklist:

    • Triff früh in deiner Beziehung klare Vereinbarungen, wie du bei einer möglichen Trennung mit den Verbindlichkeiten verfahren möchtest.
    • Lasst euch beide in Verträge eintragen, sodass einer bei einer möglichen Trennung nicht das Nachsehen hat.
    • Leiht euch kein Geld voneinander, um nicht voneinander abhängig zu sein.
    • Nutzt spezielle Partnerangebote bei Versicherung. Spare Beiträge durch einen gemeinsamen Vertrag bei der Auslandsreisekranken-, Hausrat-, und Privathaftpflichtversicherung.

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen des Zusammenlebens mit deinem Partner auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der siebten meiner dreizehn Lebensstationen: Deiner Ehe. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Kostenloses eBook – Die besten Finanzblogs* https://kreativ-investieren.de/die-besten-finanzblogs/ https://kreativ-investieren.de/die-besten-finanzblogs/#respond Fri, 11 Oct 2019 07:16:45 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4142 Wovon handelt das Buch? Das kostenlose eBook „Die besten Finanzblogs“ stellt dir, wie der Name schon sagt, die besten Finanzblogs im deutschsprachigen Raum vor. Das Buch wurde von Alexander Wolf ...

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Wovon handelt das Buch?

Das kostenlose eBook „Die besten Finanzblogs“ stellt dir, wie der Name schon sagt, die besten Finanzblogs im deutschsprachigen Raum vor. Das Buch wurde von Alexander Wolf verfasst und befindet sich nunmehr in der 3. Auflage. Alexander Wolf betreibt den lesenswerten Blog aktien-kaufen-fuer-anfaenger.de, welcher sich auf die Geldanlage in Aktien spezialisiert. In seinem Buch stellt euch Alexander zahlreiche Finanzblogs vor, welche er in vier verschiedene Blog-Kategorien einteilt:

  1. Finanzen & Geldanlage allgemein: Blogs mit allgemeinen Finanzinfos und -news für Privatanleger. Darunter zum Beispiel Artikel zu den Themen „Börse“, „Geldanlage“ und „finanzielle Freiheit“. Mit dabei sind unter anderem befreundete Blogs von uns wie zum Beispiel der Finanzfisch und Lady Invest. Auch wir sind stolzer Kandidat in dieser Blog-Kategorie.
  2. Dividenden-Aktien: Blogs, die sich schwerpunktmäßig um das Thema „Dividenden-Strategie“ bzw. „Dividenden-Aktien“ drehen. Unter dieser Kategorie stellt Alexander zum Bespiel unseren befreundeten Finanzblog Finanzielle Freiheit mit Dividenden vor.
  3. Value-Aktien: Blogs die sich schwerpunktmäßig um das Thema „Value-Strategie“ bzw. „Value-Aktien“ drehen.
  4. Aktien & Börse allgemein: Blogs, die sich schwerpunktmäßig um das Thema „Aktien & Börse allgemein“ drehen. Mit an Bord sind auch unsere befreundeten Blogs langfristig-gedacht und ETF-Blog.com.

Finanzblogkategorien

Warum solltest du das Buch lesen?

Du solltest das Buch lesen, weil es dir

  • transparente Auswahlkriterien für Finanzblogs liefert
  • einen guten Überblick über passionierte und tolle Finanzblogs im deutschsprachigen Raum bietet
  • dir tolle Informationsquellen für deine nächsten Investments liefert

 

Für wen eignet sich dieses Buch?

Das Buch eignet sich vor allem für

  • Neulinge in der Welt der Finanzen, um sich das richtige finanzielle Mindset anzueignen.
  • Anleger die sich für Dividenden-Aktien interessieren
  • Neulinge, welche sich über Value-Investing informieren möchten
  • Neulinge an der Börse, welche beginnen möchten in Aktien zu investieren

 

Das KI-Bücher-Rating

In unserem KI-Bücher-Rating erhält “Die besten Finanzblogs” 4 von 5 Sternen.

4 Sterne

 

Ein Kurzprofil des Buches

Titel: Die besten Finanzblogs (3. Auflage)
Autor: Alexander Wolf
Format: eBook
Seitenanzahl: 59
Erscheinungsdatum: 10/2019
Sprache: Deutsch
Link auf Blog: aktien-kaufen-fuer-anfaenger.de

Die besten Finanzblogs Cover

 

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Das Spiel des Lebens: Station 6 – Dein Berufsleben und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-berufsleben/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-berufsleben/#respond Sat, 05 Oct 2019 07:00:06 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3210 Deine Reise zur sechsten meiner dreizehn Lebensstationen – dein Berufsleben! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein ...

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Deine Reise zur sechsten meiner dreizehn Lebensstationen – dein Berufsleben!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur sechsten meiner dreizehn Lebensstationen, deinem Berufsleben. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deines Berufslebens auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019
6 Berufsleben
Das Spiel des Lebens: Station 6 – Dein Berufsleben

 

Arbeit ist das halbe Leben!

Das Berufsleben ist der Lebensabschnitt, der mit einer anfänglichen Geschäftstätigkeit beginnt (z.B. ein Praktikum) und dem Eintritt in die Rente endet. In Deutschland dauert dieser Lebensabschnitt in der Regel 40 Jahre. Wie Großmutter schon sagt: „Arbeit ist das halbe Leben“. Eine Erhebung des Statistischen Bundesamt zeigt, dass wir 41 Stunden pro Woche auf unserer Arbeit verbringen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du im Normalfall über 25% deines Lebens auf deiner Arbeit bist. Während dieser Zeit bietet dir das Berufsleben zahlreiche Möglichkeiten und Herausforderungen. Auf der einen Seite darfst du dein Können unter Beweis stellen und dir einen guten Lebensstandard erarbeiten. Auf der anderen Seite musst du regelmäßig Disziplin beweisen, um deinen Lebensstandard halten zu können. Du siehst also, dein Berufsleben ist wie zwei Seiten einer Medaille. Unterdies spielen auch deine Finanzen eine wichtige wechselseitige Rolle mit deinem Berufsleben. Denn einerseits hat dein Berufsleben nicht nur drastische Auswirkungen auf deine Finanzen, sondern andererseits haben deine Finanzen häufig auch einen großen Einfluss auf dein Berufsleben. Dies nenne ich gerne das Hamsterrad-Paradox. Was ich hiermit genau meine, erkläre ich dir im weiteren Verlauf dieses Beitrags.

