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Nun reihen auch Paul und ich uns in die Gruppe der Finanzblogger ein, die ab und zu ein Depotupdate geben werden. Wir haben uns entschlossen über unsere Firma kreativ-investieren Deutschland UG (haftungsbeschränkt) ein Firmendepot zu eröffnen.

Warum ein Firmendepot?

Für uns gibt es verschiedene Gründe, warum wir über unsere Firma in Aktien investieren wollen. Erstens möchten wir unsere regelmäßigen Einnahmen investieren. Zweitens können wir durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren Kapitalerträge erwirtschaften. Zuerst war es unser primäres Ziel, durch jährlich erwirtschaftete Kapitalerträge kostendeckend zu arbeiten. Und durch Investitionen in Mintos in den letzten zwei Jahren haben wir dieses Ziel schnell erreicht. Nachdem die Corona-Krise zu Anfang des Jahres überstanden war, haben wir unsere Anteile in P2P-Kredite reduziert. Die zurückgezahlten Beträge sowie unsere neuen Einnahmen werden wir zukünftig für Aktienkäufe verwenden. Nachdem wir bereits kostendeckend arbeiten, verfolgen wir nun das Ziel die Rendite unserer Firma über Investitionen zu steigern. Zuletzt hat das Investieren in Aktien über unsere Firma für uns auch diverse steuerliche Vorteile.

Was ist ein Firmendepot?

Einerseits gibt es zwischen einem Firmendepot und einem Privatdepot nur wenige Unterschiede. Der größte Unterschied besteht darin, dass der Inhaber des Firmendepots eine Firma (juristische Person) ist. Im Gegensatz dazu ist der Inhaber eines Privatdepots eine Privatperson (natürliche Person). Ein Firmendepot hat genauso wie ein Privatdepot ein Verrechnungskonto, auf dem du Geld einzahlen kannst. Mit dem eingezahlten Geld kannst du dann Aktien erwerben, welche in dein dazugehöriges Depot eingebucht werden. Obwohl die Funktionsweise eines Privat- und Firmendepots gleich ist, gibt es andererseits jedoch Unterschiede hinsichtlich der Anbieter, des Beantragungsprozesses, der Besteuerung, der gesetzlichen Auflagen und der Konditionen.

Anbieter eines Firmendepot

Privatpersonen hatten in den letzten Jahren den Luxus, dass es am Markt zahlreiche neue Anbieter von Depots gibt. Viele dieser Anbieter zählen zu den sogenannten Discountbrokern wie etwa Trade Republic*, DEGIRO, justTRADE*, Smartbroker* oder Gratisbroker. Im Vergleich sieht es im Geschäftskundenmarkt anders aus. Hier herrscht wenig Transparenz darüber, welche Broker überhaupt ein Firmendepot für Kapitalgesellschaften anbieten. Um einen passenden Anbieter für uns zu finden, haben wir zunächst einige der uns bekannten Anbieter im Privatkundenmarkt kontaktiert. Unser Ziel war es herauszufinden, ob diese uns die Eröffnung eines Firmendepots ermöglichen. Angefragt haben wir bei Gratisbroker, der Comdirect*, CapTrader* , flatex*, der Consorsbank*, Smartbroker*, Trade Republic* und DEGIRO.

Zum Zeitpunkt unserer Anfrage waren nur CapTrader* und flatex* in der Lage, uns ein Firmendepot anzubieten. Bei Smartbroker* wurden wir auf die Warteliste gesetzt, wo wir heute immer noch stehen. Zu diesem Zeitpunkt sei gesagt, dass aufgrund er Corona-Krise im März eine Flut an Depotanfragen bei einigen Anbietern eingegangen war, was eine Depoteröffnung erschwerte. Nichtsdestotrotz haben wir in der unteren  Tabelle das Feedback der verschiedenen Firmendepotanbieter für dich zusammengetragen.

Feedback der Depotanbieter

Gratisbroker*

Aktuell bietet GRATISBROKER keine Konten und Depots für Firmen an. Wir werden aber unser Angebot laufend überprüfen und erweitern und haben die Anfrage nach Depots für Firmenkunden bereits in unsere Ideenliste aufgenommen. (Stand: 19.03.2020)

Comdirect*

Bis auf weiteres bieten wir aus geschäftspolitischen Gründen keine Eröffnung von Depots für Firmenkunden an. (Stand: 20.03.2020)

CapTrader* 

Sie können die Kontoeröffnung gerne direkt online hier durchführen. (Stand: 20.03.2020)

flatex*

Die Eröffnung eines Firmenkontos / -depots bei flatex ist grundsätzlich möglich. Da dies online nicht ermöglicht werden kann, erhalten Sie als Anlage alle erforderlichen Unterlagen. (Stand: 23.03.2020)

Consorsbank*

Wir freuen uns sehr, dass Sie über ein Firmen-Depot bei der Consorsbank nachdenken. In der aktuellen Situation bieten wir dieses jedoch nicht an. Bitte haben Sie Verständnis für diese Entscheidung. Sobald sich daran etwas ändert, hinterlegen wir die Eröffnungsanträge automatisch auf unserer Homepage. (Stand: 24.03.2020)

Smartbroker*

Die Eröffnung eines Firmendepots ist derzeit leider mit längeren Wartezeiten verbunden. Aufgrund der insgesamten sehr hohen Nachfrage und gleichzeitig der hohen Komplexität bei der Firmendepoteröffnung müssen wir Sie hier leider um Ihre Geduld bitten. Wenn Sie wünschen, nehmen wir Sie auf unsere Warteliste auf und senden Ihnen die Formulare und Unterlagen zu, sobald wir die Bearbeitung starten können. Dies wird voraussichtlich 4 bis 6 Wochen dauern.  (Stand: 24.03.2020)

Trade Republic*

Du kannst bei uns nur ein privat genutztes Depot eröffnen. Wir arbeiten kontinuierlich daran die App zu verbessern, um Dir die Nutzung in Zukunft noch angenehmer zu gestalten. Ob und wann genau wir dieses Feature anbieten, kann ich Dir leider nicht sagen. (Stand: 16.03.2020)

DEGIRO

Geschäftsdepots sind derzeit wegen interner Überarbeitung leider nicht möglich. Wir können Ihnen nicht sagen, wann genau diese speziellen Accounts wieder möglich sein werden. Man erwartet dies im Laufe des Jahres 2020. (Stand: 29.03.2020)

Der Beantragungsprozess

Nach unseren diversen Anfragen haben wir uns für ein Depot bei flatex* entschieden. Zusammenfassend lässt sich zum Beantragungsprozess eines Firmendepots sagen, dass dieser mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist. Zunächst mussten wir uns um eine LEI-Nummer kümmern. LEI ist ein Akronym für Legal Entity Identifier. Die LEI-Nummer ist eine global eindeutige Kennung für Unternehmen (juristische Personen), die am Finanzmarkt tätig sind. Sie wurde 2012 eingeführt und wird in einem zentralen Register erfasst. Unseren Registereintrag kannst du hier einsehen. Die LEI-Nummer wird nur befristet von zugelassenen Stellen vergeben und ist mit erheblichen Kosten verbunden. Für einen Zeitraum von 5 Jahren haben wir 267,75€ bezahlt. Die LEI-Nummer ermöglicht es uns also in den nächsten fünf Jahren Aktien am Aktienmarkt zu handeln. Als nächstes mussten wir uns durch einen Haufen an Formularen und Anforderungen wälzen. Unter anderem mussten wir die folgenden Formulare ausfüllen:

