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Seit jeher übt Gold eine nahezu magische Anziehungskraft auf uns Menschen aus. Schon im 6. Jahrhundert vor Christus wurden Goldmünzen als Zahlungsmittel benutzt. Auch als Material für Schmuck und rituelle ...

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Seit jeher übt Gold eine nahezu magische Anziehungskraft auf uns Menschen aus. Schon im 6. Jahrhundert vor Christus wurden Goldmünzen als Zahlungsmittel benutzt. Auch als Material für Schmuck und rituelle Gegenstände findet Gold schon seit Jahrtausenden Verwendung. Man könnte sogar sagen, dass Gold die Weltgeschichte beeinflusst hat. Beispielsweise war die Erbeutung des Goldes der indigenen Völker Süd- & Mittelamerikas eine wesentliche Motivation der Spanier, für die Eroberung und Kolonialisierung des Kontinents. Doch warum messen Menschen dem Gold einen so hohen „Wert“ bei? Ganz nüchtern betrachtet handelt es sich lediglich um ein chemisches Element und befindet sich im Periodensystem der Elemente gemeinsam in einer Gruppe mit u.a. Kupfer und Silber. Man könnte nun behaupten, dass es daran läge, dass Gold einzigartige Eigenschaften besäße. Das mag teilweise stimmen. Gold lässt sich sehr gut bearbeiten und kann auf Grund seiner Korrosionsbeständigkeit besonders gut in der Elektronikindustrie verwendet werden. Ein weiterer Grund könnte in der relativen Seltenheit von Gold zu finden sein. Bisher ist es noch nicht gelungen Gold künstlich herzustellen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Gold nur aus natürlichen Vorkommen gewonnen werden kann. Diese natürlichen Vorkommen wiederum sind sehr begrenzt und es wird immer aufwändiger, das Gold abzubauen. Gold ist also selten und es weißt besonders positive Eigenschaften für bestimmte Anwendungsbereiche auf. Aus dieser Perspektive betrachtet, erscheint es durchaus nachvollziehbar, dass dem Gold ein hoher Preis zugewiesen wird.

Wie kommt der hohe Goldpreis zustande?

Letztendlich stellt sich aber die Frage, ob ein außergewöhnlich hoher Goldpreis tatsächlich gerechtfertigt ist. Aktuell liegt der Preis für eine Unze Feingold bei ca. 1.600$ und ist damit nicht mehr weit von seinem Allzeithoch entfernt. Positive Eigenschaften hin oder her, bei einem derart hohen Preis wird Gold in vielen Bereichen durch andere Materialien ersetzt. Im Bereich der Elektronik ist in den letzten Jahren beispielsweise der Wettbewerbsdruck stark angestiegen und die Verkaufspreise sind gesunken. Wenn Gold nun immer teurer wird, dann wäre es nicht mehr rentabel, dieses massenhaft in Elektronikbauteilen zu verwenden. Dort wo es möglich ist, werden also alternative Ressourcen verwendet. Auch als Zahlungsmittel spielt Gold de facto eine untergeordnete Rolle. Man möge sich nur das erstaunte Gesicht eines Kassierers im Supermarkt oder an der Tankstelle vorstellen, würde man dort statt Euros einen schönen Klumpen Gold auf den Tisch legen. Früher war das in der Tat anders. Auch wenn Münzen aus echtem Gold schon seit längerer Zeit aus der Mode gekommen sind, dann gab es doch zumindest bis in die 1970er Jahre eine auf Gold basierte Währungsdeckung. In den USA garantierte bis 1971 das sogenannte Bretton-Woods-System, dass die US-Notenbank jederzeit im Stande sein müsste, das im Umlauf befindliche Geld gegen Gold einzutauschen und zwar zu einem festgelegten Kurs von 35$ pro Feinunze. Um mehr Geld in Umlauf bringen zu können, hätte die US-Notenbank also zunächst einmal die Gold Bestände erhöhen müssen. Heutzutage gibt es dieses System nicht mehr, was sicherlich auch eine Ursache dafür ist, dass sich die im Umlauf befindliche Geldmenge permanent erhöht.

Was wollen denn die Leute eigentlich mit dem Gold?

Genau das bringt uns nun zum eigentlichen Problem. Auf Grund der seit Jahren anhaltendenden Turbulenzen im Finanzmarkt, fürchten Anleger um ihre Vermögenswerte. Wer heute eine bestimmte Menge an Geld besitzt, der kann sich eben nicht mehr sicher sein, für dieses Geld auch zukünftig noch einen fixen Gegenwert zu erhalten. Konnte man sich früher noch darauf verlassen, für 35$ zumindest eine Unze Gold zu bekommen, so ist nun noch nicht einmal das mehr garantiert. Der Gegenwert des Geldes ist also ein rein ideeller! Die meisten von uns verkaufen ihre Arbeitskraft an einen Arbeitgeber und erhalten im Gegenzug Geld. Der eigentliche Wert des Geldes besteht jedoch in dem Vertrauen, dass man dieses auch gegen Waren, wie z.B. Lebensmittel eintauschen kann. Sollte eines Tages unser Finanzsystem kollabieren, dann wäre es theoretisch möglich, dass wir für unser Geld eben nicht mehr die Waren bekommen, die wir gerne hätten. Um diesem Risiko zu entgehen, sehnen sich Anleger verständlicherweise nach etwas, das einen dauerhaften Wert hat und im Zweifelsfall auch in Krisenzeiten den Wohlstand sichert.

Investitionen in Gold sind mit einigen Nachteilen verbunden

Ich persönlich kann diesen Gedankengang zwar gut nachvollziehen, bin jedoch skeptisch, ob Gold (oder ein anderes Edelmetall) für einen solchen Fall die richtige Anlageform ist. Wie schon erwähnt, weist Gold zwar bestimmte sehr positive Materialeigenschaften auf, kann jedoch unter Umständen auch durch andere Werkstoffe ersetzt werden. Zudem ist es für die Deckung der Staatsfinanzen seit der Abschaffung des Bretton-Woods-Systems auch entbehrlich geworden. Im Grunde genommen bedeutet das also nichts anderes, als dass der Wert des Goldes auch zu großen Teilen rein ideeller Natur ist. Die Menschen vertrauen darauf, dass Gold einen beständigen Wert hat und gegen Waren eingetauscht werden kann. Aber warum sollte das so sein? Genauso gut könnte jedes einigermaßen seltene Metall oder sonstiges Material gesammelt werden, in der Hoffnung, dass es einen beständigen Wert aufweise. Ein weiterer großer Nachteil von Investitionen in Gold ist, dass es sich nicht „vermehrt“. Wenn man eine bestimmte Menge an Gold im Jahr 2020 besitzt und diese nicht eintauscht, dann wird man im Jahr 2030 genau dieselbe Menge besitzen. Wertsteigerungen können also im Grunde genommen nur durch eine Steigerung des Goldpreises erzielt werden, welcher starken Schwankungen unterliegt und – wie gesagt – größtenteils ideeller Natur ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass letztendlich in den meisten Fällen das Gold wieder gegen Geld eingetauscht werden müsste, um Waren zu erhalten. Der direkte Tausch von Gold gegen Ware dürfte also schwierig werden. Auch die Lagerung von Gold könnte zum Problem werden. Wer, eine größere Menge davon besitzt, der möchte sich womöglich gegen Diebstahl schützen und muss Geld für Sicherheitsvorkehrungen ausgeben.

Es gibt Alternativen zu einer Investition in Gold!

Eine Investition in Sachgüter kann durchaus Sinn ergeben. Was spräche aber beispielsweise dagegen in Aktien oder Immobilien zu investieren? Aktien sind im Prinzip Unternehmensanteile und damit relativ unabhängig von bestimmten Währungen. Wenn ein Unternehmen langfristig profitabel wirtschaftet, dann wird sich das häufig auch im Aktienkurs widerspiegeln. Sollte es einmal zu einer Währungskrise kommen (z.B. extreme Inflation oder gar Währungsumstellung) dann können Aktionäre dieser Entwicklung relativ gelassen entgegen sehen, denn ihnen kann letztendlich egal sein, in welcher Währung ihre Aktien gehandelt werden. Aktionäre wissen genau, dass ihnen ein bestimmter Anteil eines Unternehmens gehört und solange das Unternehmen existiert werden die Aktien auch einen Gegenwert haben (welcher selbstverständlich ebenfalls Schwankungen unterliegt). Das Beste ist jedoch, dass viele Unternehmen sogar einen Teil ihrer Gewinne an ihre Aktionäre in Form einer Dividende ausschütten. Wer einmal in ein Unternehmen investiert, kann also im Idealfall noch über Jahre hinweg am Gewinn beteiligt werden, ohne etwas von seinen Anteilen eintauschen zu müssen. Hinzu kommt, dass Aktien sehr liquide sind und hervorragend an der Börse gehandelt werden können. Auch die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gegen Diebstahl halten sich in Grenzen. Ähnlich sieht es bei Immobilien aus. Wer den Finanzmärkten gegenüber eher skeptisch eingestellt ist, der könnte Wohneigentum erwerben. Auch hier gilt, dass es sich mehrheitlich um eine sehr wertbeständige Anlageform handelt. Der Bedarf nach Wohnraum wird wahrscheinlich auch in der Zukunft bestehen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass Immobilien auch in der Zukunft einen gewissen Wert haben werden. Außerdem können Immobilien vermietet werden, wodurch für den Eigentümer ein regelmäßiges Einkommen entstehen kann.

Fazit

Investitionen in Gold (oder andere Rohstoffe) bieten nur eine vermeintliche Sicherheit. Gerade bei Gold kann davon ausgegangen werden, dass ein Großteil des ihm beigemessenen Wertes rein ideeller Natur ist. Die Logik ist dabei ganz einfach: Gold hat sich in der Vergangenheit als äußerst wertbeständig erwiesen und könnte dies auch zukünftig sein. Die Zeiten haben sich aber geändert. Goldgedeckte Währungssysteme gibt es nicht mehr. Auch für industrielle Anwendungen ist Gold unter Umständen entbehrlich. Das gilt übrigens für die meisten Rohstoffe. Diese sind so lange wertvoll, wie sie nicht ersetzt werden können. Ändert sich beispielsweise auf Grund von neuen Technologien die Nachfrage nach einem bestimmten Rohstoff (z.B. Öl, Lithium, Wasserstoff), kann dies dramatische Folgen für die Preisentwicklung dieses Rohstoffes haben. Wer unserem Finanzsystem nicht traut und sein Vermögen daher nicht nur in Geldreserven abbilden will, für den könnten hingegen Aktien oder Immobilien sinnvolle Alternativen sein.

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Dieser Tage kann niemand dem Top-Thema schlechthin entrinnen: die Corona-Krise. Aus diesem Grund möchten wir in unserem heutigen Spezial gerne die letzten Wochen Revue passieren lassen. Wir beginnen mit einer ...

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Dieser Tage kann niemand dem Top-Thema schlechthin entrinnen: die Corona-Krise. Aus diesem Grund möchten wir in unserem heutigen Spezial gerne die letzten Wochen Revue passieren lassen. Wir beginnen mit einer kleinen Einführung in das Thema. Wir erklären euch mehr zum Krankheitsverlauf, Ursprung, Ausbreitung, Maßnahmen und damit verbundene Ziele und Folgen. Im Anschluss möchten wir speziell auf die wirtschaftlichen Folgen eingehen und wie du als Investor jetzt reagieren solltest. Hierzu haben wir eine systematische Analyse von 105 Blogartikeln im Newsfeed von Finanzblogroll durchgeführt. Wir möchten dir einen strukturierten Überblick über die aktuelle Corona-Krise geben. Weiterhin möchten wir zusammenfassen, was unsere Finanzblogger-Kollegen über die Krise denken. Also viel Spaß bei unserem Corona-Spezial!

Einführung in das Thema

Corona und der Krankheitsverlauf

Zunächst schauen wir uns die verschiedenen Begrifflichkeiten an. Im Detail handelt es sich bei der „Corona-Krankheit“ um die Atemwegserkrankung COVID-19, welche durch den nahezu unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Der Virenstamm SARS-CoV-2 schleust sich wie alle Viren in den menschlichen Organismus ein. Einmal infiziert, vermehrt sich der Virus schnell und führt im weiteren Verlauf zur Atemwegserkrankung COVID-19. Der Krankheitsverlauf ist unspezifisch und variiert stark. Neben symptomlosen Infektionen, wurden überwiegend milde bis moderate Verläufe beobachtet. Es gibt auch schwere Verläufe mit einer beidseitigen Lungenentzündung und daraus resultierendem Lungenversagen mit Todesfolge. Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt vermutlich über die Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass ein erregerhaltiges Sekret eines infizierten Menschen aus den Atemwegen auf die Schleimhäute anderer Lebewesen gelangt (z.B. über die Luft). Dort angelangt breitet es sich weiter aus.