Dein Berufsleben und deine Einnahmen

Im Rahmen deiner Schulausbildung lernst du nur sehr wenig darüber, wie du im Laufe deines Berufslebens Geld verdienen kannst. Aus diesem Grund möchte ich dir zunächst einmal aufzeigen, welche Einnahmequellen es für dich gibt. Denn unser Schulsystem bereitet uns lediglich darauf vor gute Arbeitnehmer zu sein. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Möglichkeiten im Leben Einnahmen zu erzielen. Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle den Cashflow-Quadranten von Robert Kiyosaki vorstellen, welcher vier mögliche Einnahmequellen betrachtet. Erstens kannst du Einnahmen als Arbeitnehmer bei einer Firma generieren. In diesem Fall bekommst du für deine Arbeitskraft ein regelmäßiges Gehalt ausgezahlt. Zweitens kannst du als Selbstständiger deine Arbeitskraft an deine Kunden verkaufen. In diesem Fall bekommst du Geld von deinen Kunden. Drittens kannst du Gesellschafter eines Unternehmens sein und regelmäßig Gewinnausschüttungen erwirtschaften. Dieses Unternehmen beteiligt dich am Gewinn, weil du es in der Regel mit aufgebaut hast. Und viertens, kannst du als Investor regelmäßige Erträge durch die Anlage deines Geldes in verschiedene Geldanlageprodukte einnehmen. Du erwirtschaftest zum Beispiel regelmäßig Mieteinnahmen, Dividendenausschüttungen oder Zinserträge. In jedem dieser vier Quadranten kannst du erfolgreich Einnahmen erzielen. Setze dich früh damit auseinander, mit welchen Quadranten du während deines Berufslebens Einnahmen erzielen möchtest. Paul und ich haben uns dazu entschlossen langfristig alle vier Quadranten zu nutzen. Weiter unten in der KreativChecklist haben wir weitere hilfreiche Ideen in Bezug auf dein Berufsleben und deine Einnahmen gesammelt. Schau also gerne mal rein.

Cashflow-Quadrant
Cashflow-Quadrant

 

Dein Berufsleben und deine Ausgaben

Eine Studie von Gehalt.de aus dem Jahr 2018 zeigt, dass das Jahreseinkommen mit ansteigendem Alter immer weiter zunimmt. Mit 20 Jahren liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen bei 30.025€. Bis zum Lebensalter von 60 Jahren wächst das Einkommen auf 50.064€ an. Parallel zum steigenden Einkommen wachsen meistens auch die Ausgaben von Berufstätigen. Leider begehen die meisten Menschen beim Einstieg in das Berufsleben den großen Fehler, den Lebensstandard sofort drastisch zu erhöhen. Man kauft sich plötzlich ein Auto, einen größeren Fernseher und lässt mehr Geld für einen Urlaub springen. An dieser Stelle geben sich die meisten Menschen dem Konsum hin und verprassen ihr ganzes Geld für sinnlose Konsumausgaben. Deshalb solltest du diesen Fehler während dieser Station in deinem Leben vermeiden und deine Ausgaben im Blick haben. Verstehe mich nicht falsch. Es geht mir nicht darum, dass du das Geld nicht ausgeben sollst. Aber du solltest dir ein Überblick über deine Ausgaben verschaffen und diese bewusst planen. Ich habe zu Beginn meines Berufslebens damit angefangen ein Haushaltsbuch zu führen, um meine Einnahmen und Ausgaben zu planen. Dieses Haushaltsbuch stelle ich dir hier zum Download zu Verfügung. Mit diesem Haushaltsbuch zwinge ich mich dazu, mir bewusst zu machen, wofür ich mein Geld ausgebe. Denn ein Ziel von dir sollte es sein, ein Teil des Geldes in dein Vermögen zu investieren. Hierzu mehr im nächsten Abschnitt. Weitere Tipps zu deinem Berufsleben und deinen Ausgaben findest du unten in der KreativChecklist.

Dein Berufsleben und dein Vermögen

Das Berufsleben ist ein wichtiger Faktor zum Ausbau deines Vermögens. Denn deine Einnahmen kannst du regelmäßig in dein Vermögen überführen. So schaffst du Vermögenswerte, die dir ein passives Einkommen sichern. Mit anderen Worten wirst du automatisch zum Investor, da du durch Investitionen in dein Vermögen zusätzliche passive Einnahmen schaffst.  Damit ich selbst bewusst Geld in mein Vermögen überführe, habe ich zu Beginn meines Berufslebens damit begonnen ein 3-Kontensystem aufzubauen. Das 3-Kontensystem besteht aus einem Haushaltskonto, einem Spaßkonto und einem Investitionskonto. Das Haushaltskonto ist wie der Name schon sagt für Haushaltsausgaben gedacht. Mit dem Geld auf dem Spaßkonto mache ich wonach mir ist. Das Investitionskonto verwende ich für die Kapitalanlage und zur Schaffung von Vermögenswerten. Einen großen Teil des Geldes investiere ich in mein Vermögen, um mir so langfristig ein passives Einkommen aufzubauen. Jedoch beschränke ich mich mit meinem Investitionskonto nicht allein auf Investitionen in ökonomisches Kapital. Stattdessen verwende ich das Geld von meinem Investitionskonto auch, um in andere Kapitalklassen zu investieren: Physiologisches Kapital (z.B. meine Gesundheit), Soziales Kapital (z.B. mein soziales Umfeld), Intellektuelles Kapital (z.B. meine Bildung) und Symbolisches Kapital (z.B. meinen Ruf). Denn sowohl deine Gesundheit, dein soziales Umfeld, dein Bildungsstandard und dein Ruf sind wichtig zur Schaffung von Vermögenswerten. Weitere wichtige Ideen zu deinem Berufsleben und deinem Vermögen findest du in der KreativChecklist.