  • Erstens, ein Formular zur Depoteröffnung
  • Zweitens, ein Formular für Depotvollmachten
  • Drittens, ein Formular für Sondervollmachten
  • Viertens, ein Formular für Vertretungsberechtigungen mit Unterschriftenproben
  • Fünftens, ein Formular für Erträge aus US-Wertpapieren
  • Sechstens, eine Faxhaftungserklärung und
  • Siebtens, das W8BENE Formular, um unseren Steuerstatus in den USA zu klären

Zusätzlich benötigte der Broker von uns eine Kopie unserer Personalausweise, unseres Gesellschaftervertrags, einen Handelsregisterauszug, der nicht älter ist als drei Monate und einen aktuellen Jahresabschluss unserer Firma. Der Handelsregisterauszug hat uns nochmals 15,47€ gekostet. Mit all diesen Dokumenten im Schlepptau sind Paul und ich zur Post, um uns zusätzlich mittels Post Ident Verfahren auszuweisen. Du siehst also, die Eröffnung eines Firmendepots ist nichts für schwache Nerven. An dieser Stelle müssen wir aber sagen, dass die Kommunikation mit flatex* sehr gut gelaufen ist. Nachdem wir unsere Formulare eingereicht haben, bekamen wir auch schnell Feedback und Handlungsanweisungen, was noch zu erledigen war.

Die Konditionen vom Firmendepot

Im Vergleich zum Privatkundenmarkt unterscheidet sich die Situation im Geschäftskundenmarkt deutlich. Denn im Privatkundenmarkt hat die Flut an Konkurrenz dazu geführt, dass die Transaktionskosten für einen Aktienkauf für Privatpersonen deutlich gesunken sind. Anders ist im Geschäftskundenbereich. Wir waren bei der Eröffnung unseres Firmendepots zunächst erst einmal froh, dass wir überhaupt einen Anbieter gefunden haben. Bei einem Discountbroker haben wir kein Depot eröffnen können. Jedoch sind wir mit den Konditionen bei flatex* weitestgehend zufrieden. Wenn ihr euch für die Konditionen bei flatex* interessiert, könnt ihr diese auf der Homepage finden. 

Die Steuern

Inpunkto Steuern bietet das Firmendepot deutliche Vorteile gegenüber einem Privatdepot. Das liegt an der unterschiedlichen Besteuerung von juristischen und natürlichen Personen. In diesem Artikel gehen wir auf das Thema Besteuerung nicht weiter ein. Dies möchten wir dir lieber zu einem späteren Zeitpunkt erklären. Stattdessen berichte ich dir als nächstes lieber einmal von Pauls Einkaufstour am Aktienmarkt.

CFO Paul auf Einkaufstour am Aktienmarkt

Stolz wie Oskar endlich in Aktion treten zu können, durfte Paul am letzten Donnerstag auf große Einkaufstour für kreativ-investieren gehen. Auch wenn Paul kein Freund davon ist Geld auszugeben, konnte man die Freude in seinen Augen deutlich erkennen. Ich wünschte du hättest das Leuchten in seinen Augen sehen können. Nach ausgiebiger Absprache haben wir uns entschieden unsere Einnahmen zunächst in drei verschiedene Aktien zu investieren.

  • Einerseits haben wir das Unternehmen Jinkosolar gekauft. Wer meinen letzten Blogartikel gelesen hat, der wird erkennen, dass wir uns bereits mit der Photovoltaikindustrie auseinandergesetzt haben.
  • Darüber hinaus haben wir uns für VISA entschieden. Ebenso hat Paul zu diesem Thema vor einiger Zeit einen Blogartikel verfasst, in welchem er das Mobile Zahlen als einen Megatrend der Zukunft vorstellt.
  • Zuletzt haben wir beide mit dem Unternehmen Alibaba geliebäugelt. Wir sind gespannt wie sich Alibaba entwickeln wird und ob der Börsengang der Ant Financial Services Group einen positiven Einfluss auf diese Aktie haben wird.

Im unteren Bild siehst du eine Vermögensaufstellung der Wertpapiere in unseren Firmendepot. Diese haben wir mit dem kostenlosen Programm Portfolio Performance erstellt. Das Programm eignet sich super, um deine eigenen Finanzen übersichtlich darzustellen. Während unserer nächsten Firmendepot-Updates werden wir Portfolio Performance verwenden, um dir einen detaillierten Einblick in die Entwicklung unserer Investitionen zu geben. 

KI-Depotupdate # 01 - Vermögensaufstellung Bestände September 2020
Firmendepot-Update # 01 – Vermögensaufstellung Bestände September 2020

 

Abschließender Hinweis

Da wir in diesem Artikel auf Wertpapiere verweisen, solltest du natürlich nachfolgendes beachten:

*Allgemeines: Alle Informationen in diesem Blog sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Es handelt sich jedoch um persönliche Erfahrungen und Meinungen. Zu keiner Zeit sind Inhalte dieses Blogs als Empfehlung zu verstehen. Nachahmung der in diesem Blog beschriebenen Handlungen geschieht auf eigene Verantwortung.

*Angaben gemäß §34b WpHG: Vom Betreiber dieser Webseite gehandelte Aktien, ETFs und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen (alle Hinweise, Ratschläge etc.) dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung. Eine Haftung für die Richtigkeit kann in jedem Einzelfall trotzdem nicht übernommen werden. Sollten die Besucher dieser Seite sich die angebotenen Inhalte zu eigen machen oder etwaigen Ratschlägen folgen, so handeln sie eigenverantwortlich.

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„Nur als Model oder Prostituierte verdienst du als Frau mehr als ein Mann“ – Was ist dran an dieser Aussage? * https://kreativ-investieren.de/nur-als-model-oder-prostituierte-verdienst-du-als-frau-mehr-als-ein-mann-was-ist-dran-an-dieser-aussage/ https://kreativ-investieren.de/nur-als-model-oder-prostituierte-verdienst-du-als-frau-mehr-als-ein-mann-was-ist-dran-an-dieser-aussage/#comments Sat, 05 Sep 2020 07:00:25 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5985 Keira Knightley ist eine sehr erfolgreiche Britische Schauspielerin. Einem breiten Publikum dürfte sie spätestens durch ihre Rolle der „Elizabeth Swann“ in der beliebten „Fluch der Karibik“ Filmreihe bekannt sein. Dabei ...