Ursprung und Verbreitung

Festgestellt wurde das Virus erstmals auf einem Fischmarkt in der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei zu Jahresende 2019. Es wird vermutet, dass das Virus von Tieren (z.B. Fledermäusen) auf den Menschen übertragen wurde. In der Volksrepublik China verbreitete sich das Virus schnell und entwickelte sich im Januar rasch zu einer Epidemie. Trotz Gegenmaßnahmen verbreitete sich das Virus weltweit sehr schnell. Es wurden vermehrt Fälle in Italien, Deutschland, den USA und anderen Ländern bekannt. Aus diesem Grund hat die Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Epidemie offiziell zu einer Pandemie. Diese Pandemie ist die erste ausgerufene Pandemie seit dem Virus H1N1 (bekannt als Schweinegrippe) im Jahr 2009/10.

Die Corona-Erkrankung in Deutschland

Die erste Infektion in Deutschland wurde im Januar 2020 durch das Bayrische Gesundheitsministerium bestätigt. Bei dem Infizierten handelte es sich um einen 33-jährigen Mitarbeiter eines großen Automobilzulieferers, der in der Unternehmenszentrale in Stockdorf arbeitete und sich bei einer angereisten Kollegin aus China ansteckte. Am 25. Februar wurde der erste Erkrankte in Baden-Württemberg bestätigt, der sich vermutlich bei einer Italienreise in Mailand ansteckte. Im weiteren Verlauf wurde auch bei einer Person in Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg die Krankheit nachgewiesen. Durch die Karnevalssaison breitete sich das Virus in Nordrhein-Westfalen rasch aus, sodass das Robert-Koch-Institut den Kreis Heinsberg als Gefahrenregion deklarierte. Am 16. März 2020 vermeldete das Robert-Koch-Institut über 4838 bestätigte Fälle und 12 Todesfälle aufgrund von COVID-19 in Deutschland.

Die Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie

Weltweit ergreifen Staaten drastische Maßnahmen, um die Verbreitung der Corona-Krankheit einzudämmen. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem folgende:

  • Alle nicht wesentlich öffentlichen Orte und Geschäfte werden geschlossen (z.B. Schulen, Kitas, Museen, usw.)
  • Öffentliche Veranstaltungen werden flächenweit untersagt (z.B. Messen, Konzerte usw.)
  • Zusammenkünfte verschiedener Gemeinschaften werden verboten (z.B. Kirchengemeinschaften)
  • Zug-, Flug-, Bahn-, Fähr- und Bus-Verbindungen werden reglementiert oder eingestellt
  • Für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheime werden Besuchsregelungen erlassen
  • Es kommt zu Einreiseverboten und Grenzübergänge werden streng kontrolliert
  • Firmen erlassen Home-Office Regelungen oder schließen Produktionsstandorte

Das Ziel der weltweiten Maßnahmen

Ziel dieser weltweiten Maßnahmen ist es nicht, die Verbreitung des Corona Virus zu stoppen. Stattdessen möchte man den Ausbruch innerhalb der Gesellschaft verzögern, um die Kapazität der Gesundheitssysteme nicht zu überlasten (siehe untere Grafik). Klar ist, dass man die Verbreitung des Virus nicht mehr aufhalten kann. Man kann mit Maßnahmen jedoch den Ansteckungsverlauf zeitlich verzögern, sodass immer genügend Kapazitäten im Gesundheitssystem zur Verfügung stehen. Es ist vorauszusehen, dass der Krankheitsverlauf im einstelligen Prozentbereich sehr kritisch verlaufen kann. Personen in diesem einstelligen Prozentbereich benötigen deshalb intensivmedizinische Versorgung. Breitet sich das Virus zu schnell aus, so stehen nicht genügend intensivmedizinische Geräte für die Patienten zur Verfügung. Durch das Einhalten der oben genannten Maßnahmen kann somit jeder einen Beitrag dazu leisten, die Todesfälle zu minimieren.

Kapazität des Gesundheitssystems
Kapazität des Gesundheitssystems

Quelle: Wikipedia

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise

Durch die Corona Pandemie kommt vielerorts das soziale und wirtschaftliche Leben komplett zum Erliegen. Dies hat dramatische Auswirkungen auf die Wirtschaft. Unternehmen müssen ihre Produktion einstellen, Flüge werden gestrichen, Handelsschiffe fahren nicht mehr, Geschäfte und Restaurants müssen schließen und die Finanzmärkte verzeichnen Milliarden-Verluste. An den Börsen ist die Rede vom „Schwarzen Montag“ (9. März) und „Schwarzen Donnerstag“ (12. März) an welchem die Kurse durchschnittlich jeweils um mehr als zehn Prozent absanken und der Handel teilweise ausgesetzt wurde. Doch ist das Corona-Virus wirklich so gefährlich für unsere Wirtschaft oder handelt es sich hierbei um Übertreibungen der Finanzmärkte? Ist das alles nur Panikmache? Solltest du als Investor jetzt alle deine Aktien verkaufen? Werden die Kurse noch weiter fallen? Ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen? Auf viele dieser Fragen hat die Finanzblogger-Szene in den letzten Tagen versucht zu reagieren.

Was Finanzblogger über die Corona-Krise denken?

Im Folgenden möchte ich einige meiner Meinung nach tolle Statements meiner Kollegen zusammenfassen. Grundlage für meine Zusammenfassung sind 105 Blogartikel aus dem Newsfeed von Finanzblogroll (Siehe Tabelle am Ende vom Artikel).

Allgemeine Statements zur Corona-Krise

  • Die Ausmaße der Finanzkrise lassen sich Stand heute noch nicht abschätzen. Niemand weiß ob es Monate oder ein Jahr dauert, bis wieder Normalität einkehrt. (ETF-Nachrichten)
  • Experten sehen keinen Grund zur Panik bezüglich des totalen Zusammenbrechens der Finanzwirtschaft. Banken und Online-Broker sind sicher. (ETF-Nachrichten)
  • Es kann durchaus vorkommen, dass wir demnächst von Verlusten jenseits von 30% sprechen. (Depotstudent)
  • Die Finanzkrise wird nicht allein durch das Corona Virus verursacht, sondern die jüngsten Turbulenzen an den Börsen sind auch auf das Handeln von großen Marktteilnehmern zurückzuführen. (Depotstudent)
  • Die Interessen der großen Marktteilnehmer führen früher oder später zu positiven Korrekturen im Markt (Depotstudent).

Anlagestrategie, Risikoprofil und Börsenpsychologie in Zeiten von Corona

  • Es ist wichtig beim Investieren eine Strategie zu haben. Schreibe deine Ziele am besten nieder. Schaue dir in Krisenzeiten deine Ziele an, so vermeidest du emotional zu reagieren und entgegen dieser Strategie zu handeln. (Firelifestyle, Sparkojote, Finanzwesir)
  • Wenn du als Anleger nervös wirst, solltest du an deinem Risikoprofil arbeiten. Wenn du kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehst, sind Aktien nicht die richtige Anlageklasse für dich. Die Börse ist nicht für jeden etwas. (Denkfabrik, ETF-Nachrichten, Madame Moneypenny)
  • Bei Nervosität solltest du weniger Nachrichten lesen und weniger oft in dein Depot schauen. Es besteht Kurzschlusshandlungsgefahr. (ETF-Nachrichten, Passives Einkommen, ETF-Blog)
  • Die Krise kann auch als Denkanstoß dienen, die Verteilung deines Vermögens in verschiedene Geldanlagen zu überdenken. (Denkfabrik)
  • Investiere an der Börse nur Geld, dass du nicht brauchst. Fasse nicht deinen Notgroschen an und nehme keine Schulden auf, um zu investieren (Madame Moneypenny)
  • Halte weiterhin Barreserven, um handlungsfähig zu bleiben. (Passives Einkommen, Kreativ Investieren)

Zum Verkauf von Aktien in der Corona-Krise

Zum Kauf von Aktien in der Corona-Krise

ETFs und die Corona-Krise

Diskutierte Einzelwerte in der Corona-Krise

Unsere Finanzblogger-Kollegen haben in den letzten Tagen auch immer wieder Einzelwerte in Bezug auf die Corona-Krise diskutiert. Diese stehen entweder im direkten Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung oder stehen zumeist schon seit geraumer Zeit auf ihrer Beobachtungsliste. Unten haben wir einige dieser Einzelwerte für dich zusammengestellt. Klicke dich einfach mal durch. An dieser Stelle weisen wir explizit darauf hin, dass es sich bei der Zusammenstellung nicht um eine Anlageberatung handelt.

 

WKN Unternehmen Quelle
A12BD3 Citizens Financial Group Aktienfinder
A1J78V EPR Properties Aktienfinder
852549 Exxon Mobil Corp Aktienfinder
877539 Foot Locker Aktienfinder
A1JCLQ HollyFrontier Aktienfinder
903000 Imperial Brands Aktienfinder
884195 Kohl’s Corp Aktienfinder
A1JEXK Marathon Petroleum Aktienfinder
903911 Nu Skin Enterprises Aktienfinder
851921 Occidental Petroleum Aktienfinder
A1JWQU Phillips 66 Aktienfinder
764959 Prudential Financial Aktienfinder
859386 Publicis Groupe Aktienfinder
916647 Simon Property Group Aktienfinder
886676 Tanger Factory Outlet C. Aktienfinder
938914 Airbus Alle Aktien
865985 Apple Alle Aktien
A0YJQ2 Berkshire Alle Aktien
851247 Diageo Alle Aktien
ENAG99 E.ON Alle Aktien
577330 Fraport Alle Aktien
601300 HAMBORNER REIT Alle Aktien
604700 HeidelbergCement Alle Aktien
A0F602 Mastercard Alle Aktien
870747 Microsoft Alle Aktien
A1401Z Ryanair Alle Aktien
A0B87V Salesforce Alle Aktien
A0D94M Shell Alle Aktien
723610 Siemens Alle Aktien
SHL100 Siemens Healthineers Alle Aktien
723133 Sixt Vz.-Aktien Alle Aktien
864952 Stryker Alle Aktien
A0NC7B Visa Alle Aktien
855686 Walt Disney Alle Aktien
501451 Veolia Environnement Divantis
555063 Drägerwerk ETF-Nachrichten
854545 Ecolab ETF-Nachrichten
897575 Lakeland Industries ETF-Nachrichten
A0M1W6 Reckitt Benckiser ETF-Nachrichten
A1J84E AbbVie ETF-Nachrichten
90748 Alpha Pro Tech ETF-Nachrichten
896047 BioCryst ETF-Nachrichten
A2DU6V Co-Diagnostics ETF-Nachrichten
555063 Drägerwerk ETF-Nachrichten
854545 Ecolab ETF-Nachrichten
885823 Gilead Sciences ETF-Nachrichten
A115GK Inovio ETF-Nachrichten
897575 Lakeland Industries ETF-Nachrichten
A2N9D9 Moderna ETF-Nachrichten
A2PKMZ Novavax ETF-Nachrichten
747404 Paul Hartmann ETF-Nachrichten
A2DKCH Qiagen ETF-Nachrichten
A2PS0P Vir Biotechnology ETF-Nachrichten
A2AJEP Flughafen Zürich Finanzfabio
851745 3M Hamsterradblog
A1EWWW Adidas Hamsterradblog
938914 Airbus Hamsterradblog
BAY001 Bayer Hamsterradblog
850471 Boeing Hamsterradblog
A2JEXP Booking Holdings Hamsterradblog
120071 Carnival Hamsterradblog
543900 Continental Hamsterradblog
887891 Fastenal Hamsterradblog
578560 Fresenius SE Hamsterradblog
604840 Henkel Hamsterradblog
866993 Nike Hamsterradblog
A0D94M Shell Hamsterradblog
884437 Starbucks Hamsterradblog
744600 TAKKT AG Hamsterradblog
A2DW8Z Aroundtown SA Im Hamsterrad
510440 Atoss Software AG Im Hamsterrad
A2GS62 CR Capital Real Estate AG Im Hamsterrad
A0JC8S Datagroup SE Im Hamsterrad
565970 Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Im Hamsterrad
A1YC91 FCR Immobilien AG Im Hamsterrad
549336 Hypoport AG Im Hamsterrad
645000 LPKF Laser & Electronics AG Im Hamsterrad
658080 Mensch und Maschine Software SE Im Hamsterrad
A2PM4W Blackstone Group Intelligent Investieren
850561 Campbell Soup Intelligent Investieren
723133 Sixt Vz. Intelligent Investieren

Fazit

Ja, wir wissen, dass es sich aktuell um eine für Investoren nervenaufreibende Zeit handelt. Vielleicht sind in deinem Depot auch einige Werte in die Verlustzone abgerutscht. Dennoch gilt es jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht panisch zu reagieren. Grundsätzlich solltest du bei den vorab von dir definierten Strategien bleiben – wie auch immer diese aussehen mögen. Für diejenigen, die schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, in Aktien zu investieren, könnte sich jetzt eine interessante Einstiegschance ergeben. Also: Kopf hoch und Augen auf, denn an der Börse tut sich immer was.