Dein Berufsleben und deine Verbindlichkeiten

Wenn Menschen erst einmal einen Beruf aufnehmen, dann hat das leider oft auch einen großen Einfluss auf ihre Verbindlichkeiten. Denn ähnlich wie bei den Ausgaben, steigen auch die regelmäßigen zu zahlenden Verbindlichkeiten weiter an. Wiedermals geben sich viele Menschen voll und ganz dem Konsum hin und kaufen sich zu Beginn ihres Berufslebens ein neues Auto, einen neuen Fernseher, eine neue Wohnungseinrichtung oder buchen einen teuren Urlaub. Und das alles auf Pump. „Kreditfinanzierung“ und „0%-Finanzierung“ sind hier die Stichwörter. An dieser Stelle möchte ich das Hamsterrad-Paradoxon wieder aufgreifen. Du weißt, dass du während deines Berufslebens monatlich einen Geldbetrag von zum Beispiel 1.500€ zur Verfügung haben wirst. Obwohl du diesen Geldbetrag nicht besitzt, gehst du nun eine Kreditfinanzierung ein. Du kaufst dir zum Beispiel ein neues Auto für 5.000€ und bezahlst jeden Monat 250€ an den Autohändler zurück. Damit du diese 250€ zukünftig weiterhin zurückbezahlen kannst, bist du jedoch auf die Einnahmen aus deinem Job angewiesen. Du kannst nun nicht ohne weiteres deinen Job kündigen oder wechseln, wenn dieser nicht das gleiche Geld einspielt. Dein Verhalten führt dazu, dass du nun wie ein Hamster im Hamsterrad gefangen bist. Deshalb vermeide es Verbindlichkeiten einzugehen. Weitere wichtige Tipps zu deinem Berufsleben und deinen Verbindlichkeiten findest du in den KreativTipps.

Dein Berufsleben und deine Finanzen auf einen Blick

Wie du siehst eröffnet dir das Berufsleben zahlreiche Möglichkeiten deine Einnahmen und dein Vermögen zu maximieren. Du solltest jedoch auch darauf achten, deine Ausgaben und Verbindlichkeiten möglichst gering zu halten, um nicht in einem Job gefangen zu sein. Nachfolgend möchte ich die Auswirkungen deines Berufslebens auf deine Einnahmen und Ausgaben sowie dein Vermögen und deine Verbindlichkeiten in einer Grafik für dich zusammenfassen:

 

6 Dein Berufsleben und deine Finanzen
Dein Berufsleben und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zu deinem Berufsleben

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Schöpfe aus mehreren Einnahmequellen als Arbeitnehmer, Selbstständiger, Gesellschafter oder Investor oder fokussiere dich sehr stark auf einen Bereich, in dem du gut bist.
    • Spezialisiere dich und bilde dich weiter, um höhere Einnahmen verlangen zu können.
    • Vergleiche dein Gehalt regelmäßig mit dem üblichen Marktstandards, indem du dich bei anderen Firmen bewirbst. Hierbei helfen dir Jobportale wie
    • Verhandele dein Gehalt regelmäßig neu.
    • Es ist erwiesen, dass regelmäßige Berufswechsel zur Steigerung des Gehalts beitragen. Denn die Gehaltssprünge bei einem Jobwechsel sind oftmals höher, als wenn du deinen aktuellen Job behältst. Nutze deshalb zum Beispiel Jobportale wie Joblift, um interessante Jobs für dich zu finden
  • Ausgabenchecklist:

      • Steigere deine Ausgaben nicht mit deinem ersten Einkommen.
      • Führe ein Haushaltsbuch, um deine Ausgaben im Blick zu haben oder nutze Finanzapps oder Bankingapps zur Überwachung deiner Ausgaben. Du kannst auch gerne unser Excel-Haushaltsbuch verwenden, um deine Ausgaben zu überwachen.
      • Baue dir ein 3-Kontensystem auf. Dieses System beinhaltet ein Haushaltskonto, eine Spaßkonto und ein Investitionskonto. Mit dem Haushaltskonto bezahlst du deine Haushaltskosten, mit dem Spaßkonto machst du wonach dir ist und mit dem Investitionskonto sparst du Geld für deine Zukunft. Eröffne dir möglichst drei Konten ohne Kontoführungsgebühren. Hierzu kannst du unseren Girokontenvergleichsrechner
      • Überprüfe ob dein Girokonto noch immer kostenlos ist. Ansonsten wechsele zu einer Direktbank. Diese kann dir ein kostenloses Girokonto anbieten, sodass du keine Kontoführungsgebühren mehr bezahlst. Hierzu kannst du unseren Girokontenvergleichsrechner
  • Vermögenschecklist:

    • Führe eine Privatbilanz, um zu sehen, wie sich dein Vermögen im Laufe der Zeit entwickelt. Am besten ist es, wenn du diese Privatbilanz wie ein Unternehmen jährlich pflegst. Dann kannst du deine jährlichen Fortschritte bei deinem Vermögensaufbau deutlich erkennen.
    • Investiere dein Geld nicht nur in dein Ökonomisches Kapital (deine Finanzen oder Investitionen). Investiere z.B. auch regelmäßig in folgende Kapitalklassen
      • dein Physiologisches Kapital (z.B. deine Gesundheit)
      • dein Soziales Kapital (z.B. dein soziales Umfeld)
      • dein Intellektuelles Kapital (z.B. deine Bildung) und
      • dein Symbolisches Kapital (z.B. deinen Ruf)
    • Denke am besten schon jetzt an deine Altersvorsorge, denn dein Rentenniveau wird langfristig sinken. Das bedeutet, du wirst deutlich weniger gesetzliche Rente bekommen, als deine Eltern. Kümmere dich deshalb vor allem um den Vermögensaufbau weiterer Altersvorsorgeprodukte wie zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente oder private Altersvorsorge.
      • Säule 1: Gesetzliche Rente
        • Prüfe, ob und wie viel Rente du aus deiner gesetzlichen Rentenversicherung oder aus einem Versorgungswerk erwarten kannst.
        • Schaue am besten regelmäßig auf deine Renteninformation, um deinen zusätzlichen finanziellen Bedarf im Alter abzuschätzen.
        • Mit freiwilligen Beiträgen zur gesetzlichen Rente kannst du deine zukünftige Rente erhöhen oder den Anspruch auf deine Rente aufbauen. Dies sollten besonders Mütter in Erwägung ziehen, die pro Kind zwölf Monate Rentenanspruch erhalten.
      • Säule 2: Betriebliche Altersvorsorge
        • Informiere dich bei deinem Chef oder deiner Personalabteilung darüber, welche Art von betrieblicher Altersvorsorge deine Firma anbietet.
        • Wenn dein Arbeitgeber diese Versorgung finanziert, schließe diese ab.
        • Wenn dein Arbeitgeber dir nichts anbietet, dann weise ihn auf dein Recht zur Entgeltumwandlung hin. Seit 2019 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet 15% zu deiner Altersvorsorge beizutragen
        • Wenn du den Arbeitgeber in Zukunft häufiger wechselst, dann überlege, ob du überhaupt die betriebliche Altersvorsorge nutzen möchtest. Denn diese Verträge lassen sich nicht immer zum neuen Arbeitgeber mitnehmen.
        • Prüfe dann alternative Vorsorgeprodukte wie zum Beispiel die Riester-Rente oder eine flexible Geldanlage.
      • Säule 3: Private Altersvorsorge
        • Riester-Rente
          • Prüfe ob ein Riestervertrag für dich infrage kommt und welche Riester-Form zu deiner Situation passt. Man unterscheidet zwischen klassischen Produkten, Fondprodukten, Banksparlänen und Wohn-Riester-Produkten.
        • Flexible Geldanlage
          • Möchtest du deine Altersvorsorge direkt in ETFs anlegen, eröffne ein Depot ohne Depotführungsgebühren und mit vergleichsweise günstigen Konditionen für einen ETF-Sparplan.
          • Wähle dann einen günstigen, weltweit ausgelegten ETF, zum Beispiel einen, der den MSCI World oder den MSCI All Countries World abbildet und richte einen Sparplan mit monatlichen Raten ein
          • Möchtest du dich nicht selbst um die Anlage deiner ETFs kümmern, kannst du dich alternativ nach einer Lebensversicherung ohne Abschlusskosten umsehen, die in ETFs anlegt.
  • Verbindlichkeitenchecklist:

            • Vermeide Kredit- oder 0%-Finanzierungen, denn sie machen dich abhängig von deinem Beruf und du bist gefangen im Hamsterrad.
            • Privathaftpflichtversicherung: Mit dem Eintritt in dein Berufsleben bist du nicht mehr über die Privathaftpflicht deiner Eltern versichert. Eine Privathaftpflichtversicherung versichert dich gegen Schadensersatzforderungen. Nutze dazu gerne unseren Privathaftpflichtrechner.
            • Berufsunfähigkeitsversicherung: Prüfe, ob sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung für dich lohnt. Sie sichert deine Arbeitseinkommen im Falle der Berufsunfähigkeit ab.
            • Private Krankenversicherung: Prüfe, ob sich eine private Krankenversicherung für dich lohnt. Eine private Krankenversicherung kannst du stand 2019 ab einem Bruttojahreseinkommen von über 60.750€ abschließen. Lasse dich zu diesem Thema doch einfach mal kostenlos beraten. Hierfür stehen dir unter anderen Anbieter wie xxx und xxx zu Verfügung.
            • Rechtsschutzversicherung: Prüfe, ob sich eine Rechtsschutzversicherung für dich lohnt. Sie deckt die Kosten im Falle eines gerichtlichen Verfahrens ab. Nutze hierzu auch gerne unseren Rechtsschutzrechner.
            • Mache regelmäßig deine Steuererklärung und investiere ein wenig Zeit darin. Denn in der Regel bekommen Arbeitnehmer für ihre Steuererklärung beträchtliche Steuerrückzahlungen, wenn ihnen Werbungskosten anfallen

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deines Berufslebens auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der siebten meiner dreizehn Lebensstationen: Deinem Zusammenleben mit deinem Partner. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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Unternehmensanleihen – Eine lukrative Alternative zu Aktieninvestments?* https://kreativ-investieren.de/unternehmensanleihen-eine-lukrative-alternative-zu-aktieninvestments/ https://kreativ-investieren.de/unternehmensanleihen-eine-lukrative-alternative-zu-aktieninvestments/#respond Fri, 04 Oct 2019 11:00:47 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4127 In unserem Blog haben wir mittlerweile schon einige Investitionsformen vorgestellt, die dazu beitragen können, dem Ziel der finanziellen Freiheit näher zu kommen. Besonders häufig haben wir uns bisher mit Aktien, ...

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In unserem Blog haben wir mittlerweile schon einige Investitionsformen vorgestellt, die dazu beitragen können, dem Ziel der finanziellen Freiheit näher zu kommen. Besonders häufig haben wir uns bisher mit Aktien, Immobilien und auch Privatkrediten beschäftigt. Heute möchten wir euch eine weitere Investitionsart anhand der SME AG aus Sachsen vorstellen: die Unternehmensanleihe.

Ein Beispiel aus der Praxis: Unternehmensanleihen der SME AG aus Sachsen

Deutschland ist im internationalen Vergleich eine der führenden Industrienationen. Insbesondere die Automobilindustrie stellt den Motor unseres wirtschaftlichen Erfolges dar. In diesem industriellen Umfeld herrscht ein großer Bedarf an knappen Rohstoffen. Der Vorteil unserer globalisierten Welt ist, dass wir unsere Bedarfe nach Ressourcen auch über Ländergrenzen hinweg befriedigen können. Häufig werden diese Rohstoffe daher aus fernen Schwellenländern importiert. Die Kehrseite der Medaille ist dabei, dass in besagten Schwellenländern oft die sozialen Verhältnisse, unter denen die Rohstoffe abgebaut werden, nicht unseren westlichen Standards entsprechen. Auch das politische Umfeld ist dort zuweilen als instabil anzusehen. Als Konsequenz daraus ergibt sich unter Umständen ein gefährliches Abhängigkeitsverhältnis. Das sächsische Unternehmen „Saxony Minerals & Exploration AG“ (SME AG) versucht in diesem Zusammenhang mittels einer Unternehmensanleihe die lokale Wirtschaft zu fördern und gleichzeitig die Abhängigkeit zu anderen Ländern zu reduzieren. Denn die SME AG möchte mittels Unternehmensanleihen am Standort Pöhla den Bergbau im Erzgebirge aus seinem Dornröschenschlaf befreien und den Standort Deutschland zu mehr Wettbewerbsfähigkeit im Rohstoffmarkt verhelfen. Ganz nebenbei bietet sich interessierten Anlegern eine gute Investitionsmöglichkeit. Doch bevor wir näher darauf eingehen, ob sich eine Unternehmensanleihe im Bereich Bergbau im Erzgebirge für Investoren lohnen könnte, möchten wir euch erst einmal erklären was eine Unternehmensanleihe überhaupt ist.