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Keira Knightley ist eine sehr erfolgreiche Britische Schauspielerin. Einem breiten Publikum dürfte sie spätestens durch ihre Rolle der „Elizabeth Swann“ in der beliebten „Fluch der Karibik“ Filmreihe bekannt sein. Dabei ist Keira Knightley keineswegs eine Eintagsfliege, sondern hat über Jahre hinweg an weiteren erfolgreichen Hollywoodproduktionen mitgewirkt. Besonders deutlich wird das, wenn man sich ihre Gagen anschaut, denn da spielt sie definitiv in der ersten Liga! Allein zwischen Juni 2007 und Juni 2008 hat sie sagenhafte 32 Millionen US Dollar eingestrichen und wurde damit nur von Cameron Diaz (50 Millionen US Dollar) übertroffen. Anlässlich ihres neuesten Films “Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution”, in dem sie eine Feministin spielt, hat sie der „Bild am Sonntag“ ein interessantes Interview gegeben. Darin bemängelt sie die auch im Jahr 2020 noch immer vorherrschende Ungleichheit zwischen Mann und Frau. In diesem Zusammenhang fiel auch die folgende Aussage: Eine Frau verdiene “(…) auch im Jahr 2020 nur in zwei Berufen garantiert mehr als ein Mann – als Model oder als Prostituierte”. Für uns ist das Anlass genug, dieser Aussage auf den Grund zu gehen!

Was soll das Statement im Kern aussagen?

Wir nehmen an, dass Keira Knightley hier unterschwellig andeuten möchte, dass Männer und Frauen ungleich bezahlt werden. Es erscheint uns daher sinnvoll, einen Blick auf aktuelle Statistiken zum Thema „Gender Pay Gap“ in Deutschland zu werfen. Das Gender Pay Gap misst dabei den durchschnittlichen prozentualen Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Die in Abbildung 1 dargestellte Grafik gibt uns einen interessanten Überblick über die Entwicklung der Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland. Im Zeitraum von 2006 bis 2019 ist das Gender Pay Gap nur wenig gesunken. Betrugen die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen im Jahr 2006 im bundesdeutschen Durchschnitt 23%, so waren es im Jahr 2019 noch immer 20%. Weiterhin ist es sehr auffällig, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern gibt. Allein im Jahr 2019 betrug das Gender Pay Gap im Westen Deutschlands 21%, während er im östlichen Teil der Republik lediglich bei 7% lag. Nun könnte man Vermutungen anstellen, wie der geografische Unterschied zu erklären sei (z.B. unterschiedliche Lebensmodelle/Rollenverteilung, Verteilung der Industrie in Deutschland, etc.). Es geht uns aber gar nicht darum, dass Ost-West-Gefälle zu erklären, sondern fest steht, dass es statistisch gesehen tatsächlich signifikante Gehaltsunterschiede gibt.

Abbildung 1: Gender Pay Gap in Deutschland; Quelle: Statista 2019

Ist die Branche entscheidend?

Neben dem Vorhandensein eines Gender Pay Gaps kann aus Keira Knightley’s Aussage auch gefolgert werden, dass es Unterschiede je Beruf geben kann. Daher haben wir auch hier die passende Statistik parat (Abbildung 2). In der Grafik wird deutlich, dass es in der Tat gravierende Unterschiede zwischen einzelnen Berufen gibt. In den hier aufgeführten Berufen ist es durchweg wahr, dass Frauen weniger verdienen, als ihre männlichen Kollegen. Zwar wurden die Daten bereits im Jahr 2014 erhoben, aber im vorherigen Absatz haben wir ja bereits gelernt, dass das Gender Pay Gap relativ konstant ist, daher nehmen wir an, dass die Daten aus 2014 noch immer repräsentativ sind. In der Berufsgruppe „Versicherungskaufmann/-frau“ beträgt der Unterschied satte 28%. Bei Fachinformatikern und Marketingfachkräften hingegen ist die Ungleichheit mit (nur) 6% relativ gering. Wir konnten also auch diesen Teil des Statements von Keira Knightley belegen.

Abbildung 2: Gender Pay Gap je Beruf; Quelle: Statista 2019

Modelbranche und Rotlichtmilieu als letzter Ausweg?

Zu guter Letzt müssen wir der Vollständigkeit halber natürlich auch hinterfragen, ob Frauen tatsächlich nur in den Berufen „Model“ oder „Prostituierte“ mehr Geld verdienen, als Männer. Fangen wir mit den Models an. In Abbildung 3 sehen wir eine Übersicht der 10 am besten bezahlten Models der Welt aus dem Jahr 2018. Auch hier können wir davon ausgehen, dass die Daten im Jahr 2020 durchaus noch verwendet werden können. Erfasst wurden dabei Einkünfte aus Tätigkeiten wie z.B. Modeschauen, Fotoshootings, Kosmetik-, Parfum- oder andere Werbeverträge. Bemerkenswert ist, dass wir in den Top 10 ausschließlich Frauen finden. An der Spitze rangiert Kendall Jenner mit einem geschätzten Einkommen von 22,5 Millionen US Dollar. An letzter Stelle steht Doutzen Kroes mit immerhin noch 8 Millionen US Dollar Einkommen. Zugegebenermaßen ist es bei einer derartig kleinen Stichprobengröße nicht möglich, eine wissenschaftlich valide Aussage zu treffen, aber vieles deutet darauf hin, dass weibliche Models mehr Geld verdienen, als männliche Models.

Abbildung 3: Einkommen der 10 weltweit erfolgreichsten Models; Quelle: Statista 2018

Geld als größter Anreiz für Prostitution

Kommen wir nun zu den Prostituierten. Die Datenerhebung ist hier naturgemäß etwas schwieriger und Raphael hat sich leider nicht zu einer entsprechenden Feldstudie bereit erklärt 😉 Obwohl Sexarbeit in Deutschland mittlerweile legal betrieben werden kann, wird sie häufig auch als Nebenberuf ausgeübt. Schon allein deswegen ist es schwer, verlässliche Zahlen zu bekommen. Die Schätzungen über die Anzahl der in Deutschland aktiven Sexarbeiter reichen daher von 50.000 bis 400.00. Der Großteil von ihnen ist weiblich. Auch wenn wir das genaue Einkommen nicht kennen, dann können wir zumindest die Motivation für die Sexarbeit analysieren. In Abbildung 4 sind die am häufigsten genannten Gründe für den Einstieg in die Prostitution aufgeführt. Die Daten stammen dabei aus der Schweiz im Jahr 2014. Einige der dort aufgelisteten Gründe sind eher unspezifisch, wie z.B. „weiß nicht“, andere sind auch durchaus tragisch wie z.B. „Sie würden sonst gar keine Arbeit finden“ oder „Freund/Ehemann“. Die Mehrzahl der genannten Gründe deutet jedoch darauf hin, dass der Beruf der Prostituierten tatsächlich finanziell attraktiv zu sein scheint, z.B. „Verbesserung der Lebensumstände“, „Um einen besseren Lebensstandard zu erreichen“, „Sie würden eine andere Arbeit finden, aber keine so gut bezahlte“, „Schnell Geld verdienen“,…. Wir können also nicht genau sagen, was eine Prostituierte verdient, es scheint aber überdurchschnittlich viel zu sein. Zumindest können wir die Aussage von Keira Knightley an dieser Stelle nicht widerlegen.