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Buchvorstellung – Rich Dad´s Cash Flow Quadrant* https://kreativ-investieren.de/buchvorstellung-rich-dads-cash-flow-quadrant/ https://kreativ-investieren.de/buchvorstellung-rich-dads-cash-flow-quadrant/#respond Sat, 14 Mar 2020 08:00:02 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4444 Buchvorstellung Cash Flow Quadrant

Wovon handelt das Buch? Rich Dad´s Cash Flow Quadrant ist ein neben Rich Dad Poor Dad ein weiteres Buch über das Leben von Robert Kiyosaki. In diesem Buch thematisiert Robert ...

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Buchvorstellung Cash Flow Quadrant

Wovon handelt das Buch?

Rich Dad´s Cash Flow Quadrant ist ein neben Rich Dad Poor Dad ein weiteres Buch über das Leben von Robert Kiyosaki. In diesem Buch thematisiert Robert Kiosaky den sogenannten Cash Flow Quadranten. Der Cash Flow Quadrant kategorisiert Menschen anhand ihrer Einkommensquelle. In seinem Buch präsentiert Robert Kiosaky vier verschiedene Einkommensquadranten:

(E) für „Employee“ (Arbeitnehmer);
(S) für „Small Business“ (Selbstständiger);
(B) für „Big Business“ (Unternehmer);
(I) für „Investor“ (Investor).

Im Verlauf seines Buches werden alle Quadranten ausführlich vorgestellt. Laut Robert Kiosaky kann ein Mensch in jedem der vier Quadranten seine finanzielle Freiheit erreichen. Jedoch glaubt er daran, dass die Fähigkeiten eines Unternehmers am schnellsten bei der Erreichung der finanziellen Freiheit helfen.

 

Warum solltest du das Buch lesen?

Du solltest das Buch lesen, weil es dir

  • zeigt, dass es neben deinem Angestelltenleben auch noch andere Möglichkeiten gibt Geld zu verdienen.
  • zeigt, dass als Angestellter und Selbstständiger dein Einkommen an deine Arbeitszeit gekoppelt ist, während du als Investor und Unternehmer dein Einkommen von deiner Arbeitszeit entkoppelst.
  • zeigt, dass das höchste zu erreichende Level das des Investors ist, weil du es dann schaffst dein Vermögen für dich arbeiten zu lassen.
  • anhand von verschiedenen Beispielen zeigt, wie du vom Angestellten erst zum Unternehmer und dann zum Investoren werden kannst.
  • Mithilfe von 7 Schritte aufzeigt, wie du es schaffst die Welt aus dem Blickwinkel eines Investoren zu sehen.

 

Für wen eignet sich dieses Buch?

Das Buch eignet sich vor allem für

  • Neulinge in der Welt der Finanzen, um sich das richtige finanzielle Mindset anzueignen.
  • Berufseinsteiger, um zu verhindern, dass sie im Hamsterrad landen, ohne es zu merken
  • junge Menschen, da es wichtige Lektionen in punkto Finanzen vermittelt, die nicht in der Schule gelehrt werden

 

Was habe ich aus dem Buch gelernt?

Ich habe aus dem Buch einiges mitgenommen. Hier sind stichpunktartig meine Key Learnings:

  • Man kann sein Einkommen nicht nur als Arbeitnehmer generieren, sondern auch als Selbstständiger.
  • Während als Arbeitnehmer und Selbstständiger dein Einkommen an deine Arbeitszeit gebunden ist, ist es als Unternehmer und Investor von deiner Arbeitszeit losgelöst.
  • Man kann mithilfe von 7 verschiedenen Schritten das Mindset eines Investoren aufbauen.

 

Das KI-Bücher-Rating

In unserem KI-Bücher-Rating erhält Rich Dad´s Cash Flow Quadrant 5 von 5 Sternen.
5 Sterne
Ein Kurzprofil des Buches

Titel: Cashflow Quadrant: Rich dad poor dad
Autor: Robert T. Kiyosaki
Format: Gebundenes Buch
Seitenanzahl: 352
ISBN-13: 978-3898798839
Verlag: FinanzBuch Verlag
Erscheinungsdatum: 14. November 2014
Sprache: Deutsch
Klappentext: CASHFLOW® Quadrant, der zweite Teil des Bestsellers “Rich Dad Poor Dad” von Robert T. Kiyosaki, deckt auf, warum manche Menschen weniger arbeiten, mehr Geld verdienen, weniger Steuern zahlen und sich finanziell sicherer fühlen als andere.

Bill Gates, Steve Jobs und Richard Branson haben die Schule ohne Abschluss verlassen und haben dennoch extrem erfolgreiche Unternehmen aufgebaut, für die viele der intelligentesten Absolventen der Universitäten arbeiten wollen. Statt, wie die meisten Angestellten, nur von einem Job zum nächsten zu wechseln, rät Robert T. Kiyosaki, die finanzielle Unabhängigkeit zu suchen und Geld für sich arbeiten zu lassen – als Investor.

Dieses Buch beantwortet die wichtigsten Fragen zur finanziellen Freiheit und hilft dabei, in einer Welt des immer stärkeren Wandels tiefgreifende berufliche und finanzielle Veränderungen vorzunehmen.

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Cashflow Quadrant Cover
Cashflow Quadrant Cover

 

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Kommt jetzt der Corona Crash? Wie Du Dich in der Krise richtig verhältst und dein Vermögen schützt* https://kreativ-investieren.de/kommt-jetzt-der-corona-crash-wie-du-dich-in-der-krise-richtig-verhaeltst-und-dein-vermoegen-schuetzt/ https://kreativ-investieren.de/kommt-jetzt-der-corona-crash-wie-du-dich-in-der-krise-richtig-verhaeltst-und-dein-vermoegen-schuetzt/#respond Sat, 07 Mar 2020 08:00:26 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4419

In den letzten Jahren kannten die Aktienkurse nur eine Richtung! Seit der Finanzkrise 2008/2009 haben wir einen noch nie zuvor dagewesenen Boom an den internationalen Börsen erlebt. Besonders deutlich wird ...

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In den letzten Jahren kannten die Aktienkurse nur eine Richtung! Seit der Finanzkrise 2008/2009 haben wir einen noch nie zuvor dagewesenen Boom an den internationalen Börsen erlebt. Besonders deutlich wird das Ausmaß beim Blick auf das Chart des MSCI World. Wer im März 2009 10.000€ in den Index investiert hätte, dessen Vermögen würde heute ca. 35.000€ betragen. Das bedeutet eine Wertsteigerung von 350% – bei einer rein passiven Anlagestrategie. Anders ausgedrückt: auch wer sich nach seiner einmaligen Investition überhaupt nicht mehr um sein Investment gekümmert hätte (im Sinne von Aktienauswahl, Rebalancing, etc.), könnte sich über eine satte Wertsteigerung freuen. Die Geldanlage mit passiven Indexfonds (z.B. ETFs) ist also denkbar einfach und kann zu beachtlichen Renditen führen. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass der Aktienmarkt Schwankungen unterliegt. Aktienkurse können dementsprechend auch in sehr kurzer Zeit einen Großteil ihres Kurswertes einbüßen. Wenn das besonders schnell passiert, dann wird gemeinhin von dem „Platzen einer Blase“ oder einem „Börsencrash“ gesprochen.

Abbildung 1: Entwicklung eines MSCI World ETF von iShares (Quelle: Comdirect)

 

Wann ist der „richtige“ Zeitpunkt zum Investieren?

Die wohl größte Sorge der meisten Aktienanleger ist es dabei, kurz vor einem solchen Börsencrash eine größere Summe zu investieren und dann in kürzester Zeit herbe Verluste hinnehmen zu müssen. Wenn wir beispielsweise bei dem Chart aus Abbildung 1 bleiben, dann sehen wir, dass 2007 die Aktienkurse verhältnismäßig hoch waren. Wer 2007 10.000€ in den MSCI World investiert hätte, dessen Vermögen hätte zwei Jahr stäter im Jahr 2009 nur noch 4.500€ betragen. Das wäre ein 55%iger Verlust. Das tut weh! Wer allerdings nicht seine Aktien verkauft hätte und einfach investiert geblieben wäre, dessen Vermögen würde heute immerhin knapp 17.000€ betragen. Das entspräche einer Wertsteigerung von 70% in 13 Jahren – durchschnittlich also 4,2% jährlich. Auch damit könnten die meisten Anleger wohl relativ gut leben. Langfristig gesehen, ist das Anlagerisiko bei Aktien also im Grunde genommen überschaubar. Dennoch kann es in Krisenzeiten kurzfristig zu hohen Verlusten kommen, welche langfristig die Performance im eigenen Depot reduzieren können. Im hier aufgeführten Beispiel sehen wir, dass die gleiche Investition (10.000€ in den MSCI World) zu ziemlich unterschiedlichen Renditen führen kann. Der entscheidende Faktor wäre hier der optimale Einstiegszeitpunkt gewesen. Da man aber im Vorfeld nur schwer einschätzen kann, wann der optimale Zeitpunkt für eine Investition ist, könnte man darüber nachdenken, die Bedeutung der Zeitdimension so gut es geht zu reduzieren. Der Durchschnittsanleger könnte dies beispielsweise mit Hilfe eines ETF-Sparplans erreichen. Dabei werden monatlich festgelegte Raten in einen Fonds investiert (siehe Cost-Average-Effekt).

Wird das Corona Virus den nächsten Börsencrash auslösen?

Aktuell stehen wir wieder an einem wichtigen Scheideweg. Das Corona-Virus hat die Aktienmärkte kräftig durcheinander gewirbelt. Anfangs wurde das Ausmaß vielleicht noch etwas unterschätzt, doch inzwischen hat sich Corona zu einem echten Börsenschreck entwickelt. Schlagartig wird uns vor Augen geführt, dass der zunehmend globalisierte Welthandel besonders anfällig für bestimmte Risiken ist. Ein solches Risiko stellt beispielsweise eine unvorhergesehene Epidemie in einem wirtschaftlichen Ballungszentrum, wie China, dar. Wenn die in China erbrachte Wertschöpfung aus der Lieferkette wegfällt, dann hat das globale Konsequenzen. Früher oder später fehlen dann überall auf der Welt für die Produktion notwendige Materialien. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, dann kann der Welthandel temporär zum Erliegen kommen. Die Folge einer solchen Entwicklung wären auch erhebliche Umsatzeinbußen der börsennotierten Unternehmen. Aus Angst vor einem solchen Szenario trennen sich momentan viele Anleger von ihren Unternehmensanteilen. Aus diesem Verhalten ergibt sich dann eine Negativspirale, da das Überangebot an Aktien zu fallenden Kursen führt. Fallende Kurse wiederum verstärken die Sorge der Anleger und sorgen wiederum für vermehrte Verkäufe, wodurch die Kurse noch weiter fallen. Sollte sich das Corona Virus und dessen Auswirkungen als tatsächlich so gefährlich herausstellen, wie von einigen Experten befürchtet, dann könnte es der Auslöser für eine handfeste Wirtschaftskrise sein.

Wirtschaftskrisen können auch als reinigende Gewitter an überhitzen Märkten angesehen werden

Wirtschaftskrisen sind übrigens nichts Ungewöhnliches. In der Geschichte der Börse hat es immer wieder Zeiten gegeben, in denen Aktien innerhalb kürzester Zeit dramatisch an Wert verloren haben. Die Folgen waren teilweise verheerend. Man denke beispielsweise an die große Depression in den 1920er Jahren, die von Historikern oftmals als ein Auslöser für die Machtergreifung der Nazis in Deutschland angesehen wird und somit für ein äußerst dunkles Kapitel der Weltgeschichte verantwortlich war. Weitere große Wirtschaftskrisen gab es zudem in den 1980er Jahren, in den frühen 2000ern und natürlich zuletzt 2008/2009. Wirtschaftskrisen gehören also zum Geschehen an der Börse einfach dazu. Die letzten 13 Jahre, in denen sich die Aktienkurse kontinuierlich positiv entwickelt haben, stellen eine historische Bestmarke dar. Genau aus diesem Grunde gibt es sogar einige Investoren, die eine Krise herbeisehnen, damit die stark gestiegenen Kurse sich auf ein gesundes Niveau korrigieren können. Die Krise könnte sozusagen als reinigendes Gewitter an einem überhitzten Aktienmarkt angesehen werden. Ob das allerdings zeitnah passieren wird, steht in den Sternen. Sehr pessimistische Volkswirtschaftler behaupten sogar, dass eine Krise längst überfällig sei und nur durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken künstlich verzögert werde. Wenn die Nullzinspolitik nicht mehr wirkt, dann fehlt nur noch ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, um eine Krise auszulösen. Dieser Auslöser könnte Corona sein, es kann aber auch alles ganz anders kommen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann darüber nur spekuliert werden.