Wie war das nochmal mit den Kapitalmärkten?

Die Funktion einer Unternehmensanleihe ist dem Grundprinzip von Aktien relativ ähnlich. Aktien (allerdings etwas anders, als wir sie heute kennen) sind Anfang des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden entstanden. Als erstes börsennotiertes Unternehmen ist dabei die VOC (Vereinigte Ostindische Kompanie) in die Geschichtsbücher eingegangen. Damals hatten sich niederländische Kaufleute zusammengeschlossen und sammelten von privaten Investoren Gelder ein, um eine Schiffsflotte finanzieren zu können. Das Unternehmen konnte auf diese Art, die notwendigen Investitionen tätigen, um in den äußerst lukrativen Handel mit Gewürzen einzusteigen. Dieses Geschäft versprach zwar üppige Renditen, erforderte jedoch einen hohen Kapitaleinsatz. Für einen einzelnen Investoren wäre die Unternehmung daher wohl nicht realisierbar gewesen. Für das Kollektiv der Geldgeber hat sich die Investition im Nachhinein allerdings sehr gelohnt. Sie wurden, gemäß der von ihnen erworbenen Anteile, am Gewinn beteiligt und konnten große Renditen erzielen. Heutzutage erfreuen sich Investitionen in Aktien – sei es in Einzelwerte oder ETFs- immer größerer Beliebtheit. Auch ganz normale „Durchschnittsverdiener“ vertrauen vermehrt auf die Möglichkeiten, die ihnen eine Investition in die Kapitalmärkte eröffnet – insbesondere in Zeiten der lang anhaltenden Niedrigzinspolitik der internationalen Notenbanken.

Was ist eigentlich eine Unternehmensanleihe und was hat ein Investor davon?

Auch bei Unternehmensanleihen geht es darum, dass der Emittent (also der Herausgeber) häufig Geld für seine Investitionsvorhaben einsammeln möchte. Neben klassischen  Finanzierungsinstrumenten (wie z.B. einem Kredit), handelt es sich dabei also um ein weiteres Instrument der Mittelbeschaffung. Das Grundprinzip ist relativ simpel. Ein Unternehmen identifiziert eine vielversprechende Geschäftsidee und benötigt Finanzmittel, um diese Idee umzusetzen. Der festgestellte Kapitalbedarf wird dann in Form einer Anleihe platziert. Das bedeutet, dass die angestrebte Gesamtsumme in kleinere (leicht handelbare) Stücke aufgeteilt wird. Bei Unternehmensanleihen im Mittelstand, wird diese Stückelung meistens in Schritten von 1.000€ vorgenommen. Der durch die Anleiheemission zu deckende Kapitalbedarf beträgt dabei in der Regel zwischen 15 und 150 Millionen Euro. Angenommen ein Unternehmen benötigt also 15 Millionen Euro und nimmt eine Stückelung von jeweils 1000€ vor, dann müssten also 15.000 Anteile am Markt platziert werden. Die Abwicklung einer solchen Emission erfolgt aber meistens nicht durch das Unternehmen selbst, sondern durch eine Bank, die als Vermittler auftritt. Die Bank ist also in den meisten Fällen das Bindeglied zwischen dem Unternehmen und den interessierten Anlegern. Die Anleger haben so die Möglichkeit eine definierte Anzahl von Anteilen zu einem festgelegten Nominalwert (z.B. 1.000€, auch Basiswert oder Nennwert genannt) zu erwerben. Damit verpflichtet sich der Anleger, dem Unternehmen die Summe für einen festgeschriebenen Zeitraum (durchschnittlich 5-15 Jahre) zu überlassen. Im Gegenzug erhält der Anleger für seine Investition in regelmäßigen Abständen vorab definierte fixe Zinsen (auch Kupon genannt). Die Zinsen werden meistens jährlich ausbezahlt. Die Anfangsinvestition wird am Ende der Laufzeit der Anleihe von dem Unternehmen an den Anleger zurückgezahlt. Zu erwähnen ist dabei, dass ein gewisses Risiko in einer solchen Investition steckt. Hier liegt das sogenannte Emittentenrisiko vor. Im Klartext bedeutet das, dass die Investitionssumme nur zurückgezahlt werden kann, wenn das besagte Unternehmen finanziell dazu in der Lage ist.

Warum emittieren einige Unternehmen Anleihen statt Aktien?

Einige unter euch werden sich nun fragen, warum Unternehmen sich dazu entscheiden Anleihen zu emittieren. Wenn schließlich schon der Gang an die Kapitalmärkte getätigt wird, dann könnten ja beispielsweise auch Aktien zur Unternehmensfinanzierung ausgegeben werden. Der Teufel steckt dabei im Detail. Im Gegensatz zu verzinslichen Unternehmensleihen, stellen Aktien Unternehmensanteile dar. D.h., dass Aktionäre im gewissen Maße auch bei unternehmerischen Entscheidungen mit eingebunden werden müssen. Außerdem kann es sein, dass die Aktionäre eine jährliche Gewinnbeteiligung (Dividende) erwarten. Das Geld, das im Rahmen der Gewinnbeteiligung an die Aktionäre ausgeschüttet wird, steht dann dem Unternehmen nicht mehr für etwaige Investitionen zur Verfügung. Aus Unternehmensperspektive, kann das Mitspracherecht der Aktionäre und die Forderung nach einer regelmäßigen Dividende also durchaus als belastend empfunden werden. Theoretisch bliebe auch noch die Finanzierung durch einen klassischen Kredit. Das Problem dabei ist, dass als Folge der letzten Finanzkrise, viele Banken per Gesetz dazu gezwungen sind, besonders strikte Kriterien bei der Kreditvergabe anzuwenden. Für vermeintlich risikoreichere Investitionen wird es daher zunehmend schwerer einen Kredit zu erhalten. Bleibt also für Unternehmen noch die Möglichkeit der Anleiheemission. Eine Anleihe ist für das Unternehmen zwar wahrscheinlich etwas teurer als ein konventioneller Kredit, dafür etwas leichter zu realisieren. Gegenüber Aktien besteht der große Vorteil darin, dass die Anleger keine Mitspracherechte erhalten, sondern sich mit dem vorab festgelegten Zins begnügen müssen. Die mit der Anleihe verbundenen Kosten sind daher sehr gut vorhersagbar.