Abbildung 4: Gründe für den Weg in die Prostitution; Quelle: Statista 2014

Fazit: Es gibt nach wie vor eine ungleiche Einkommensverteilung zwischen Männern und Frauen

Obwohl das Thema in den vergangenen Jahren schon ausgiebig in Politik und Wirtschaft diskutiert wurde, besteht auch im Jahr 2020 eine deutliche Ungleichheit zwischen den Einkommen beider Geschlechter. Nun könnte man darüber philosophieren, ob es vielleicht seit jeher so war, dass Frauen weniger verdienen, als Männer. Man könnte auch argumentieren, dass es vielleicht daran läge, dass Frauen oft auf Grund von Kinderbetreuung beruflichen Nachteilen ausgesetzt sind und beispielsweise nur in Teilzeit arbeiten oder weniger stringente Karrierepfade verfolgen können. Fest steht jedoch, dass dieses Gender Gap auch weiteren Einflüssen unterliegt. Das belegt zum einen die Tatsache, dass das Gender Gap im Osten Deutschlands nur ca. 7% beträgt, während es im Westen bei über 20% liegt. Auch die Berufswahl entscheidet darüber, wie „ungerecht“ die Bezahlung ausfällt. Keira Knightley hat ihre große Bekanntheit dazu genutzt, mit Hilfe einer provokanten Aussage, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Die beiden von ihr genannten Berufsgruppen, in denen Frauen besser bezahlt werden, sind entweder für die meisten nicht erreichbar (Model) oder gesellschaftlich stigmatisiert (Prostituierte). Das hat nicht unbedingt etwas mit Feminismus zu tun, sondern ist aus sozialer Sicht ein hochgradig relevantes Thema. Wenn Frauen im Schnitt weniger verdienen, dann werden sie im Alter auch eine geringere Rente erhalten. Ob die Politik auf diese Problematik die passende Antwort findet, bleibt abzuwarten. Ich persönlich kann, insbesondere Frauen, nur eindringlich dazu raten, sich rechtzeitig mit den eigenen Finanzen und der privaten Altersvorsorge zu beschäftigen. Aus meiner Sicht kann nur so das Risiko der Altersarmut verringert und die finanzielle Abhängigkeit begrenzt werden.

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https://kreativ-investieren.de/nur-als-model-oder-prostituierte-verdienst-du-als-frau-mehr-als-ein-mann-was-ist-dran-an-dieser-aussage/feed/ 1 Dr. Paul Scheffler
Photovoltaik Aktien: Fluch oder Segen im eigenen Portfolio? * https://kreativ-investieren.de/photovoltaik-aktien-fluch-oder-segen-im-eigenen-portfolio/ https://kreativ-investieren.de/photovoltaik-aktien-fluch-oder-segen-im-eigenen-portfolio/#comments Sat, 29 Aug 2020 07:00:10 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5967 Aufgrund des Klimawandels investieren Staaten weltweit vermehrt in erneuerbare Energien wie Photovoltaik. In den letzten Jahrzehnten baute man deshalb mehr und mehr Kapazitäten in der Photovoltaik-Industrie auf. Nichtsdestotrotz scheint die ...

Der Beitrag Photovoltaik Aktien: Fluch oder Segen im eigenen Portfolio? * erschien zuerst auf kreativ-investieren.de.

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Aufgrund des Klimawandels investieren Staaten weltweit vermehrt in erneuerbare Energien wie Photovoltaik. In den letzten Jahrzehnten baute man deshalb mehr und mehr Kapazitäten in der Photovoltaik-Industrie auf. Nichtsdestotrotz scheint die Photovoltaik-Industrie hart umkämpft, worunter die Profitabilität der Hersteller leidet. Immer wieder kommt es zu Insolvenzverfahren großer Solarunternehmen. Gerade etablierte Konzerne kamen in finanzielle Schwierigkeiten, da sie nicht mit der Preispolitik der chinesischen Wettbewerber mithalten konnten. Nun stellt sich die Frage: Ist eine Investition in Photovoltaik-Aktien dennoch sinnvoll? Im heutigen Beitrag möchten wir einen Überblick über den Photovoltaik-Markt geben und diese Frage abschließend diskutieren.

Photovoltaik und der Anteil an erneuerbaren Energien

In einem vorherigen Blogartikel hat Paul dir verschiedene Megatrends vorgestellt. Durch den Klimawandel investieren Staaten mehr und mehr in erneuerbare Energien wie Photovoltaik. Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, in elektrische Energie mittels Solarzellen. Bevor ich konkret auf den Photovoltaik-Markt eingehe möchte ich dir zunächst einen Überblick über die Verteilung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien geben. In diesem Rahmen spielen vor allem Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik und Bioenergie eine zentrale Rolle.

  • Der größte Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weltweit kommt aus der Wasserkraft. Im Jahr 2019 betrug der Anteil aus Wasserkraft 58,5%. Die untere Statistik zeigt, dass der Anteil der Stromerzeugung aus Wasserkraft in den letzten fünf Jahren um etwa 10% zurück gegangen ist.
  • Der zweitgrößte Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weltweit kommt aus der Windkraft. Der Anteil an Windkraft im Jahr 2019 betrug 21,7%. Im Gegensatz zur Wasserkraft ist der Anteil der Stromerzeugung aus Windkraft seit 2015 um gut 6% gestiegen.
  • Auf Platz drei in unserem Ranking der erneuerbaren Energien steht die Energiegewinnung aus Photovoltaik. Der Anteil von Photovoltaik bei den erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2019 lediglich 10,3% mit einer stark wachsenden Tendenz in den letzten Jahren. Seit 2015 hat sich der Anteil fast verdoppelt.
  • Ein eher konstanter Energielieferant in den letzten fünf Jahren ist die Bioenergie, die einen Anteil von etwa 8% an den erneuerbaren Energien hat.

 

Abbildung 1 - Verteilung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien weltweit nach Energieträger in den Jahren 2015 bis 2019
Abbildung 1 – Verteilung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien weltweit nach Energieträger in den Jahren 2015 bis 2019 (Quelle: Statista)

 

Die wachsenden Kapazitäten in den letzten Jahrzehnten

Wie bereits angedeutet ist der Anteil an Photovoltaik bei den erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die untere Grafik gibt einen Überblick über die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen weltweit in den Jahren 2009 bis 2019. In diesem Zeitraum ist ein konstantes und signifikantes Wachstum zu verzeichnen. Während im Jahr 2009 die installierte Leistung bei 23 Gigawatt liegt, können im Jahr 2019 bereits 627 Gigawatt über Photovoltaik zur Verfügung gestellt werden. Das entspricht einem Leistungsanstieg von über 2600%.  