Fazit

Unabhängig davon, ob wir am Anfang einer Wirtschaftskrise stehen – oder eben nicht – sollte sich jeder seriöse Anleger vorab Gedanken dazu machen, wie er mit einer Krise umgehen würde. Der große Investor André Kostolany empfahl einst Schlaftabletten und viel Geduld. Eine gängige Börsenweisheit besagt sogar dann zu investieren wenn „die Kanonen donnern“, also in Zeiten in denen die Stimmung besonders schlecht ist. Das entspräche dann einem eher antizyklischem Ansatz. Voraussetzung für eine solche antizyklische Strategie wäre es allerdings, genau in den Krisenzeiten über genügend finanzielle Ressourcen zu verfügen. Wer vorher schon sein gesamtes Vermögen investiert hat, dem wird es unter Umständen in Krisenzeiten nicht zur Verfügung stehen… Beim Thema Krisenmanagement gibt es also viele Dinge zu beachten. Wer sich näher damit beschäftigen möchte, dem empfehle ich die folgenden Bücher, in denen Experten ihr Wissen zum Thema Krisen zum Besten geben. Über die richtigen Vorkehrungen kann man sich sicher streiten. Wichtig ist es jedoch einen persönlichen Notfallplan vorbereitet zu haben, um von einer sich anbahnenden Krise nicht „kalt erwischt“ zu werden.

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Die 5 häufigsten Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen – und wie Du sie vermeiden kannst!* https://kreativ-investieren.de/die-5-haeufigsten-fehler-im-umgang-mit-den-eigenen-finanzen-und-wie-du-sie-vermeiden-kannst/ https://kreativ-investieren.de/die-5-haeufigsten-fehler-im-umgang-mit-den-eigenen-finanzen-und-wie-du-sie-vermeiden-kannst/#respond Sat, 29 Feb 2020 08:00:56 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4413

In unserem Finanzblog versuchen wir ganz normalen Leuten das Thema Finanzen näher zu bringen. Dabei mussten wir im Rahmen unserer Finanzcoachings feststellen, dass Leute die nach eigener Auskunft unzufrieden mit ...

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In unserem Finanzblog versuchen wir ganz normalen Leuten das Thema Finanzen näher zu bringen. Dabei mussten wir im Rahmen unserer Finanzcoachings feststellen, dass Leute die nach eigener Auskunft unzufrieden mit ihrer finanziellen Situation sind, oftmals sehr ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Dabei sind es nicht unbedingt nur die Geringverdiener, sondern häufig auch die Besserverdiener, die ihren finanziellen Handlungsspielraum durch unreflektierte Angewohnheiten einschränken. In unserem heutigen Blogartikel möchten wir daher die (aus unserer Sicht) 5 häufigsten Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen entlarven.

1. (Zu) teure Statussymbole

Darf es bei Dir gerne einmal etwas mehr sein? Hast Du vielleicht eine Vorliebe für teure Uhren oder schicke Sportwagen? Dein Haus soll mindestens genauso groß sein, wie das der Nachbarn? Wenn Du diese (oder ähnliche) Fragen mit „ja“ beantworten würdest, dann kann es gut sein, dass Du viel Geld für Statussymbole ausgibst. Das sind im wesentlichen Produkte, die Dir keinen deutlichen Mehrwert gegenüber Alternativprodukten liefern – bis auf die Möglichkeit das eigene Selbstwertgefühl zu erhöhen. Eine billige Uhr würde beispielsweise wahrscheinlich genügen, um die Uhrzeit korrekt anzuzeigen. Wer sich aber nicht mit einer einfachen Uhr begnügt, sondern sich mehrere Luxusuhren zulegt, der hat rational gesehen keinen zusätzlichen Nutzen geschaffen. Der Mehrwert besteht bei solchen Produkten darin, sich besser zu fühlen. Oftmals ist es dabei das Ziel, seine Mitmenschen zu beeindrucken. Wir von kreativ-investieren sehen das folgendermaßen: Wenn Du es Dir leisten kannst, dann sei es Dir von Herzen gegönnt! Wenn Du aber feststellst, dass Du finanziell nicht allzu gut dastehst, dann könntest Du eher funktional denken und so eine Menge Geld sparen.

2. Zu wenig Bildung!

Zugegeben, Bildung allein bringt Dir keinen finanziellen Erfolg. Dennoch gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Bildung und Einkommen. Beispielsweise verdienen Menschen mit abgeschlossenem Studium im Durchschnitt mehr als diejenigen, die eine klassische Berufsausbildung durchlaufen haben. Doch auch wer seine berufliche Qualifikation schon abgeschlossen hat, kann sich in vielen anderen Bereichen bilden. Bildung ist grundsätzlich etwas Positives, da mit dem zusätzlich erworbenen Wissen weitere Handlungsmöglichkeiten entstehen. Manchmal ergeben sich dann daraus auch Verdienstmöglichkeiten. Wer sich zum Beispiel im Themenbereich „Finanzen“ weiterbildet, kann unter Umständen zusätzlich zum Einkommen aus dem Job, weitere Einkommensquellen erschließen.

3. Faulheit

Ein weiterer Fehler im Zusammenhang mit Finanzen ist Faulheit. Natürlich ist es hin und wieder schön, wenn man in einem schicken Restaurant essen geht oder wenn man sich eine Putzfrau gönnt, die einem die lästige Hausarbeit abnimmt. Betrachtet man diese Verhaltensweisen jedoch etwas reflektierter, dann merkt man schnell, dass Bequemlichkeit zu einem ziemlich großen Kostenfaktor werden kann. Selbstverständlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Leistungen durch andere erbringen zu lassen. Wer nicht vom Fach ist, der sollte nicht unbedingt sein Auto selbst reparieren. Es gibt also Dinge, die andere Leute einfach besser erledigen, als man selbst. Es spricht nichts dagegen solche Tätigkeiten durch Dienstleister erbringen zu lassen. Wichtig ist jedoch sich dessen bewusst zu sein, dass Faulheit Geld kostet. Das gilt übrigens nicht nur für den Restaurantbesuch oder die Putzfrau. Auch wer sich aus Bequemlichkeit z.B. nicht mit der Steuererklärung, den eigenen Versicherungen oder sonstigen Verträgen beschäftigt, verschwendet unnötig Geld.

4. Reisen

Du erkundest gern die Welt? Wie wäre es mit einem langen Wochenende in Budapest oder mit einem coolen Konzertbesuch in London? Auch hier gilt: Wenn Du es Dir leisten kannst und es sich für Dich richtig anfühlt, dann mach es ruhig! Leider ist es jedoch so, dass (auch auf Grund verzerrter Darstellung in sozialen Medien) die Menschen zunehmend in einer Scheinwelt leben. Das perfekte Instagram-Foto vor dem Eiffelturm ist vielen Leuten wichtiger, als das kulturelle Erlebnis, das eine Reise nach Paris bietet. Während reisen früher noch etwas Besonderes war, entwickelt es sich zunehmend zu einem simplen Wegwerfprodukt. Ein Kurztrip hier, ein anderer Kurztrip dort… mit Genuss und bewusstem Konsum hat das häufig nicht mehr viel zu tun. Auch aus ökologischer Sicht sollte man sein Verhalten einmal Revue passieren lassen und hinterfragen, ob es sinnvoll ist ziellos durch die Welt zu jetten – auch wenn die Ticketpreise billig sind! (Zu häufige) Reisen können sich schnell zu einem großen Kostenfaktor entwickeln. Ich persönlich bevorzuge es daher weniger oft zu verreisen, verreise dafür aber länger. So bleibt vor Ort mehr Zeit, um die wahre Schönheit auf sich wirken zu lassen.

5. Nicht investieren

Der größte Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen ist (aus unserer Sicht), sein Geld nicht zu investieren. Die Deutschen gelten im allgemeinen als sehr risikoscheu. Das wirkt sich entsprechend auch auf das Anlageverhalten aus. Die meisten Menschen mit denen wir gesprochen haben, bevorzugen die Sicherheit zu wissen, dass das Geld auf dem Konto nicht weniger werden kann, gegenüber der zu erwartenden Volatilität vieler Anlageformen. Anders ausgedrückt: Die Angst Geld zu verlieren, ist größer als der Wille das Geld zu vermehren. Durch diese Mentalität sind besonders die Deutschen Sparer, die klassisch auf das Sparbuch oder Tagesgeld vertrauen, hart von der Nullzinspolitik der Zentralbanken getroffen. Tatsächlich wird zwar aktuell der Kontostand nicht „weniger“, aber inflationsbedingt sinkt Jahr für Jahr die Kaufkraft. Würde man also, statt dem nominalen Kontostand, die reale Kaufkraft betrachten, würden die Sparer feststellen, dass ihre Ersparnisse Jahr für Jahr an Wert verlieren. Im Grunde genommen ist also die größte Angst der Deutschen Sparer – nämlich Geld zu verlieren – schon längst eingetreten. Viele merken das nur einfach nicht! Gerade in diesem speziellen Umfeld wäre es daher umso wichtiger, sinnvolle Anlageentscheidungen zu treffen. Wer nicht investiert verliert also sowieso schon Geld und verpasst dazu noch die Chance, langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Fazit

Finanzen sind und bleiben ein heikles Thema. Die meisten von uns sprechen sehr ungern darüber. Genau aus diesem Grunde entstehen aber auch erhöhte Risiken. Wer sich nicht mit anderen Menschen austauscht, der kann auch nicht vom Wissen und den Erfahrungen anderer profitieren. Zum Lernen bleiben dann nur die eigenen Fehler – und die sind oft schmerzhaft und teuer! Viele Fehler lassen sich jedoch schon durch gesunden Menschenverstand vermeiden. Die eigenen Gewohnheiten sollten daher hin und wieder selbstkritisch reflektiert werden.

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Die Kapitalpyramide© und Kapitalkonvertierung* https://kreativ-investieren.de/die-kapitalpyramide-und-kapitalkonvertierung/ https://kreativ-investieren.de/die-kapitalpyramide-und-kapitalkonvertierung/#respond Sat, 22 Feb 2020 08:00:46 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4390

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich dir erklärt, dass es neben dem finanziellen Kapital noch weitere Kapitalsorten gibt. Deshalb habe ich dir fünf Kapitalsorten vorgestellt, welche jeder gute Investor kennen ...

Der Beitrag Die Kapitalpyramide© und Kapitalkonvertierung* erschien zuerst auf kreativ-investieren.de.

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In meinem letzten Blogbeitrag habe ich dir erklärt, dass es neben dem finanziellen Kapital noch weitere Kapitalsorten gibt. Deshalb habe ich dir fünf Kapitalsorten vorgestellt, welche jeder gute Investor kennen sollte. Wenn du die verschiedenen Kapitalsorten noch nicht kennst, dann lies am besten vorher meinen letzten Blogbeitrag. Der heutige Blogbeitrag baut auf diesen fünf Kapitalsorten auf. Denn heute möchte ich dir das Modell der Kapitalpyramide© und das Konzept der Kapitalkonvertierung vorstellen. Beide beruhen auf zwei fundamentalen Eigenschaften der fünf Kapitalsorten:

  • Es gibt eine Hierarchie bei den fünf genannten Kapitalsorten.
  • Die fünf Kapitalsorten lassen sich gegenseitig transferieren und konvertieren.

Was genau es mit diesen zwei fundamentalen Eigenschaften auf sich hat, möchte ich dir im weiteren Verlauf genauer veranschaulichen. Dazu stelle ich dir zunächst das Modell der Kapitalpyramide© vor, welches dir die Hierarchie zwischen den fünf genannten Kapitalsorten genauer veranschaulicht. Im Anschluss erkläre ich dir das Konzept der Kapitalkonvertierung, welches dir zeigt wie sich Kapitalsorten gegenseitig konvertieren lassen.

Die Kapitalpyramide© – Die Hierarchie zwischen Kapitalsorten

Die Kapitalpyramide© ist ein von mir entwickeltes Modell, welches dir veranschaulichen soll, dass eine Hierarchie zwischen den fünf Kapitalsorten existiert. Mit anderen Worten sind situationsbedingt manche Kapitalsorten von höherer Priorität für Investoren als andere. Das heißt Investoren investieren ihre Zeit, welche begrenzt ist, automatisch in die wichtigere Kapitalsorte. Die Hierarchie zwischen den fünf Kapitalsorten beruht auf der berühmten Bedürfnispyramide des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. Die grundlegende Idee dabei ist, dass jede der fünf Kapitalsorten einem Bedürfnis aus Maslows Bedürfnispyramide gegenübersteht.

Die Kapitalpyramide
Die Kapitalpyramide©
  • Auf der untersten Stufe der Kapitalpyramide© steht das Physiologische Kapital. Das Physiologische Kapital bedient vorwiegend deine Grundbedürfnisse. Ein gesunder Körper ist z.B. die Voraussetzung dafür, dass du Zeit in Ökonomisches Kapital investieren kannst.
  • Auf der zweiten Stufe der Kapitalpyramide© steht das Ökonomische Kapital. Das Ökonomische Kapital bedient vorwiegend deine Bedürfnisse nach Sicherheit. Eine sichere Unterkunft ist z.B. eine Voraussetzung dafür, dass du Zeit in andere Kapitalsorten investieren kannst.
  • Auf der dritten Stufe der Kapitalpyramide© steht das Soziale Kapital. Das Soziale Kapital bedient deine sozialen Bedürfnisse wie z.B. die Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen. Wenn dieses Bedürfnis ausreichend abgedeckt ist, kannst du Zeit in höherliegende Kapitalsorten investieren.
  • Auf der vierten Stufe der Kapitalpyramide© steht das Kulturelle Kapital. Das Kulturelle Kapital bedient deine individuellen und kognitiven Bedürfnisse nach Bildung. Dieses Kapital hilft dir deine eigenen Fähigkeiten weiter auszubauen und ist die Voraussetzung dafür, dass du Zeit in dein Symbolisches Kapital investieren kannst.
  • Wenn du genügend Kapital in alle vier Kapitalsorten investiert hast, kannst du effektiv Zeit in dein Symbolisches Kapital investieren. Diese Kapitalsorte bedient deine Bedürfnisse nach Wertschätzung deiner Person und den Aufbau von symbolischer Macht.