Bergbau im Erzgebirge – könnte sich das für Investoren lohnen?

Das Erzgebirge, ganz am östlichen Rande der heutigen Bundesrepublik gelegen, blickt auf eine reiche über 2000-jährige Bergbaugeschichte zurück. In den letzten Jahrzehnten ist es jedoch etwas ruhiger geworden. Dies will die SME AG ändern. Das Unternehmen stützt sich auf Untersuchungen, die schon zu DDR-Zeiten angefertigt wurden. Seinerzeit war man im Erzgebirge auf der Suche nach lukrativen Uranvorkommen, stieß dabei allerdings im Wesentlichen auf Wolfram, Fluorit und Zinn. Nun möchte die SME AG am Standort Pöhla den Bergbau im Erzgebirge aus seinem Dornröschenschlaf befreien. Seit Ende April 2019 wurden bereits aus einem Erkundungsschacht in 175m Tiefe mehrere 100t wolfram- und fluorithaltigen Erzes gewonnen und erfolgreich aufbereitet. Die erste Phase des Projektes ist damit abgeschlossen. Nun soll mittels einer Unternehmensanleihe die zweite Phase des Projektes finanziert werden. Geplant ist die Errichtung einer 2100m langen Rampe, die bis in eine Tiefe von ca. 400m vordringen soll. Außerdem soll eine passende Aufbereitungsanlage finanziert und in Betrieb genommen werden. Durch das Vorhaben werden schätzungsweise mehr als 100 Arbeitsplätze in einer ansonsten strukturschwachen Region geschaffen. Es handelt sich beim Beispiel der SME AG also um eine klassische Situation, für die eine Unternehmensanleihe als geeignet erscheint. Es besteht ein relativ großer Kapitalbedarf, der zunächst einmal gedeckt werden muss, damit eine Geschäftsidee verwirklicht werden kann. Dem Anleger winken bei dieser Investition Zinseinnahmen von 7,5% pro Jahr. Die Unternehmensanleihe wird voraussichtlich am 17. Oktober 2019 über die BankM an der Börse Frankfurt emittiert. Wer Interesse an einer Investition hat, kann nähere Informationen unter https://www.smeag.de/index.php/de/ finden.

Fazit: Anleihen können eine sinnvolle Ergänzung des eigenen Investitionsportfolios sein

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es neben den bisher in unserem Blog vorgestellten Investitionsmöglichkeiten auch interessant sein kann, sich mit weiteren Anlageklassen zu beschäftigen. Dies kann bei der persönlichen Risikostreuung helfen. In diesem Zusammenhang könnten Unternehmensanleihen interessant sein. Die Grundidee dieser Investitionsform ist, dass Unternehmen zur Finanzierung von Geschäftsideen Geld von Investoren am Kapitalmarkt einsammeln. Die Besonderheit gegenüber Aktieninvestments ist, dass die Investoren keine Mitspracherechte in Unternehmensangelegenheiten haben. Dafür werden sie häufig mit großzügigen und vorab festgelegten Zinsen belohnt. Dadurch ergibt sich für beide Seiten Planungssicherheit. Es gilt allerdings zu bedenken, dass bei Unternehmensanleihen auch ein gewisses Ausfallrisiko bestehen kann. Ist ein Unternehmen mit seinem Vorhaben nicht erfolgreich, kann dies unter Umständen dazu führen, dass das geliehene Geld nicht an die Investoren zurückgezahlt werden kann. Allerdings darf auch nicht jedes Unternehmen nach Belieben eine Anleihe emittieren, sondern muss sich im Vorfeld einer Prüfung durch die verantwortliche Aufsichtsbehörde unterziehen. Dennoch ist es wichtig, sich vorab genau darüber zu informieren, worin das Geld investiert wird. Ganz nebenbei kann so auch bewusst gesteuert werden, wofür das eigene Geld verwendet wird, wie z.B. die Schaffung von Arbeitsplätzen in der eigenen Heimatregion.

 

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Das Spiel des Lebens: Station 5 – Der Auszug bei deinen Eltern und deine Finanzen* https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-auszug-eltern/ https://kreativ-investieren.de/spiel-des-lebens-auszug-eltern/#respond Sat, 28 Sep 2019 07:00:05 +0000 http://kreativ-investieren.de/?p=3208 Deine Reise zur fünften meiner dreizehn Lebensstationen – deinem Auszug bei deinen Eltern! In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in ...

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Deine Reise zur fünften meiner dreizehn Lebensstationen – deinem Auszug bei deinen Eltern!

In meiner mehrteiligen Blog-Beitrag-Serie nehme ich dich mit auf die Reise zu dreizehn finanziell wichtigen Lebensstationen in unserem Leben. Mein Ziel ist es, dir die Auswirkungen jeder Lebensstation auf deine Finanzen aufzuzeigen. Heute nehme ich dich mit zur fünften meiner dreizehn Lebensstationen, deinem Auszug bei deinen Eltern. In diesem Zusammenhang zeige ich dir die Auswirkungen deines Auszugs auf deine Finanzen auf und gebe dir wichtige Tipps für diese Lebensstation mit auf dem Weg. Bevor ich starte, bekommen alle neuen Leser an dieser Stelle eine kurze Übersicht über meine Beitragsserie. Die untere Tabelle und Grafik zeigen dir, welche Lebensstationen ich im Rahmen dieser Beitragsserie adressiere:

    Übersicht über meine Blogbeitragsserie  
Station Titel Veröffentlichung
Einleitung Deine Finanzen von deiner Geburt bis zum Tod 24.08.2019
Station 1 Deine Geburt und deine Finanzen 31.08.2019
Station 2 Deine Kindheit und deine Finanzen 07.09.2019
Station 3 Deine Volljährigkeit und deine Finanzen 14.09.2019
Station 4 Dein erstes eigenes Auto und deine Finanzen 21.09.2019
Station 5 Dein Auszug bei den Eltern und deine Finanzen 28.09.2019
Station 6 Dein Berufsleben und deine Finanzen 05.10.2019
Station 7 Zusammenleben mit deinem Partner und deine Finanzen 12.10.2019
Station 8 Deine Heirat und deine Finanzen 19.10.2019
Station 9 Dein Hauskauf und deine Finanzen 26.10.2019
Station 10 Dein erstes Kind und deine Finanzen 02.11.2019
Station 11 Deine Scheidung und deine Finanzen 09.11.2019
Station 12 Deine Rente und deine Finanzen 16.11.2019
Station 13 Dein Tod und deine Finanzen 23.11.2019

5 Auszug Eltern

Das Spiel des Lebens: Station 5 – Dein Auszug bei deinen Eltern

Endlich Schluss mit Hotel Mama!