Abbildung 2 - installierte Leistung der Photovoltaikanlagen weltweit in den Jahren 2009 bis 2019 (in Gigawatt)
Abbildung 2 – Installierte Leistung der Photovoltaikanlagen weltweit in den Jahren 2009 bis 2019 (in Gigawatt) (Quelle: Statista)

 

Die größten Photovoltaik-Strom Produzenten

Die größten Produzenten für Photovoltaik-Strom weltweit sind in der unteren Grafik abgebildet. Zu diesen Produzenten gehören China, die USA, Japan, Deutschland, Indien, Italien, Australien, das Vereinigte Königreich, Südkorea und Spanien. China ist dabei einsamer Spitzenreiter und produziert im Jahr 2019 etwa 204 Gigawatt Photovoltaikstrom. Damit stellt China mehr als 30% des weltweiten Photovoltaikstroms zur Verfügung. Damit nicht genug. Denn im Jahr 2019 stellt China mit 26% auch den größten Anteil der weltweit neuinstallierten Photovoltaikleistungen. Die USA als Zweitplatzierter produzieren mit 76 Gigawatt weniger als 15% des weltweiten Photovoltaikstroms.  

Abbildung 3 - Wichtigste Länder weltweit nach installierter Photovoltaikleistung im Jahr 2019 (in Gigawatt)
Abbildung 3 – Wichtigste Länder weltweit nach installierter Photovoltaikleistung im Jahr 2019 (in Gigawatt) (Quelle: Statista)
Abbildung 4 - Anteil der Länder an der weltweit neu installierten Photovoltaik-Leistung im Jahr 2019
Abbildung 4 – Anteil der Länder an der weltweit neu installierten Photovoltaik-Leistung im Jahr 2019 (Quelle: Statista)

 

Die größten Hersteller von Photovoltaik

Die größten Hersteller von Photovoltaik-Modulen nach Umsatz sind

  • JinkoSolar (WKN: A0Q87R)
  • Canadian Solar (WKN: A0LCUY)
  • First Solar (WKN: A0LEKM)
  • JA Solar (nicht Börsengelistet)
  • Hanwha Q Cells (nicht Börsengelistet)
  • Sunpower (WKN: A1JNM7)
  • Yingli (nicht Börsengelistet)
  • SolarEdge (WKN: A14QVM)
  • Xinyi SolarHoldings (WKN: A1JPAH)
  • SMA Solar (WKN: A0DJ6J)
  • Sunrun (WKN: A14V1T)
  • Enphase Energy (WKN: A1JC82)
  • Scatec Solar (WKN: A12C5D)

Informationen zu den börsennotierten Solarunternehmen können der unteren Tabelle entnommen werden. Darin befinden sich sowohl Angaben über den Schwerpunkt, das Land, den Umsatz in 2019, den EBIT in 2019 und die jeweilige Währung. Die Unternehmen sind nach größtem Umsatz sortiert. Spitzenreiter ist mit Jinko Solar ein chinesisches Unternehmen, welches auch den größten Marktanteil in der Photovoltaikindustrie besitzt. An zweiter und dritter stelle stehen Canadian Solar aus Kanada und First Solar aus den USA. Auch ein deutsches und norwegisches Unternehmen sind in dem Ranking vertreten.  

Abbildung 5 - Börsennotierte Unternehmen in der Photovoltaik-Industry sortiert nach Umsatz im Jahr 2019
Abbildung 5 – Börsennotierte Unternehmen in der Photovoltaik-Industry sortiert nach Umsatz im Jahr 2019

 

Das erwartete Marktwachstum

Eine Studie der SolarPower Europe wagt einen Forecast der weltweit installierten Photovoltaik-Kapazitäten zwischen 2013 und 2024. Der Studie ist zu entnehmen, dass die Kapazitäten weiterhin wachsen sollen. Von 2019 auf 2024 wird ein Anstieg bei den Neuinstallationen von 116,9 Gigawatt auf 191,9 Gigawatt erwartet. Da der Trend weiterhin in Richtung erneuerbare Energien geht, um die Klimaerwärmung zu verhindern, kann weiterhin ein Marktwachstum erwartet werden.  

Abbildung 6 - Forecast über die weltweiten Neuinstallationen von Photovoltaik Kapazitäten zwischen 2013 und 2024 (in Gigawatt)
Abbildung 6 – Forecast über die weltweiten Neuinstallationen von Photovoltaik Kapazitäten zwischen 2013 und 2024 (in Gigawatt) (Quelle: Statista)

 

Fazit: Photovoltaik Aktien – Fluch oder Segen im eigenen Portfolio?

Die Photovoltaik-Industrie ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Dies liegt mitunter an der globalen Klimaerwärmung und den damit zusammenhängenden Investitionen in erneuerbare Energien. Mehr und mehr Staaten investieren in grünen Solarstrom. Ein Wachstum dieses Marktes ist auch zukünftig weiterhin zu erwarten. Nichtsdestotrotz hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Photovoltaik-Industrie hart umkämpft ist. Es kam zu vielen Insolvenzen. Auch chinesische Hersteller auf diesem stark von China dominierten Markt mussten teilweise Verluste hinnehmen.

Aus diesem Grund sind Investitionen in einzelne Photovoltaik-Aktien unserer Meinung nach sehr risikobehaftet, bieten aber gleichzeitig gute Renditechancen. Wie es nun mal ist an der Börse: Ohne ein kalkuliertes Risiko gibt es auch keine hohen Renditemöglichkeiten. Ich habe Unternehmen wie Jinkosolar weiterhin auf meiner Watchlist und werde diese gut beobachten. Um das Risiko zu streuen, kannst du natürlich auch generell in den Trend der erneuerbaren Energien investieren. Hierzu stehen dir unter anderem Fonds wie der iShares Global Clean Energy UCITS ETF (A0MW0M) oder der Fond von RENIXX -Renewable Energy Industrial Index (RENX01) zur Verfügung.  

Kleine Endnotiz: Wenn du in Einzelaktien oder Fonds investieren möchtest, dann eröffne jetzt ein Trade Republic Depot. Auch wir nutzen Trade Republic für den Kauf von Einzelaktien. Einzelaktien kannst du schon für 1 Euro pro Transaktion erwerben. Fonds von iShares können in einem Fondsparplan kostenlos bespart werden. Alternativ kannst du auch unseren Depotrechner verwenden.

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Hinweis:

Da wir in diesem Artikel auf Wertpapiere verweisen, solltest du natürlich nachfolgendes beachten:

*Allgemeines: Alle Informationen in diesem Blog sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Es handelt sich jedoch um persönliche Erfahrungen und Meinungen. Zu keiner Zeit sind Inhalte dieses Blogs als Empfehlung zu verstehen. Nachahmung der in diesem Blog beschriebenen Handlungen geschieht auf eigene Verantwortung. *Angaben gemäß §34b WpHG: Vom Betreiber dieser Webseite gehandelte Aktien, ETFs und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen (alle Hinweise, Ratschläge etc.) dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung. Eine Haftung für die Richtigkeit kann in jedem Einzelfall trotzdem nicht übernommen werden. Sollten die Besucher dieser Seite sich die angebotenen Inhalte zu eigen machen oder etwaigen Ratschlägen folgen, so handeln sie eigenverantwortlich. *Affiliate-Links: Diese Seite beinhaltet Werbung. Dir entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

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Wovon handelt das Buch?