Aber was bedeutet das nun für dich als guten Investor? Die Antwort ist ziemlich einfach. Die Priorität zwischen den Kapitalsorten kann jederzeit Auswirkungen auf die Erreichung deiner persönlichen Ziele haben. Die unteren Stufen der Kapitalpyramide© bilden das Fundament für die Erreichung deiner Ziele. Solltest du eine dieser Kapitalsorten vernachlässigen, so können sich deine Prioritäten schnell ändern und deine Kapitalpyramide© einstürzen. Dies zeigt sich im Alltag besonders, wenn Menschen ihre Gesundheit vernachlässigen und krank werden. Auf einmal stecken sie ihre gesamte Zeit und ihr gesamtes Geld in ihr Physiologisches Kapital. Ein anderes Beispiel ist, wenn Menschen zu viel Zeit in ihre Arbeit investieren (Kulturelles Kapital). Da diese Menschen häufig ihr Soziales Kapital vernachlässigen, besteht zum Beispiel das Risiko einer Trennung von ihrem Partner. Tritt dieser Fall ein, beginnen sie oftmals wieder mehr Zeit in ihre sozialen Bedürfnisse zu investieren.

Kapitalkonvertierung – Gegenseitige Umwandlung von Kapital

Als zweites möchte ich dir gerne das Konzept der Kapitalkonvertierung vorstellen. Es soll dir zeigen, dass sich Kapital prinzipiell konvertieren und transferieren lässt. Das bedeutet, du kannst eine Kapitalsorte entweder in eine andere umwandeln oder auf eine andere Person übertragen. Wie sich eine Kapitalsorte in eine andere umwandeln lässt, möchte ich dir gerne anhand der unteren Grafik erklären.

Konzept der Kapitalkonvertierung
Konzept der Kapitalkonvertierung©

Ich möchte zunächst aufzeigen, dass du dein Physiologisches Kapital in Ökonomisches Kapital umwandeln kannst. Ich bin mir sicher, dass du dies bereits tagtäglich machst. Du kannst nämlich deinen Körper dazu nutzen einer Tätigkeit nachzugehen, für welche du Geld bekommst. Das bedeutet du nutzt dein Physiologisches Kapital, um Geld oder Sachvermögen zu erwerben.

Dein Geld- oder Sachvermögen (Ökonomische Kapital) kannst du widerrum in Soziales und Kulturelles Kapital umwandeln. Einerseits kannst du zum Beispiel Geld in deine Freunde investieren, um sie bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen. Andererseits kannst du aber auch Geld in deine eigene Bildung investieren (z.B in Bücher oder akademische Titel).

Soziales und Kulturelles Kapital kannst du in Symbolisches Kapital umwandeln. Dein soziales Umfeld oder dein Wissen können dir nämlich dabei helfen, deinen guten Ruf weiter auszubauen. Dieser Ruf verleiht dir symbolische Macht und einen Vertrauensvorschuss.

Dein Soziales, Kulturelles und Symbolisches Kapital kannst du wiederum in Ökonomisches Kapital umwandeln. Dein Ruf, dein Umfeld und deine Bildung helfen dir nämlich dein Ökonomisches Kapital zu vermehren. Wenn du einerseits Menschen in deinem Umfeld hast, die dich bei einem Vorhaben unterstützen, kann dies dein Ökonomisches Kapital steigern. Wenn du andererseits ausreichend gebildet bist, erschließen sich dir ganz neue lukrative Investitionsmöglichkeiten zur Vermehrung deines Geld- und Sachvermögens. Es kann also durchaus auch sinnvoll sein in dein Soziales, Kulturelles und Symbolisches Kapital zu investieren, um dein Geld- und Sachvermögen (Ökonomisches Kapital) langfristig zu steigern.

Fazit

Investoren sollten sich darüber im Klaren sein, dass Kapital nicht ausschließlich mit Investitionen in Geld- und Sachanlagen verbunden ist. Neben finanziellem Kapital gibt es nämlich auch weitere Kapitalformen. Mittels der Kapitalpyramide© habe ich dir in diesem Blogartikel gezeigt, dass jede dieser Kapitalsorten unterschiedlich wichtig ist. Gute Investoren sollten bei der Erreichung ihrer Ziele nie vernachlässigen auch Zeit in die fundamentalen Kapitalsorten zu investieren. Weiterhin habe ich dir mittels des Konzepts der Kapitalkonvertierung gezeigt, dass sich Kapitalsorten auch gegenseitig konvertieren lassen. Gute Investoren sollten sich darüber im Klaren sein, dass es lohnenswert sein kann in ihr Soziales, Kulturelles und Symbolisches Kapital zu investieren, um ihr Geld- und Sachvermögen (Ökonomisches Kapital) langfristig zu vermehren.

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Platzt die Immobilienblase in Deutschland? Ein Beispiel aus Berlin* https://kreativ-investieren.de/platzt-die-immobilienblase-in-deutschland-ein-beispiel-aus-berlin/ https://kreativ-investieren.de/platzt-die-immobilienblase-in-deutschland-ein-beispiel-aus-berlin/#respond Sat, 15 Feb 2020 08:00:08 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4374

Es ist kein Geheimnis, dass in den letzten 10 Jahren die Immobilienpreise in Deutschland dramatisch angestiegen sind. Ausgelöst wurde der Immobilienboom durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch immer günstiger ...

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Es ist kein Geheimnis, dass in den letzten 10 Jahren die Immobilienpreise in Deutschland dramatisch angestiegen sind. Ausgelöst wurde der Immobilienboom durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch immer günstiger werdende Kredite sind die Preise in kürzester Zeit bis in ungeahnte Höhen gestiegen. Exemplarisch dafür steht der Immobilienmarkt in Berlin. In Berlin haben sich seit 2010 die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen nahezu verdreifacht. Angenommen, eine 4-köpfige Familie möchte sich eine Eigentumswohnung zulegen, so wird statistisch gesehen eine Fläche von knapp 35qm pro Person angesetzt (Quelle: Statistisches Bundesamt 2014). In Summe würde sich dadurch eine Wohnungsgröße von 140qm ergeben. In Berlin hätte im Jahr 2019 eine entsprechende Wohnung durchschnittlich 560.000€ gekostet. Gehen wir nun der Einfachheit halber davon aus, dass beide Erwachsene Vollzeit arbeiten. Dann wäre bei dem Mann mit einem monatlichem Bruttoeinkommen von etwa 4.000€ zu rechnen und bei der Frau wären es ungefähr 3.400€ (Quelle: Statista 2018). Insgesamt stünden dem Haushalt also 7.400€ Bruttolohn zur Verfügung. Staatliche Zuschüsse (wie z.B. Kindergeld) sollen hier der Einfachheit halber vernachlässigt werden. Das Netto-Haushaltseinkommen würde im Durchschnitt daher ca. 4.300€ betragen. Als Faustregel wird häufig angenommen, dass die Ausgaben für Wohnraum bei einem Drittel des Netto-Einkommens liegen sollten. Das wären entsprechend 1.433€.

Abbildung 1: Entwicklung der Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Berlin von 2004 bis 2019; Quelle: Statista

Reichen 1.433€ monatlich, um in Berlin eine familientaugliche Wohnung zu erwerben?

Gehen wir nun davon aus, dass unsere Beispielfamilie sich tatsächlich eine Wohnung kaufen möchte. 560.000€ wären dann der erwartete Kaufpreis. In der Regel kann man von Kaufnebenkosten in Höhe von 15% ausgehen (z.B. Maklergebühren, Notargebühren und Grunderwerbssteuer). Diese würden sich in unserem konkreten Beispiel auf ca. 85.000€ belaufen. Insgesamt müssten dementsprechend die Kosten für den Erwerb auf 654.000€ geschätzt werden. Um von einer Bank eine Finanzierungszusage für eine Immobilie zu bekommen, wird im Normalfall verlangt, dass mindestens die Erwerbsnebenkosten aus eigener Kraft aufgebracht werden können. 85.000€ müsste unsere Beispielfamilie daher mindestens zur Verfügung haben, um überhaupt die Mindestanforderungen für eine Immobilienfinanzierung zu erfüllen. Angenommen es stünde tatsächlich nur das Mindestmaß an Kapital zur Verfügung, so müssten 560.000€ finanziert werden. Selbst bei unseren aktuell sehr günstigen Zinssätzen wären die monatlichen Raten doch recht hoch. Bei einer Volltilgung in 35 Jahren und einem angenommenen Zinssatz von derzeit 1,3% pro Jahr, ergäbe ich eine monatliche Rate von knapp 1.700€. Neben den Kreditraten fallen jedoch noch weitere monatliche Kosten an. Als Faustregel werden hier pro Quadratmeter 4€ pro Monat angenommen. Bei einer 140qm Wohnung, müsste daher noch mit 560€ an Nebenkosten gerechnet werden. Daraus würde sich insgesamt eine monatliche Belastung von mindestens 2.260€ ergeben. Die Familie müsste daher etwa 53% des monatlichen Netto-Einkommens für Wohnzwecke aufwenden.

Für Familien nahezu unerschwinglich – sowohl als Mieter, als auch als Eigentümer

Selbst wenn die Zahlen an der ein oder anderen Stelle nur grobe Schätzwerte darstellen, so lässt sich dennoch erkennen, dass der Traum vom Eigenheim in Berlin für viele Familien tatsächlich nur ein Traum bleiben wird. In unserem Beispiel sind wir von zwei in Vollzeit arbeitenden Partnern ausgegangen. In vielen Fällen, wird das jedoch nicht der Realität entsprechen. Auch das minimal aufzuwendende Eigenkapital von 85.000€ dürfte für einige junge Familien ein Hindernis darstellen. In unserem Beispiel blieben der Familie noch ungefähr 2.000€ monatlich übrig zur Deckung der verbleibenden Kosten, wie z.B. Verpflegung, Kleidung, Transport, Freizeit, Kinderbetreuung. Das könnte insgesamt zwar funktionieren, würde unsere Beispielfamilie wohl aber an den Rand ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit bringen. Als Alternative könnte darüber nachgedacht werden, eine Wohnung zu mieten. Auch hier gehen wir davon aus, dass ein Drittel des Haushaltsbudgets aufgewendet werden soll, was einem Wert von 1.433€ entspricht. Bei den Nebenkosten kann gegebenenfalls von nur 3€ pro Monat pro Quadratmeter ausgegangen werden, da bestimmte Steuern und Kostenpositionen bei Mietern nicht anfallen. Für Nebenkosten müssten also 420€ angesetzt werden. Daraus ergäbe ich ein Budget von ca. 1.000€ monatlich für die Miete. Die durchschnittliche Miete je Quadratmeter beträgt in Berlin aktuell 13€. Für 1.000€ könnte daher nur eine etwa 77 Quadratmeter große Wohnung angemietet werden. Bei einer Wunschgröße von 140 Quadratmetern ergäbe sich ein zu erwartender Mietpreis von 1.820€. Inklusive der geschätzten Nebenkosten würde sich daraus ein Wert von 2.240€ ergeben. Mieten wäre also im Grunde genommen auch nicht billiger als kaufen.