Von Zuhause ausziehen, um den Schritt in die erste eigene Wohnung zu machen, ist ein aufregendes Erlebnis im Leben eines jungen Erwachsenen. Der Preis für das selbstständige Leben ist das Ende von „Hotel-Mama“. Für die meisten jungen Menschen ist der Auszug von Zuhause eine großartige Erfahrung. Jedoch bringt von Zuhause ausziehen auch neue Herausforderungen mit sich. Und damit meine ich nicht nur Eigeninitiative beim Kochen, Bügeln, Waschen und Putzen. Auch mit Blick auf die Finanzen kommen neue Herausforderungen auf einen jungen Menschen zu: der Kauf eigener Möbel, die Übernahme von Studiengebühren, das Führen eines eigenen Haushaltes, ein eigener Mietvertrag, ein eigener Telefon- und Internetvertrag, ein Strom- und Gasvertrag, ein Nachsendeauftrag, der Rundfunkbeitrag, eigene Versicherungen für Hausrat und Privathaftpflicht und eventuell ein neuer Job an einem neuen Ort. Diese Dinge können einen jungen Erwachsenen beim Auszug schnell überfordern. Aus diesem Grund beleuchte ich die Auswirkungen der eigenen Wohnung auf deine Finanzen einmal genauer und gebe dir wichtige Tipps mit an die Hand.

Dein Auszug bei den Eltern und deine Einnahmen

Ein Auszug bei den Eltern in eine eigene Wohnung bedeutet erst einmal nicht, dass sich etwas an deinen Einnahmen ändert. Stattdessen dreht die eigene Wohnung erst einmal an der Kostenschraube. Aber dies hängt natürlich mit deiner individuellen Situation zusammen. Wenn du nämlich bei deinem jetzigen Arbeitgeber bleibst, dann wird sich vermutlich an deinem Einkommen nichts ändern. Anders ist es, wenn du beruflich in eine andere Stadt ziehst. Denn bei einem Arbeitgeberwechsel solltest du unbedingt versuchen, ein höheres Gehalt zu verhandeln, welches den Kosten deines neuen Wohnortes gerecht wird. Wenn du für ein Studium von Zuhause ausziehst, dann solltest du dich am besten früh um zusätzliche Einnahmequelle bemühen. Du wirst schnell merken, dass ein eigener Haushalt mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Mache dir deshalb gerade als Student früh Gedanken über kreative Einnahmequellen, um deinen Lebensunterhalt ohne Probleme bestreiten zu können und etwas Geld für später zurücklegen zu können (z.B. durch die Beantragung von BAföG). Ein paar kreative Ideen für Einnahmequellen habe ich für dich in der KreativChecklist zusammengefasst.

Dein Auszug bei den Eltern und deine Ausgaben

Deine einmaligen Ausgaben können mit dem Auszug bei deinen Eltern sehr schnell explodieren. Zu diesen Kosten gehören die Mietkaution, eigene Möbel, eigene Haushaltsgegenstände und sonstige Kosten für die Einrichtung der Wohnung. Die meisten jungen Erwachsenen sind aufgrund fehlender Rücklagen auf die mithilfe der Eltern angewiesen. Allein die Mietkaution beträgt in der Regel drei Grundmieten (Kaltmiete) der Wohnung. Je nachdem ob du in einer WG, einem Wohnheim oder eine eigene Wohnung ziehst, kannst du schnell 1.000€ nur für die Kaution hinterlegen. Zur selben Zeit benötigst du oft auch noch neue Möbel, da die Möbel aus deinem Kinderzimmer ausgedient haben. Für ein neues Bett, neue Kommoden, einen neuen Kleiderschrank, einen Schreibtisch, eine Küchenzeile und weiteren Möbel zahlst du ebenfalls schnell noch einmal 1.500€. Leider ist es mit den Möbeln noch nicht getan. Jetzt kommen natürlich auch noch kleinere Kosten auf dich zu. Denn ohne Haushaltsgegenstände wie Geschirr, Besteck, Mixer, Bügeleisen, Staubsauger, Wischer, Waschmaschine etc. geht es nicht. Wieder ist man schnell bei über 500€. Zu guter Letzt kommen benötigte Elektronikgeräte hinzu, wie zum Beispiel ein Notebook oder ein Fernseher. Je nachdem, was du zu diesem Zeitpunkt schon besitzt oder von deinen Eltern überlassen bekommst, kann schnell eine Summe von 5.000€ zusammenkommen. Deshalb solltest du bei deinem Auszug unbedingt darauf achten, deine Ausgaben möglichst gering zu halten. Hilfreiche Tipps hierzu erhältst du am Ende von diesem Beitrag.

Dein Auszug bei den Eltern und dein Vermögen

Ähnlich wie das eigene Auto, reißt der Auszug bei den Eltern ein großes Loch in dein Vermögen. Wirklich schade, dass unsere zwei aufeinanderfolgenden Lebensstationen schon am Anfang unseres Lebens tiefe Spuren in unserem Vermögen hinterlassen. Und dies sind nicht nur leere Worte. Denn laut Spiegel Online ist jeder siebte unter 30 in Deutschland verschuldet. Grund dafür scheint tendenziell fehlende finanzielle Bildung zu sein, welche wir in unserem Blog vermitteln möchten. Der Auszug bei deinen Eltern hat sicherlich negative Konsequenzen für dein Vermögen. Auf der einen Seite wird bisher angespartes Geld für die erste eigene Wohnung aufgewendet. Auf der anderen Seite reicht das eigene Vermögen häufig nicht einmal aus, um die Kosten für die eigene Wohnung zu tragen. Deshalb leihen sich viele junge Erwachsene auf dieser Lebensstation zusätzlich Geld von ihren Eltern, Verwandten oder der Bank und gehen somit Verbindlichkeiten ein. Diese Verbindlichkeiten bespreche ich als nächstes.