Im Wesentlichen vermittelt das Buch ein breites Spektrum an finanziellem Grundlagenwissen. Viele Menschen träumen von einem Leben ohne finanzielle Sorgen. In diesem Zusammenhang hat sich in den letzten Jahren der Begriff der “finanziellen Freiheit” zum Leitbild einer ganzen Generation finanzinteressierter (größtenteils) junger Menschen entwickelt. Das Buch startet daher passenderweise mit einer Einführung und Begriffsklärung rund um die finanzielle Freiheit. Dabei wird auch eine Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Einkommen vorgenommen – ein kleiner, aber feiner Unterschied, über den sich viele Menschen keine Gedanken machen! Im weiteren Verlauf des Buches werden dann verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau passiver Einkommensströme erörtert. Es werden dabei hauptsächlich drei Kategorien von Einkommensquellen diskutiert:

  •  Einkommen aus Onlinegeschäften (z.B. Blogs oder Onlineshops)
  •  Einkommen aus Finanzgeschäften (z.B. Aktieninvestments)
  • Einkommen aus Vermietungen (z.B. Vermietung einer Wohnung)

Abschließend werden noch häufige Fehler vorgestellt, die idealerweise beim Vermögensaufbau vermieden werden sollten. Es handelt sich bei dem Buch “Nine to five muss nicht sein!” von Christopher M. Klein also salopp ausgedrückt um einen literarischen Rundumschlag zum Thema Vermögensaufbau und finanzielle Freiheit.

Warum solltest du das Buch lesen?

Du solltest das Buch lesen, weil es dein Bewusstsein im Umgang mit Finanzen positiv beeinflussen kann. Die große Mehrheit der Bevölkerung, verdient ihr Geld im klassischen Angestelltenverhältnis – also durch “aktive” Einkommensströme. Das ist natürlich nicht unbedingt schlecht, birgt aber auch gewisse Risiken. Wer sein Einkommen allein aus einem Angestelltenverhältnis bezieht, der ist finanziell sehr abhängig von seinem Arbeitgeber. Bei Jobverlust enden plötzlich die Einkommensströme und es besteht die Gefahr, dass laufende Kosten nicht mehr gedeckt werden können. Im besten Fall wird dann schnellstmöglich ein neuer Job gefunden, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Sollte kein gleichwertiger Job gefunden werden, müssen unter Umständen gravierende Einschnitte hingenommen werden (z.B. Umzug in eine kleinere Wohnung, Aufgabe des eigenen PKW). Um dieser Situation (zumindest ein bisschen) entgegenzuwirken, solltest du das Buch “Nine to five muss nicht sein!” lesen. Es zeigt dir, wie du durch den Aufbau passiver Einkommensströme die finanzielle Abhängigkeit von deinem Angestelltenverhältnis (bzw. vom Arbeitgeber), reduzieren kannst.

 

Für wen eignet sich dieses Buch?

Das Buch eignet sich vor allem für…

  • … diejenigen, die sich zukünftig mehr mit den eigenen Finanzen beschäftigen wollen.
  • … diejenigen, die weniger abhängig von ihrem Arbeitgeber sein wollen.
  • … diejenigen, die früher in den Ruhestand gehen wollen.
  • … diejenigen, die denken, dass ein klassischer Job alternativlos ist.
  • … diejenigen, die sich für ihren Job aufopfern, aber eigentlich unzufrieden sind.

 

Was habe ich aus dem Buch gelernt?

Du lernst in dem Buch unter anderem:

  • Wie die beiden finanziellen Grundgesetze funktionieren.
  • Warum Millionäre reich sind und wie sie es bleiben.
  • Warum Du (noch) Geld gegen Lebenszeit tauschst.
  • Was passives Einkommen (nicht) ist und warum Du es nutzen solltest.
  • Wie die ultimative Reichtumsformel funktioniert.
  • Welche Variablen Du unbedingt beachten musst.
  • Warum Du ärmer wirst, wenn Du nicht investierst.
  • Wie viel Du sparen solltest, um finanziell frei zu werden.
  • Wie eine adäquate Kontenstruktur auszusehen hat.
  • Wie Du das Dilemma zwischen Risiko und Rendite löst.
  • Die besten Investments, für passive Einkommensströme.
  • Wie Tagesgeld, Festgeld, Aktien Dividendenaktien, ETFs, Anleihen, Crowdinvesting und P2P-Kredite funktionieren und Du sie noch heute zu einer passiven Einkommensquelle machen kannst.
  • Realistische Strategien, wie Du online, mit Investitionen und durch Vermietung passives Einkommen generierst.
  • Die 8 größten Fehler, die Du unbedingt vermeiden musst.

 

Das KI-Bücher-Rating

In unserem KI-Bücher-Rating erhält Nine to five muss nicht sein! 4 von 5 Sternen. Das Buch bietet einen guten Einstieg in die Materie. Wer dann allerdings mit dem Aufbau passiver Einkommensströme starten möchte, der wird um Zusatzliteratur nicht herum kommen.

 

Ein Kurzprofil des Buches

Titel: Nine to five muss nicht sein! – Eine unfehlbare Anleitung zu finanzieller Freiheit und sicherem Vermögensaufbau durch passives Einkommen
Autor: Christopher Klein
Format: Softcover
Seitenanzahl: 216
ISBN-13: 9783947061990
Verlag: www.klhe.de
Erscheinungsdatum: 17.01.2019
Sprache: Deutsch
Klappentext: Die große Finanzlüge, finanzielle Freiheit für Gering- und Normalverdiener sei eine Utopie, wird in diesem Buch ein für alle Mal entlarvt!

40 bis 50 Jahre arbeiten, um am Ende auf eine immer mickriger werdende Rente zu hoffen. Das ist in unserem Kulturkreis der herrschende Leitgedanke. Wir begeben uns dafür in ein Hamsterrad, das sich im Laufe der Zeit immer weiter beschleunigt. Ein halbes Leben lang tauschen wir 5 Tage Arbeit gegen 2 Tage Freiheit. Das muss nicht sein, doch den meisten Menschen fehlt es schlicht an der alles entscheidenden Geldbildung. Was sollen uns Eltern und Lehrer schon beibringen, wenn sie selbst kaum etwas darüber wissen? Nicht wissend, werden wir in die Zwänge des Hamsterrads gesogen. Und je mehr wir uns darin abstrampeln, umso weniger Zeit und Geld scheint für uns dabei herumzukommen.

Dabei gibt es erprobte Strategien, die uns genau davor bewahren können. Das Zauberwort heißt passives Einkommen. Es ist der einzig realistische Weg, ein finanziell unabhängiges und von Geldsorgen freies Leben führen zu können.