Zufall? – Auch für Investoren ist der Markt nicht mehr attraktiv

Ist es bloß ein Zufall, dass es fast genauso teuer ist eine Wohnung zu mieten, anstatt sie zu kaufen? Nein, das ist es natürlich nicht! Bei der Frage, ob eine Wohnung gekauft oder gemietet werden sollte, werden Familien ganz genau überlegen, was sie tun sollten. Bei steigenden Mietpreisen und günstigen Kreditzinsen, liegt daher natürlich der Gedanke nahe, eine eigene Wohnung zu erwerben. Soweit, so logisch. Genau aus diesem Grunde sind in den vergangen Jahren sowohl die Mietpreise, als auch die Erwerbspreise rasant gestiegen. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat das Bundesland Berlin eine viel diskutierte „Mietpreisbremse“ verabschiedet. Für bestimmte Wohnungen gelten nun theoretisch maximal zulässige Mietpreise. Ob das in der Praxis funktioniert, wird sich noch zeigen müssen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht soll damit bezweckt werden, dass der „Teufelskreis“ aus steigenden Mieten und steigenden Erwerbspreisen durchbrochen werden soll. Würde sich der Markt rational verhalten, würde dieser Ansatz auch funktionieren. Ob sich der Markt aktuell noch rational verhält, darf allerdings bezweifelt werden. Wer sich mit dem Immobilienmarkt in Berlin beschäftigt, dem wird schnell auffallen, dass es aus Investorensicht ein sehr großes Problem gibt: Mieter, die ihre Wohnungen bereits seit vielen bewohnen. In Berlin waren die Mietpreise in der Vergangenheit äußerst günstig. Selbst in sehr zentral gelegenen Bezirken waren lächerlich günstige Mieten eher die Regel, als die Ausnahme. Da die Miete durch den Eigentümer aber nicht beliebig erhöht werden kann, gibt es viele glückliche Mieter, die in Lagen Wohnen, für die normalerweise deutlich mehr als 13€ Miete pro Quadratmeter gezahlt werden müssten, aber tatsächlich nur 5-6€ zahlen. Darüber hinaus genießen langjährige Mietverhältnisse oftmals besondere Schutzrechte. Ein neuer Eigentümer kann in der Regel nicht einfach ein bestehendes Mietverhältnis kündigen, nur um ein neues (und lukrativeres) Mietverhältnis zu beginnen. Daher wird es in vielen Fällen so sein, dass Investoren, die solche Wohnungen zu aktuellen Marktpreisen erwerben, auf viele Jahre hinaus Verluste einfahren werden, da die tatsächlich gezahlten Mietpreise im Missverhältnis zu den Kaufpreisen steht.

Nun aber Klartext – Gibt es eine Immobilienblase (in Berlin)?

Kurz und knapp: ja, die gibt es! Die Preise sind in den letzten Jahren exponentiell stark angestiegen. Dieser Anstieg steht in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bevölkerung. Berlin mag zwar hipp und cool sein, aber es ist nach wie vor eine eher arme Stadt mit relativ wenig Industrie. Im Wesentlichen gibt es dort viele Studenten, Startups, Dienstleister und öffentliche Verwaltung. Das erwartete Einkommen in diesen Branchen lässt es eigentlich nicht zu, sehr teure Wohnungen anzumieten oder gar zu kaufen. Viele der Wohnungen in Top-Lagen sind langfristig vermietet zu lächerlich günstigen Konditionen. Für rationale Investoren ist es absolut unwirtschaftlich geworden, in solche Wohnungen als Kapitalanlage zu investieren, da die Finanzierungskosten die tatsächlichen Mieteinnahmen um ein Vielfaches übersteigen. Dennoch steigen die Preise weiterhin und ein Ende ist nicht absehbar! Inzwischen zählt bei den Käufern solcher Objekte nicht mehr der Cashflow, sondern die Hoffnung, dass die Immobilienpreise noch weiter steigen werden und die Immobilie mit Gewinn veräußert werden kann. Meiner Meinung nach ist das nichts anderes als reine Spekulation oder gar Glücksspiel. Eigentumswohnungen, die nicht selbst bewohnt werden sollen, sind Renditeobjekte. Diese Rendite wird nun einmal primär durch Mieteinnahmen generiert. Nicht umsonst wird bei der Bewertung von Immobilien der „Kaufpreisfaktor“ bestimmt, also die Anzahl der Jahre, die die Miete angespart werden müsste, um den Kaufpreis auszugleichen. Eine Wohnung die beispielsweise 500.000€ kostet und 500€ Miete monatlich abwirft, erwirtschaftet jährlich Einnahmen von 6.000€. Daraus ergibt sich ein Kaufpreisfaktor von 83,33. Es würde also über 83 Jahre dauern, bis sich die Investition rentieren würde. Und selbst das wäre äußerst fraglich, da auch mit Instandhaltungskosten gerechnet werden muss. Ein in jeglicher Hinsicht absolut unrentables Geschäft. In Expertenkreisen gilt ein Kaufpreisfaktor von 20 als gut, 30 ist vielleicht noch akzeptabel. Davon sind wir in Berlin aber schon Lichtjahre entfernt. Wenn es soweit ist, dass vermeintlich rationale Investoren in einem wirtschaftlich schwachem Umfeld derartig hohe Summen für Wohnungen ausgeben, die über die Miete niemals rentabel werden können, dann handelt es sich definitiv um eine Blase!

Fazit: Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht!

Der Immobilienmarkt in Berlin ist extrem heiß gelaufen. Das hat dazu geführt, dass Durchschnittsfamilien sich keinen angemessenen Wohnraum im Stadtgebiet leisten können. Setzt sich dieser Trend fort, wird Berlin sich zu einer „Superstar-City“ entwickeln – einer Stadt in der nur noch Promis und Spitzenverdiener ein zu Hause finden. Die Regierung in Berlin hat dieses Dilemma erkannt und versucht entsprechend gegenzusteuern. Dieses Eingreifen in den Markt ist gemäß volkswirtschaftlicher Lehre ein deutliches Anzeichen von Marktversagen. Obwohl der Gedanke nachvollziehbar ist, hat die pseudo-sozialistische Landesregierung in Berlin ihre Hausaufgaben aber eher schlecht gemacht. Wenn man den mutigen (vielleicht auch falschen) Schritt zum Mietendeckel geht, so ist dieser in der Praxis vollkommen wirkungslos, wenn er an viele Bedingungen geknüpft ist und daher leicht umgangen werden kann. Wirkungsvoller wäre es gewesen, die Verkaufspreise staatlich zu limitieren. Wenn die Quadratmeterpreise nicht mehr steigen könnten, dann gäbe es auch schlagartig keine Spekulation mehr. Allerdings befänden wir uns dann in einem politischen System, das nicht mehr marktwirtschaftlich agieren würde. Trotzdem bleibe ich dabei, der jetzige Zustand ist nichts Halbes und nichts Ganzes – und ganz und gar nicht zufriedenstellend! Die Frage ist allerdings, ob (und wann) die Blase platzen wird. Das kann niemand so genau vorhersagen. Vielleicht wird es keinen schlagartigen Preisverfall in Berlin geben, aber mittelfristig ist zumindest damit zu rechnen, dass sich der Markt beruhigen wird. Spätestens wenn die wirtschaftliche Situation in Deutschland sich etwas verschlechtert und die Zinswende eingeläutet wird, wird sich zeigen, ob sich nicht einige „Investoren“ verzockt haben.

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Diese fünf Kapitalsorten sollte jeder gute Investor kennen https://kreativ-investieren.de/diese-fuenf-kapitalsorten-sollte-jeder-gute-investor-kennen/ https://kreativ-investieren.de/diese-fuenf-kapitalsorten-sollte-jeder-gute-investor-kennen/#comments Sat, 08 Feb 2020 08:00:18 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4360

Im alltäglichen Sprachgebrauch versteht der Volksmund unter dem Wort „Kapital“ ein Synonym für Geld- oder Sachvermögen. Dabei vergessen die meisten Menschen, dass es neben finanziellem Kapital durchaus noch weitere Kapitalsorten ...

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Im alltäglichen Sprachgebrauch versteht der Volksmund unter dem Wort „Kapital“ ein Synonym für Geld- oder Sachvermögen. Dabei vergessen die meisten Menschen, dass es neben finanziellem Kapital durchaus noch weitere Kapitalsorten gibt, in welche man investieren kann. Deshalb stelle ich dir heute fünf Kapitalsorten vor, die jeder gute Investor kennen sollte. In jede Kapitalsorte kannst du als Investor deine Zeit investieren und jede Kapitalsorte trägt langfristig zu deinem persönlichen Erfolg bei. Der heutige Blogbeitrag richtet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene Investoren. Er soll vor allem dabei helfen, dein Mindset zu schärfen. Denn als guter Investor solltest du verstehen, dass es neben Geld- und Sachvermögen noch andere Erscheinungsformen für Kapital gibt. Welche Erscheinungsformen das sind erkläre ich dir im weiteren Verlauf.

Was ist Kapital eigentlich?

Wer das Wort „Kapital“ googelt wird schnell feststellen, dass es keine eindeutige Definition gibt. So macht zum Beispiel Wikipedia schnell deutlich, dass es in der Soziologie, in der Volkswirtschaftslehre und in der Betriebswirtschaftslehre verschiedene Definitionen von Kapital gibt. Im heutigen Beitrag möchte ich dir den Kapitalbegriff der Soziologie näher veranschaulichen. Als Pionier in diesem Bereich hat der bekannte französische Soziologe Pierre Félix Bourdieu den Kapitalbegriff geprägt. Denn Bourdieu ist der Auffassung, dass Kapital eine Ressource ist, welche Menschen für die Erreichung ihrer Ziele nutzen. Diese Ressource hat seiner Meinung nach vier verschiedenen Erscheinungsformen, welche ich um eine fünfte Erscheinungsform ergänzt habe. Jeder Mensch ist in der Lage seine Zeit in eine der folgenden fünf Erscheinungsformen zu investieren:

5 Kapitalsorten
5 Kapitalsorten

1. Physiologisches Kapital – Dein Körper als Ressource

Das Physiologische Kapital repräsentiert deinen Körper als Ressource zur Erreichung deiner Ziele. Als guter Investor solltest du verstehen, dass es von außerordentlicher Bedeutung ist Zeit in deinen eigenen Körper zu investieren. Bekanntlich ist dein Körper für deinen langfristigen Erfolg unumgänglich. Denn nur wenn du gesund bist, kannst du genügend Zeit für deine Finanzen aufwenden. Leider habe ich in der Vergangenheit immer wieder feststellen müssen, dass viele Menschen im Alltag ihren Körper vernachlässigen. Sie gehen zum Beispiel krank zur Arbeit, arbeiten zu lange, ernähren sich ungesund oder treiben keinen Sport. Durch dieses Verhalten schaden diese Menschen ihrer eigenen Gesundheit. Dieses Verhalten bleibt nicht unbestraft und wirkt sich langfristig negativ auf ihr Physiologisches Kapital aus. Meiner Meinung nach erklärt das Zitat des berühmten französischen Philosoph Voltaire diesen negativen Einfluss am besten: „In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.“ Als guter Investor sei also immer achtsam und investiere ausreichend Zeit in dein physiologisches Kapital. Das ist oftmals gar nicht so schwer, da die richtige Menge an Wasser, Nahrung, Schlaf, Sport, Arbeit und Schonzeit bei Krankheit hierzu schon ausreichen.

2. Ökonomisches Kapital – Dein Geld- und Sachvermögen als Ressource

Das Ökonomische Kapital repräsentiert dein Geld- und Sachvermögen als Ressource zur Erreichung deiner Ziele. Als guter Investor solltest du verstehen, dass es wichtig ist Zeit in dein Ökonomisches Kapital zu investieren. Denn dein Geld- und Sachvermögen sind eine wichtige Ressource für deine langfristige finanzielle Sicherheit und Stabilität. Nur mit ausreichend Einkommen und Vermögen kannst du langfristig deinen Lebensunterhalt bestreiten. Jeder der einmal in finanziellen Schwierigkeiten war kennt das beklemmende Gefühl, wenn man plötzlich nicht mehr weiterweiß. Auch in diesem Zusammenhang gibt es  zwei treffende Volksweisheiten. Erstens heißt es: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“. Das bedeutet, jeder gute Investor sollte Zeit in sein Ökonomisches Kapital investieren, um sich für finanzielle Notlagen abzusichern. Zweitens heißt es: „Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt die Nerven“. Das heißt, jeder gute Investor sollte sich bewusst sein, dass Geld eine gute Absicherung darstellt, aber langfristig nicht glücklich macht. Dies belegen auch viele Studien, weil sie zeigen, dass ab einer gewissen Einkommens- und Vermögensgrenze Geld nicht glücklicher macht. Mit anderen Worten, wenn man bereits finanziell voll abgesichert ist, macht es Investoren nicht glücklicher, wenn sie noch mehr Zeit in ihr Ökonomisches Kapital investieren.

3. Soziales Kapital – Dein soziales Umfeld als Ressource

Das Soziale Kapital repräsentiert dein soziales Umfeld als Ressource zur Erreichung deiner Ziele. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wichtig erscheint, so solltest du als guter Investor unbedingt Zeit in dein Soziales Kapital investieren. Denn dein Umfeld ist entscheidend für die Erreichung deiner Ziele. Auf der einen Seite kann dein Umfeld ein Katalysator für deinen langfristigen Erfolg sein. Das ist besonders der Fall, wenn du viele Menschen in deinem Umfeld hast, welche dieselbe Lebenseinstellung haben, ähnliche Interessen verfolgen, eine ähnliche Wertvorstellung haben und dieselben Ziele verfolgen oder diese bereits erreicht haben. Ein großes Netzwerk an Gleichgesinnten ist also sehr förderlich. Auf der anderen Seite kann dein Umfeld deinem langfristigen Erfolg im Wege stehen. Denn Menschen können dich auch ausnutzen und deinen persönlichen Zielen entgegenwirken. Auch an dieser Stelle gibt es ein treffendes Zitat des berühmten US-amerikanischen Unternehmer Jim Rohn: „Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst“. Dieses Zitat sagt dir, dass du als guter Investor herausfinden solltest mit welchen 5 Menschen du deine meiste Zeit verbringst. Denke weiterhin darüber nach, ob diese 5 Menschen bei der Erreichung deiner Ziele förderlich sind oder dir im Weg stehen. Im zweiten Fall solltest du überdenken, ob du zukünftig noch viel Zeit mit diesen Menschen verbringen solltest.