Dein Auszug bei den Eltern und deine Verbindlichkeiten

Neben den bereits angesprochen Einmalausgaben kommen eine Vielzahl von regelmäßig zu zahlenden Verbindlichkeiten bei deinem Auszug bei deinen Eltern auf dich zu: die Miete, der Telefon- und Internetvertrag, der Strom- und Gasvertrag, Rundfunkgebühren und eigenen Versicherungen. Darüber hinaus nehmen viele junge Menschen beim Auszug bei den Eltern zusätzlich einen Ratenkredit in Höhe von über 5.000€ auf, um die Einmalkosten zahlen zu können. Aus diesem Grund betragen die Verbindlichkeiten bei jungen Erwachsenen nach dem Auszug meist über 600€ im Monat. Hier sind die regelmäßigen Kosten für den Haushalt noch nicht eingerechnet. Das kann gerade für Studenten eine Menge Holz sein. Wer unter diesen Umständen nicht in die Schuldenfalle geraten möchte, der muss kreativ sein. Denn mitunter gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Verbindlichkeiten auf einem niedrigen Niveau zu halten. Oft reicht schon ein Zeitinvestment von wenigen Minuten, um hunderte Euro zu sparen. Einige hilfreiche Tipps, um deine Verbindlichkeiten zu minimieren findest du in der KreativChecklist.

Dein Auszug bei deinen Eltern und deine Finanzen auf einen Blick

Wie du siehst ist der Auszug bei deinen Eltern ebenfalls mit großen Kosten verbunden. Denn neben den Einmalausgaben von 5.000€ können schnell regelmäßig anfallende Verbindlichkeiten von über 600 Euro pro Monat auf dich zukommen, wenn du in eine eigene Wohnung ziehst. Nachfolgend möchte ich die Auswirkungen deines Auszugs bei deinen Eltern auf deine Einnahmen und Ausgaben sowie dein Vermögen und deine Verbindlichkeiten in einer Grafik für dich zusammenfassen:

 

5 Der Auszug bei deinen Eltern und deine Finanzen
Der Auszug bei deinen Eltern und deine Finanzen

 

KreativChecklist für deinen finanziellen Erfolg zu deinem Auszug bei den Eltern

Für deinen finanziellen Erfolg auf jeder Lebensstation stelle ich dir eine „KreativChecklist“ zur Verfügung. Die Checkliste soll zu deinem finanziellen Erfolg beitragen. Gehe die Checklistenpunkte doch einmal durch, und schaue ob sie für dich interessant sind. Sollten deiner Meinung nach Punkte ergänzt werden, dann poste sie gerne in den Kommentaren.

 

  • Einnahmenchecklist:

    • Beantrage Fördergelder wie BAföG
    • Vermiete Gästezimmer oder Räumlichkeiten während deiner Abwesenheit (z.B. über AirBnB, ebay-kleinanzeigen)
  • Ausgabenchecklist:

    • Kaufe gebraucht, statt neu.
    • Möbel mieten, anstatt Möbel zu kaufen.
    • Auf ebaykleinanzeigen nach kostenlosen umschauen.
    • Führe ein Haushaltsbuch, um deine Ausgaben im Blick zu haben oder nutze Finanzapps oder Bankingapps zur Überwachung deiner Ausgaben. Du kannst auch gerne unser Excel-Haushaltsbuch verwenden, um deine Ausgaben zu überwachen.
    • Baue dir ein 3-Kontensystem auf. Dieses System beinhaltet ein Haushaltskonto, eine Spaßkonto und ein Investitionskonto. Mit dem Haushaltskonto bezahlst du deine Haushaltskosten, mit dem Spaßkonto machst du wonach dir ist und mit dem Investitionskonto sparst du Geld für deine Zukunft. Eröffne dir möglichst drei Konten ohne Kontoführungsgebühren. Hierzu kannst du unseren Girokontenvergleichsrechner
    • Überprüfe ob dein Girokonto noch immer kostenlos ist. Ansonsten wechsele zu einer Direktbank. Diese kann dir ein kostenloses Girokonto anbieten, sodass du keine Kontoführungsgebühren mehr bezahlst. Hierzu kannst du unseren Girokontenvergleichsrechner
  • Vermögenschecklist:

    • Erwirtschafte zusätzliche Einnahmen, die direkt in dein Vermögen fließen.
    • Wenn du kein Geld hast, investiere in dein Humankapital. Finanzwissen gepaart mit finanzieller Intelligenz helfen dir dein Vermögen zu steigern.
    • Investiere dein Geld gewinnbringend.
    • Mache Umzugskosten steuerlich geltend.
  • Verbindlichkeitenchecklist:

    • Vergleiche Strom- und Gasanbieter über Portale wie Check24. Ein Vergleich lohnt sich häufig aufgrund geringerer Kosten und üppiger Neukundenboni von bis zu 100 Euro.
    • Vergleiche Telefon- und Internetanbieter über Portale wie Check24. Ein Vergleich lohnt sich häufig aufgrund geringerer Kosten und üppigen Neukundenprämien und Cashbackzahlungen.
    • Nutze bei Telefon, Internet und Handy Kombiangebote um Kosten zu reduzieren.
    • Hausratversicherung: Schließe bei Bedarf eine Hausratversicherung Hausratversicherungen sichern deinen Hausrat ab. Meistens lohnt sich diese Form der Versicherung nur, wenn dein Hausrat einen höheren Wert erreicht. Vergleiche Hausrateversicherungen. Nutze zum Beispiel unseren Hausratrechner.
    • Tierhalter-Haftpflichtversicherung: Wenn du Haustiere hast, solltest du eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen. Diese sichert dich gegen Schadensersatzforderungen ab. Sie ist geeignet für Hunde- und Pferdebesitzer und in einigen Bundesländern sogar Pflicht. Nutze hierzu zum Beispiel unseren Hundehaftpflichtrechner.

 

Nachdem ich nun ausführlich die Auswirkungen deines Auszugs bei deinen Eltern auf deine Finanzen beleuchtet habe, widme ich mich im nächsten Blogartikel der sechsten meiner dreizehn Lebensstationen: Deinem Berufsleben. Bis dahin wünsche ich dir kreative Investments und freue mich auf deinen Besuch in der nächsten Woche!

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