Jeder kann sich, gemäß individueller Zeit- und Geldpräferenzen, passives Einkommen aufbauen und damit über kurz oder lang dem Hamsterrad eines klassischen “nine-to-five Jobs” Goodbye sagen. Dieses Buch gibt den Weg vor – Schritt für Schritt.

Link auf Amazon: https://amzn.to/2W1s4Il

 

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Nine to five muss nicht sein!
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Grundlagenwissen: Unsere Blogartikel für jedermann! * https://kreativ-investieren.de/grundlagenwissen-fuer-jedermann/ https://kreativ-investieren.de/grundlagenwissen-fuer-jedermann/#respond Sat, 01 Aug 2020 07:00:14 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5890 Paul und ich genießen die erste Woche unseres Sommerurlaubs. Nichtsdestotrotz möchten wir euch im Urlaub gerne mit Finanzwissen versorgen. Deshalb geben wir dir heute einen Überblick über unsere Artikel mit ...

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Paul und ich genießen die erste Woche unseres Sommerurlaubs. Nichtsdestotrotz möchten wir euch im Urlaub gerne mit Finanzwissen versorgen. Deshalb geben wir dir heute einen Überblick über unsere Artikel mit Grundlagenwissen zum Thema Finanzen:



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Für diese fünf Ernstfälle solltest du vorsorgen! * https://kreativ-investieren.de/fuer-diese-fuenf-ernstfaelle-solltest-du-vorsorgen/ https://kreativ-investieren.de/fuer-diese-fuenf-ernstfaelle-solltest-du-vorsorgen/#respond Sat, 25 Jul 2020 07:00:58 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5917 Die persönliche Vorsorge ist ein Thema, welchem wir uns alle irgendwann widmen sollten. Wir alle werden im Leben irgendwann in eine Situation kommen, die für uns mit finanziellen Risiken verbunden ...

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Die persönliche Vorsorge ist ein Thema, welchem wir uns alle irgendwann widmen sollten. Wir alle werden im Leben irgendwann in eine Situation kommen, die für uns mit finanziellen Risiken verbunden ist. Diese Risiken können ernsthafte Konsequenzen für unsere Finanzen und die Finanzen unserer Lieben haben. Deshalb sollten wir auf so einen Ernstfall möglichst gut vorbereitet sein. Heute möchte ich dir zeigen, auf welche fünf Ernstfälle du dich meiner Meinung nach vorbereiten solltest.

Fünf Ernstfälle für die es sich lohnt vorzusorgen
Fünf Ernstfälle für die es sich lohnt vorzusorgen

Ernstfall 1: Sachschäden

Als erstes solltest du dich meiner Meinung nach gegen verschiedene Arten von Sachschäden absichern. Ein Sachschaden ist ein schadenstiftendes Ereignis, bei welchem Sachen beschädigt oder zerstört werden. Ausgelöst wird ein Sachschaden zum Beispiel durch einen Unfall, Diebstahl oder durch einen Betriebsschaden. Als direkte Folge wird eine Sache, wie zum Beispiel ein Gebäude, Straßen, Kraftfahrzeuge, Gegenstände oder sonstige Dinge unbelebter Natur zerstört oder beschädigt. Durch die Beschädigung und Zerstörung entsteht ein finanzieller Schaden, da etwas entweder ersetzt oder repariert werden muss.

Schadensrisiken wie Feuer, Unfall, Diebstahl kannst du durch zahlreiche Schadensversicherungsarten absichern. Zu den meiner Meinung nach wichtigsten Schadensversicherungen gehören eine Haftpflicht-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung macht meiner Meinung nach immer Sinn. Sie sichert zum Beispiel Schäden ab, die du an dem Eigentum von anderen verursachst. Eine spezielle Form ist die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Schäden an anderen Fahrzeugen übernimmt, wenn du einen Unfall verursachst. Wenn du ein wertvolles Auto besitzt, dann kannst du mit einer Kaskoversicherung zusätzlich Schäden an deinem eigenen Fahrzeug absichern.

Eine Hausratversicherung ist sinnvoll, wenn du viele wertvolle Gegenstände in deinem Haushalt hast. Sie schützt je nach Versicherungsvertrag Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände in deinem Privathaushalt gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub oder Vandalismus.

Die Wohngebäudeversicherung lohnt sich vor allem für Haus- und Wohnungsbesitzer. Schäden an einem Wohngebäude sind nämlich oft mit sehr hohen Kosten verbunden. Diese Art von Versicherung sichert, wie der Name schon sagt, ein Wohngebäude gegen fest definierte Gefahren und Kosten ab. Dazu gehören zum Beispiel Schäden, die durch elementare Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel entstehen.

Ich selbst habe zurzeit lediglich eine private Haftpflichtversicherung, da ich weder ein Auto, wertvollen Hausrat oder ein Wohngebäude besitze.

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Ernstfall 2: Arbeitslosigkeit

Als zweites solltest du dich meiner Meinung nach gegen Arbeitslosigkeit absichern. Dies übernimmt in der Regel der Gesetzgeber durch die gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Die Arbeitslosenversicherung ist, wie du in einem unserer vorherigen Blogartikel gelernt hast, eine der fünf Sozialversicherungszweige in Deutschland. Sie hat das Ziel, das Einkommen von arbeitssuchenden Personen während ihrer Arbeitssuche abzusichern. In diesem Zusammenhang zahlt die Arbeitslosenversicherung zum Beispiel Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Kurzarbeitergeld oder Insolvenzgeld an die Betroffenen. Wenn du wissen willst, ob du Anspruch auf diese finanziellen Hilfen hast, wie hoch diese ausfallen und wie lange du die finanzielle Unterstützung bekommst, empfehle ich dir dich online bei der Arbeitsagentur zu informieren. Diese stellt dir zum Beispiel einen Arbeitslosengeld-Rechner zur Verfügung. Diese Rechner sind sehr nützlich. Schaue doch einmal nach, ob du deinen derzeitigen Lebensstandard halten könntest, wenn du plötzlich arbeitslos wirst.

Die meisten Menschen können bei Arbeitslosigkeit ihren Lebensstandard nicht halten. Deshalb solltest du, wenn möglich, ein bisschen Geld für diesen Fall auf die hohe Kante legen. Für sinnvoll erachte ich zunächst 3-6 Nettogehälter als Reserve auf der Bank liegen zu haben, die du auch jederzeit abrufen kannst.

Ernstfall 3: Krankheit

Als drittes solltest du für den Fall von Krankheit vorsorgen. Durch Krankheit bist du nämlich vermindert leistungsfähig. Körperliche oder seelische Erkrankungen können dafür sorgen, dass du entweder nur eingeschränkt oder gar kein Einkommen erzielen kannst. Für diesen Fall gibt es verschiedene Versicherungen und Mechanismen, die dich im Krankheitsfall absichern. Hierbei würde ich vor allem zwischen der gesetzlichen und privaten Absicherung unterscheiden.