4. Kulturelles Kapital – Deine Bildung als Ressource

Das Kulturelle Kapital repräsentiert deine Bildung als Ressource zur Erreichung deiner Ziele. Schon frühzeitig erkannten Wissenschaftspioniere wie Alexander von Humboldt wie wichtig Bildung für den langfristigen Erfolg sein kann. Deshalb sollte jeder Investor Zeit in seine Bildung investieren. Dabei gibt es laut Bourdieu drei Formen des Kulturellen Kapitals:

  • Inkorporiertes Kulturkapital: Diese Kapitalform bezieht sich auf dein Wissen, welches du im Rahmen deiner Bildung erworben hast. Dieses Wissen ist in deinem Kopf gespeichert und kann kurzfristig nicht an andere weitergegeben werden. In der Finanzblogger Szene wird in diesem Zusammenhang auch häufig von „Humankapital“ gesprochen, da die beste Investition die in dich selbst ist.
  • Objektiviertes Kulturkapital: Diese Kapitalform bezieht sich auf deine kulturellen Güter wie zum Beispiel Bilder, Bücher oder andere Schriften, welche du verfasst hast. Diese Güter kannst du prinzipiell handeln und somit kurzfristig an andere verkaufen.
  • Institutionalisiertes Kulturkapital: Diese Kapitalform bezieht sich auf Titel und Stellen, die du erworben hast. Hierzu gehören zum Beispiel Schul- oder Universitätsabschlüsse.

Als guter Investor solltest du möglichst Zeit in alle drei Formen des Kulturellen Kapitals investieren. Mit anderen Worten solltest du tagtäglich dein inkorporiertes Kulturkapital steigern (z.B. indem du Bücher liest). Weiterhin solltest du dein Wissen selbst in Form von objektiviertem Kapital handeln (z.B. indem du Bücher schreibst und verkaufst). Zu guter Letzt solltest du in dein institutionalisiertes Kulturkapital investieren (z.B. durch Schul- oder Universitätsabschlüsse sowie Zertifikate).

5. Symbolisches Kapital – Dein Ruf als Ressource

Das Symbolische Kapital repräsentiert deinen Ruf als Ressource zur Erreichung deiner Ziele. In diese Kapitalklasse zu investieren stellt für jeden guten Investor die größte Herausforderung dar. Denn um dir einen Ruf aufzubauen, musst du viel Zeit und Mühe investieren. An dieser Stelle möchte ich ein berühmtes Beispiel aus der Finanzwelt geben. Warren Buffett ist einer der weltweit bekanntesten Investoren in der Finanzwelt. Im Laufe seines gesamten Lebens nutze Warren Buffett erfolgreich die Methoden des Value Investing und wurde einer der reichsten Menschen der Welt. Durch seinen Erfolg vertrauen mittlerweile Menschen weltweit dem Urteilsvermögen von Warren Buffett. Aus diesem Grund investieren sie unter anderem auch in sein Unternehmen Berkshire Hathaway. Warren Buffet liefert uns also ein gutes Beispiel, wie man sein Symbolisches Kapital positiv nutzen kann. Er hat sich über Jahre durch harte Arbeit einen guten Ruf erarbeitet und nutzt diesen guten Ruf, um sein Imperium weiter auszubauen.

Fazit

Bei dem Wort „Kapital“ denken die meisten Menschen an Geld- oder Sachvermögen. Dabei gibt es neben Geld- und Sachvermögen noch viele weitere Kapitalsorten, in welche du deine Zeit investieren kannst. In meinem heutigen Blog-Artikel habe ich dir fünf Kapitalsorten vorgestellt. Wenn du langfristig deine Zeit in alle fünf Kapitalsorten investierst, helfen dir diese deine Ziele und Träume zu erreichen. Ich hoffe, dass dich der heutige Beitrag zum Denken anregt. Investierst du bereits deine Zeit in andere Kapitalsorten, außer deinem Geld und Sachvermögen? Oder verhältst du dich bei den anderen Kapitalsorten eher passiv? Ich wünsch dir viel Spaß beim Nachdenken und hoffe du schaust in der nächsten Woche wieder rein!

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Nicht die anderen sind Schuld an eurer Altersarmut, sondern ihr selbst! – Wie Ignoranz unsere Wohlstandsgesellschaft bedroht* https://kreativ-investieren.de/nicht-die-anderen-sind-schuld-an-eurer-altersarmut-sondern-ihr-selbst-wie-ignoranz-unsere-wohlstandsgesellschaft-bedroht/ https://kreativ-investieren.de/nicht-die-anderen-sind-schuld-an-eurer-altersarmut-sondern-ihr-selbst-wie-ignoranz-unsere-wohlstandsgesellschaft-bedroht/#comments Sat, 01 Feb 2020 08:00:07 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4330

Als wir 2018 mit unserem Finanzblog begonnen haben, wollten wir ganz normalen Durchschnittstypen Finanzwissen vermitteln. Die Idee war es dabei, Finanzbildung für jedermann zugänglich zu machen und so sicherzustellen, dass ...

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Als wir 2018 mit unserem Finanzblog begonnen haben, wollten wir ganz normalen Durchschnittstypen Finanzwissen vermitteln. Die Idee war es dabei, Finanzbildung für jedermann zugänglich zu machen und so sicherzustellen, dass es die heutige Generation junger Menschen im Alter besser haben wird. Aber nichts da! Die traurige Wahrheit ist, dass die meisten jungen Menschen sich überhaupt nicht für ihre Finanzen interessieren. Das ist aus unserer Sicht besonders schade, denn gerade in jungen Jahren werden die Weichen für das spätere Leben gelegt. In seiner Artikelserie zum Thema Spiel des Lebens hat Raphael daher versucht einen typischen durchschnittlichen Lebensweg unter finanziellen Aspekten unter die Lupe zu nehmen. Für jede Lebensphase sind dort Tipps formuliert, die dazu beitragen können die eigenen Finanzen zu optimieren. Lange Zeit habe ich darüber nachgedacht, warum dieses wichtige Thema so wenig Beachtung findet. Die einzig plausible Antwort lautet Faulheit! Dass Faulheit nicht immer schlecht sein muss, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Immer haben die anderen Schuld!

Wenn man bemerkt, dass es um die eigene finanzielle Situation nicht zum Besten steht, dann ist das Kind oft schon in den Brunnen gefallen. Wer sich nicht mit seinen Finanzen beschäftigt, der wird erst viel zu spät bemerken, wenn etwas in Schieflage geraten ist. Die Konsequenz daraus ist oft eine große Frustration und Schuldzuweisungen. Bei den Schuldzuweisungen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mal sind es gierige Finanzhaie, ein anderes Mal die unfähigen Politiker und manchmal einfach auch unsere verkommene Gesellschaft, die ins Visier der Kritiker rückt. Wer aber die Schuld für seine eigene Situation bei anderen sucht, der liegt oft daneben. Wenn man der Gesellschaft einen Vorwurf machen kann, dann den, dass Finanzbildung (z.B. in der Schule) komplett vernachlässigt wird.

Pfandflaschen sammeln im Alter ist nicht schön und muss auch nicht sein!

Natürlich gibt es immer wieder individuelle tragische Schicksale, in denen das Leben und äußere Umstände dafür sorgen, dass die finanzielle Situation angespannt ist. Für unsere Betrachtung gehen wir allerdings von einem ganz durchschnittlichem Menschen in Deutschland aus. Nennen wir ihn bezeichnenderweise Max Mustermann. Max hat ein monatliches Nettoeinkommen von 1.890€ (Quelle: Statista 2019). Die durchschnittlichen monatlichen Kosten eines Singles betragen in Deutschland aktuell ca. 1.629€ (Quelle: Sparkasse). In diesen Kosten enthalten sind u.a. Kosten für Wohnen, Energie, Transport, Kleidung, Nahrung und sogar Genussmittel. Es ergäbe sich also für den Durchschnittstypen eine Differenz von 261€ monatlich. Teilt man 261€ auf durchschnittlich 30 Tage pro Monat auf, so ergibt sich ein täglicher Überschuss von immerhin 8,7€. „Das ist ja fast nichts!“ werden nun einige sofort sagen. Würde man jedoch von dem überschüssigen Geld auch nur 150€ monatlich in einen breit gestreuten ETF investieren und das über einen Zeitraum von 30 Jahren, dann ergäbe sich dadurch eine Summe von schätzungsweise 150.000€. Wer diese 150.000€ dann im Alter weiter investiert lässt und lediglich jährlich 4% der Investitionssumme entnimmt, der hat sich eine nahezu unerschöpfliche Geldmaschine geschaffen. 4% von 150.000€ sind 6000€, was rein rechnerisch einem monatlichen Verdienst von 500€ entspricht. Aus 150€ monatlich während der aktiven Arbeitsphase kann gut und gerne eine Zusatzrente von 500€ monatlich im Alter entstehen.

Einige Personengruppen sind tatsächlich benachteiligt

Wer jetzt aufschreit und sagt, dass das mit Kindern nicht zu bewerkstelligen sei, dem sei gesagt, dass die Kostenstruktur einer vierköpfigen Familie pro Kopf gesehen sogar um einiges besser ist, als bei einem Single. Fairerweise muss hier aber erwähnt werden, dass eine vierköpfige Familie im Schnitt 3600€ pro Monat benötigt. Mit zwei durchschnittlichen Einkommen wird hier die Luft zum Sparen tatsächlich etwas dünner. Hier zeigt sich, dass Familien mit geringem bis durchschnittlichem Einkommen tendenziell anfälliger für Altersarmut sind. Hier wäre es möglicherweise sinnvoll durch gezielte staatliche Umverteilung insbesondere dieser Personengruppe unter die Arme zu greifen, beispielsweise durch Steuererleichterungen, Kindergeld und ähnliche Mechanismen.

Altersarmut kann jeden treffen!

Allzu oft betrifft Altersarmut aber nicht nur besonders gefährdete Gruppen, sondern auch diejenigen, die eigentlich genug Spielraum für die Altersvorsorge gehabt hätten. Also auch Besserverdiener sind dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt. Wer sich ausschließlich auf die staatliche Vorsorge verlässt, den wird die „Rentenlücke“ womöglich eiskalt erwischen. Prognosen lassen vermuten, dass im Jahr 2030 das Rentenniveau bei ca. 43% liegen wird. Ein durchschnittlicher Rentner bekommt dann also 43% dessen, was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verdient. Bei dem oben genannten Wert von aktuell durchschnittlich 1.890€ monatlich, würde die Rentenzahlung entsprechend bei 812€ liegen. Ob diese Summe ausreichen würde, kann ja jeder gedanklich einmal durchspielen. Ich denke, dass eine mögliche „Zusatzrente“ von 500€ den meisten da ganz gelegen käme. Es ist allerdings so, dass selbst ein Arbeitnehmer, der heute 3000€ netto verdient und damit wohl schon als „Gutverdiener“ bezeichnet werden kann, dann „nur“ auf ungefähr 1.290€ staatliche Rente käme. Selbst dieser Wert liegt unter den zu erwartenden monatlichen Kosten von 1.629€, die inflationsbedingt wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr ausreichen werden, um den Lebensstandard zu decken.

Gutverdiener könnten der Zukunft gelassen entgegen blicken – bei richtiger Vorsorge

Demjenigen, der sich schon während seiner aktiven Arbeitsphase am Existenzminimum bewegt, kann man wohl kaum einen großen Vorwurf machen, wenn er von Altersarmut bedroht wird. Wer jedoch deutlich mehr verdient, mit dem muss man auch nicht viel Mitleid haben. Ein Blick auf das Beispiel des „Gutverdieners“ reicht aus um das zu verdeutlichen. Grundsätzlich ist anzunehmen, dass ein Gutverdiener die gleichen Kosten wie ein Durchschnittsverdiener aufweist, also als Single 1629€ monatlich. Jeden Monat würde der Gutverdiener also Überschüsse von bis zu 1371€ erwirtschaften. Würde der Gutverdiener von diesem üppigen Überschuss nur 500€ monatlich in einen guten ETF investieren und zwar 30 Jahre lang, dann ergäbe sich daraus ein erwartetes Vermögen von 381.547€. Wenn man auch hier die oben erwähnte 4%-Regel anwendet, dann ergäbe das einen Wert von 15.262€, die jährlich entnommen werden könnten. Das wiederum entspräche einer monatlichen Zusatzrente von 1.272€. Der Gutverdiener könnte also mit seiner staatlichen Rente und der zusätzlichen privaten Vorsorge ohne Probleme über monatlich 2.562€ verfügen. Er müsste damit im Alter keinerlei Einschränkungen hinnehmen, da ihm ja bereits heute auf Grund der monatlichen Sparrate effektiv „nur“ 2.500€ zur Verfügung stünden.

Keine Vorsorge – kein Mitleid!

Es mag vielleicht hart klingen, aber auf Grund des gerade erläuterten Beispiels hält sich mein Mitleid für Besserverdiener, die von Altersarmut betroffen sind, in Grenzen. Wer sein Geld für überflüssigen Luxus (z.B. zu teures Auto, zu teure Wohnung, zu teure Urlaube) verprasst, statt zumindest einen Teil davon langfristig für Vorsorgezwecke anzulegen, dem ist nicht mehr zu helfen. Wer dann noch die Dreistigkeit besitzt, der Gesellschaft, den Politikern oder dem Sozialstaat die Schuld an seiner unglücklichen Situation zu geben, leidet an Realitätsverlust. Deutlich wird hingegen, dass das gegenwärtige Rentensystem besonders für Geringverdiener fast unausweichlich das Ticket in die Altersarmut bedeutet. Hier müsste dringend über Reformen des Rentensystems nachgedacht werden. Andere Länder wie die Schweiz oder Norwegen machen vor, wie es besser gehen kann. Das Fazit lautet daher, dass jeder, der es sich leisten kann, dringend privat vorsorgen sollte. Dann kann der Lebensabend auch ruhigen Gewissens genossen werden.

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10 weitverbreitete Mythen über die SCHUFA* https://kreativ-investieren.de/10-weitverbreitete-mythen-ueber-die-schufa/ https://kreativ-investieren.de/10-weitverbreitete-mythen-ueber-die-schufa/#respond Sat, 25 Jan 2020 08:00:29 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=4310

Wer in Deutschland über ein Girokonto, eine Kreditkarte oder einen Privatkredit verfügt, der kommt zumeist um die Schufa nicht herum. Denn mit Abschluss dieser Finanzprodukte stimmt man meistens der Speicherung ...

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Wer in Deutschland über ein Girokonto, eine Kreditkarte oder einen Privatkredit verfügt, der kommt zumeist um die Schufa nicht herum. Denn mit Abschluss dieser Finanzprodukte stimmt man meistens der Speicherung der Daten bei der Schufa zu. Doch die meisten Menschen wissen gar nicht, welche Daten die Schufa überhaupt über sie speichert. Aus diesem Grund gibt es auch viele Mythen in Zusammenhang mit der Schufa. Heute möchte ich mit 10 weitverbreiteten Mythen über die SCHUFA aufräumen.

Was ist die SCHUFA überhaupt?

Bevor ich genauer auf 10 weitverbreitete Mythen eingehe, möchte ich klären, was die Schufa überhaupt ist. Schufa steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Sie ist das größte Wirtschaftsauskunftsunternehmen über die Kreditwürdigkeit von Schuldnern in Deutschland. Dabei verfügt die Schufa in etwa über 943 Millionen Datensätzen zu 67,7 Millionen natürlichen Personen und zu 6 Millionen Unternehmen. Die Schufa behandelt jährlich mehr als 165 Millionen Anfragen zur Kreditwürdigkeit. Davon sind 2,5 Millionen Auskünfte der Verbraucher, die ihre Daten einsehen wollen. Die anderen Anfragen stammen in erster Linie von Unternehmen wie Banken, Versandhändlern, Energieversorgern oder Telekommunikationsunternehmen. Mithilfe ihrer Anfragen möchten Unternehmen die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten oder die Nichtbedienung eines Vertrages vor dem Zustandekommen einschätzen. Diese Auskunft dürfen Unternehmen aber nur mit ausschließlicher Genehmigung von Ihren Kunden einholen. Deshalb liest du in dem Kleingedruckten vieler Verträge oft, dass du das Unternehmen berechtigst, Daten bei der Schufa abzufragen und zu melden. Die meisten Menschen wissen bei Abschluss dieser Verträge jedoch oft nicht, was die Schufa überhaupt ist. Deshalb entstehen viele Mythen über die Schufa, auf welche ich jetzt genauer eingehe.

Mythos 1: Die SCHUFA ist eine Behörde

Auch wenn viele dies denken, so ist die Schufa keine staatliche Behörde. Die Schufa ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, welches in 1927 gegründet wurde. Heute sind bei der Schufa rund 900 Mitarbeiter beschäftigt und das Unternehmen hat einen Jahresumsatz von ca. 190 Millionen Euro. Seit 2000 wurde die Schufa in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Jedoch werden die Aktienanteile der Schufa nicht an der Börse gehandelt. Die Aktienanteile liegen dagegen vollständig bei Unternehmen aus der Finanzbranche und aus dem Handel.

Mythos 2: Nur Privatpersonen stehen in der SCHUFA

Die Schufa speichert nicht nur Informationen über die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen, sondern auch über natürliche Personen und Unternehmen. Eine natürliche Person ist dabei nicht notwendigerweise eine Person wie du und ich, sondern kann auch eine Personengesellschaft darstellen (z.B. eine GbR oder KG). Weiterhin speichert die Schufa Daten zu eigenständigen Unternehmen (z.B. eine GmbH). Somit gibt sie auch Auskunft über das Zahlungsverhalten von kleinen und großen Unternehmen.

Mythos 3: Die SCHUFA kennt dich nur, wenn du nicht zahlst

Auch dieser dritte Mythos ist nicht korrekt. Die Schufa speichert nicht nur Informationen über dich, wenn du nicht zahlst. Denn bei der Schufa sind meistens Daten über bestehende Verträge und Kredite von dir hinterlegt. Diese werden von Banken oder dem Handel an die Schufa gemeldet, wenn du einen Kredit oder Vertrag abschließt. Diese hinterlegten Daten müssen nicht immer einen negativen Einfluss auf deinen Schufa-Score haben. Stattdessen können sie auch belegen, dass du deinen Zahlungsverpflichtungen regelmäßig nachgekommen bist. Solltest du einen Vertrag kündigen oder einen Kredit zurückbezahlen, werden die Daten nach fest definierten Speicherfristen gelöscht.

Mythos 4: SCHUFA-Auskünfte verschlechtern den SCHUFA Score

Auch dies ist ein reiner Mythos. Eine Auskunft bei der Schufa hat keinen Einfluss auf deinen Schufa Score. Du kannst eine Schufa-Auskunft also so oft einholen wie du möchtest.

Mythos 5: Die SCHUFA-Auskunft ist kostenpflichtig

Die Schufa-Auskunft ist nicht zwingend kostenpflichtig. Wenn du wissen möchtest, welche Daten die Schufa über dich speichert, dann kannst du einmal jährlich eine kostenlose Datenkopie deiner Daten anfordern. Diese Datenkopie frage ich persönlich jedes Jahr ab. Ich möchte einschätzen können, welche Daten über mich gespeichert sind.

Wenn du eine kostenlose Datenkopie bei der Schufa abfragen möchtest, so kannst du online ein Formular auf meinschufa.de ausfüllen. Achte beim Ausfüllen darauf, dass nur wenige der abgefragten Felder Pflichtfelder sind (gelb markiert). So ist der Dokumentenupload deines Personalausweises optional und somit nicht notwendig.

Abfrageformular Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO) bei der SCHUFA
Abfrageformular Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO) bei der SCHUFA

Neben der kostenlosen Datenabfrage gibt es manchmal auch Aktionen, bei denen du z.B. das normalerweise kostenpflichtige „meineSchufa plus“ Angebot 180 Tage kostenlos ausprobieren kannst. Das Angebot „meineSchufa plus“ bietet dir einen größeren Funktionsumfang. Du kannst zum Beispiel 180 Tage lang die von dir gespeicherten Daten tagesaktuell online einsehen und bekommst eine Information über Änderungen, wenn du den Update Service aktivierst. Wenn dich ein kostenloses Probeabo für 180 Tage interessiert, dann suche doch einfach auf Deal-Plattformen wie mydealz.de nach entsprechenden Sonderangeboten. Du solltest jedoch nicht vergessen, dein Probeabo rechtzeitig zu kündigen.

Mythos 6: Die SCHUFA kennt deinen Beruf und dein Einkommen

Die Schufa speichert keine Informationen über deinen Beruf, die Höhe deines Einkommens oder deines Kontostandes, deines Familienstandes, deiner Nationalität oder deiner Religion. Es werden stattdessen folgende Daten bei der Schufa über dich gespeichert:

Kontaktdaten

  • Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht, (Geburtsort), (Geburtsname)
  • aktuelle Anschrift, frühere Anschriften (somit auch „Umzugsverhalten“)

Art, Gegenstand und Zahlungsbedingungen des jeweiligen Geschäfts

  • Kredit- und Leasingverträge mit Betrag und Laufzeit
  • Eröffnung von Konten (Girokonto, Pfändungsschutzkonto)
  • ausgegebene Kreditkarten
  • Einrichtung eines Telekommunikationskontos (Laufzeitverträge)
  • Kundenkonten des Handels, Versandhandels

Abweichendes Zahlungsverhalten

  • Forderungen, die fällig, ausreichend gemahnt und nicht bestritten sind
  • Forderungen nach gerichtlicher Entscheidung und deren Erledigung

Missbrauch von Konten/Kreditkarten nach Nutzungsverbot

Angaben aus öffentlichen Verzeichnissen, amtlichen Bekanntmachungen

  • Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (aus dem Schuldnerverzeichnis)
  • Haftbefehl zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung
  • Beantragung/Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens (Privatinsolvenz)
  • Abweisung, Einstellung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mangels Masse

Anfragen

  • Anfragen nach Branche
  • Konditionsanfragen

Mythos 7: Eine Korrektur der SCHUFA-Daten geht nur mit einem Anwalt

Du benötigst keinen Anwalt, wenn Daten bei der Schufa deiner Meinung nach nicht stimmen. Stattdessen kannst du dich vertrauensvoll an den Privatkundenservice der Schufa wenden. Sollten Daten falsch hinterlegt sein, so klären die Schufa Mitarbeiter dies mit dem Unternehmen, welches diese Daten gemeldet hat. Sollten diese Daten falsch sein, werden sie von der Schufa in der Regel so schnell wie möglich korrigiert.

Mythos 8: Die SCHUFA teilt dir einen Negativ-Eintrag mit

Einen Negativ-Eintrag bei der Schufa bekommst du erst, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Du hast zwei Mahnungen erhalten, denen du nicht widersprochen hast.
  • Die Mahnungen wurden im Abstand von vier Wochen gesendet.
  • Ein negativer Schufa-Eintrag wurde dir in einem Mahnbescheid angekündigt.
  • Du hast die Forderung nicht beglichen.

Solltest du die oben aufgezählten Kriterien erfüllen, erhältst du einen Negativ-Eintrag. Jedoch informiert dich nicht die Schufa über diesen Negativ-Eintrag. Die einzige Information über den Negatv-Eintrag erhältst du über den Mahnbescheid des Unternehmens, bei dem eine vermeintliche Forderung aussteht.

Mythos 9: Du bekommst keinen Kredit bei einem Negativ-Eintrag

Natürlich wirkt sich ein Negativ-Eintrag oftmals auf verschiedene Lebensbereiche aus, wie zum Beispiel eine Kreditaufnahme, eine Anmietung einer neuen Wohnung oder ein Abschluss eines Handyvertrages. Jedoch bedeutet dies nicht zwingend, dass du bei einem Negativ-Eintrag keinen Kredit mehr bekommst. Auf der einen Seite gibt es zum Beispiel Kreditunternehmen, welche keine Schufa-Auskunft verlangen. Auf der anderen Seite gibt es Anbieter, bei denen du trotz eines Negativ-Eintrags Kredite bekommen kannst. Jedoch erhältst du diese Kredite meist nur zu schlechteren Zinskonditionen.

Mythos 10: Du bekommst keinen Kredit, weil die SCHUFA nicht zustimmt

Die Schufa selbst erteilt keine Zustimmung bei der Vergabe von Krediten. Die Schufa gibt Banken lediglich Auskunft über dein Zahlungsverhalten. Sie teilt den Banken deinen Schufa-Score mit, welcher eine Aussage darüber trifft, mit welcher Wahrscheinlichkeit du den Kredit zurückzahlst. Weiterhin teilt die Schufa den Banken Negativ-Einträge mit, solltest du Vertragsbedingungen einmal nicht erfüllt haben. Anhand dieser Informationen entscheidet die Bank dann eigenständig, ob sie dir einen Kredit gibt oder nicht.

FAZIT

Es gibt viele Mythen in Zusammenhang mit der Schufa. Heute habe ich mit 10 dieser Mythen aufgeräumt, um dir ein besseres Verständnis über die Schufa zu geben. So ist die Schufa nicht zwangsläufig etwas Schlechtes. Denn neben Negativ-Einträgen speichert die Schufa auch Positiv-Einträge über dich. Positive-Einträge zeigen, dass du in der Vergangenheit deinen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen bist. Sie verbessern deinen Schufa Score, welcher anderen Unternehmen zeigt, dass du ein zuverlässiger Kunde bist. Ein guter Schufa Score kann dir unter anderem dabei helfen, gute Konditionen für einen Kredit zu bekommen.

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