Die gesetzliche Absicherung im Krankheitsfall wird vor allem durch die in Deutschland gültigen Gesetze und Regelungen bestimmt. Hierzu zählt unter anderem, dass bei einem normalen Angestellten der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, den Lohn 6 Wochen lang fortzuzahlen. Danach bekommst du als gesetzlich Versicherter in der Regel für maximal 78 Wochen Krankengeld durch die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt. Wenn diese Zeit vorbei ist, hast du erst einmal kein Einkommen mehr. Erst wenn du als erwerbsunfähig erklärt wirst, bekommst du von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Erwerbsminderungs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente. Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn du wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande bist, unter üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes zumindest drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn du unter üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 6 Stunden täglich erwerbstätig sein kannst.

Um eine private Absicherung musst du dich selbst kümmern. Die wichtigsten Versicherungen für den Krankheitsfall sind meiner Meinung nach die Auslandsreisekranken-, Berufsunfähigkeits- und Krankentagegeldversicherung.

Die Auslandsreisekrankenversicherung sichert dich ab, wenn du im Urlaub einmal krank werden solltest. Oft übernehmen Versicherungen dann auch die Kosten für den Rücktransport in dein Heimatland.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dich ab, wenn du durch einen Unfall oder Krankheit deinen vorherigen Beruf vollständig oder teilweise nicht mehr ausüben kannst. Hierbei kannst du meist selbst definieren, wie hoch die monatliche Absicherung im Falle der Berufsunfähigkeit sein soll.

Eine Krankentagegeldversicherung soll im Krankheitsfall Einkommensausfälle ausgleichen. Das von der Krankenkasse gezahlte Krankengeld beträgt maximal 90 Prozent von deinem Nettolohn. Den Rest kannst du durch eine Krankentagegeldversicherung ausgleichen.

Ernstfall 4: Alter

Als viertes solltest du für dein Alter vorsorgen. In diesem Zusammenhang haben wir dir in unserem Blog schon öfter die drei Säulen der Altersvorsorge vorgestellt. Hierzu gehören die gesetzliche Altersrente, die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge. Um mehr über die gesetzliche Altersrente zu erfahren, solltest du unseren Blogartikel zu 10 wichtigen Dingen über die gesetzliche Rentenversicherung lesen. Die betriebliche Altersvorsorge umschließt alle finanziellen Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer als Anlass seines Arbeitsverhältnisses zur Altersversorgung zahlt. Arbeitgeber zahlen für dich in der Regel in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds ein. Zu guter Letzt solltest du auch immer privat für dein Alter vorsorgen. Warum erklären wir dir auch in unserem Artikel über die gesetzliche Rentenversicherung. Nur dann schaffst du es für das Alter perfekt abgesichert zu sein.

Ernstfall 5: Tod

Zuletzt solltest du dir Gedanken über eine Absicherung im Todesfall machen. Eine Absicherung für den Todesfall macht vor allem Sinn, wenn du eine Familie hast, die du hinterlassen würdest. In diesem Fall solltest du ernsthaft überlegen eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Im Falle deines Todes bekommt deine Familie eine im Versicherungsvertrag vereinbarte Summe ausgezahlt. Nicht zu verwechseln ist die Risikolebensversicherung mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Früher war es üblich, neben dem Hinterbliebenenschutz im Todesfall gleichzeitig eine Summe X anzusparen, welche zum Renteneintrittsalter ausgezahlt wird. Dies ist meiner Meinung nach heute nicht mehr zu empfehlen. Man sollte meines Erachtens ein Versicherungsprodukt immer von einem Sparprodukt trennen. Als Sparprodukt konnten sich kapitalbildende Lebensversicherungen nicht bewähren, da diese illiquide sind und aufgrund gesetzlicher Vorgaben nur geringe Renditen erzielen konnten.

Zusätzlich kann es Sinn machen für deinen Tod finanziell und organisatorisch vorzusorgen. Denn damit kannst du deinen Angehörigen viel Leid und Arbeit ersparen. Hierfür kannst du zum Beispiel eine Todesfallversicherung abschließen, welche im Fall des Todes eine festgelegte Leistung übernimmt. Du kannst aber auch privat vorsorgen und einen Summe X für deinen Todesfall hinterlassen. Neben der finanziellen Vorsorge ist die organisatorische Vorsorge mindestens genauso wichtig. Aus diesem Grund habe ich für den Fall ernsthafter Krankheit und Tod einen Vorsorgeordner angelegt. In diesem Vorsorgeordner habe ich alle wichtigen Informationen für den Ernstfall hinterlegt. Dazu gehören Angaben zur Person, Wohnung, schulischen und beruflichen Stellung, Einkünfte, Verbindlichkeiten, Steuern, Vermögen, Versicherungen, Gesundheit, Vollmachten und Verfügungen, Erben und Schenken und Maßnahmen für den Todesfall. Im Todesfall müssen meine Angehörigen somit keinen großen Rechercheaufwand betreiben und haben alle wichtigen Informationen vorliegen. Dieser Vorsorgeordner wird von mir jährlich aktualisiert.

Fazit

Im heutigen Blogartikel habe ich dir fünf Ernstfälle vorgestellt, für die es sich meiner Meinung nach lohnt vorzusorgen. Nimm deine persönliche Vorsorge selbst in die Hand. Wie du heute gelernt hast, gibt es Allerlei Möglichkeiten dich für den Ernstfall abzusichern. Lass dieses Thema nicht zu kurz kommen!

 

Möglichkeiten sich im Ernstfall abzusichern
Möglichkeiten sich im Ernstfall abzusichern

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Buchvorstellung – Kein Schwein versteht diese Aktien * https://kreativ-investieren.de/buchvorstellung-kein-schwein-versteht-diese-aktien-eine-sauleichte-einfuehrung-in-die-boerse-und-die-welt-der-investments/ https://kreativ-investieren.de/buchvorstellung-kein-schwein-versteht-diese-aktien-eine-sauleichte-einfuehrung-in-die-boerse-und-die-welt-der-investments/#respond Sat, 18 Jul 2020 07:00:31 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5910 Wovon handelt das Buch? Deutschland ist traditionell ein Land der Sparer. Die meisten Menschen beschränken sich dabei auf vermeintlich sichere Anlageformen wie Sparbuch und Tagesgeld. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, ...

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Wovon handelt das Buch?

Deutschland ist traditionell ein Land der Sparer. Die meisten Menschen beschränken sich dabei auf vermeintlich sichere Anlageformen wie Sparbuch und Tagesgeld. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass nur ein geringer Anteil der Menschen hierzulande in Aktien investiert, obwohl es sich hierbei statistisch gesehen um die langfristig erfolgreichste Anlageklasse handelt. Das Buch soll daher eine “sauleichte” Einführung in die Welt der Börse darstellen, um einfach – für jedermann verständlich – einen Zugang zu Aktieninvestments zu schaffen. Schritt für Schritt wird (u.a.) erklärt, was eine Aktie ist, wozu es Börsen gibt, wie ein Depot eröffnet wird, welche bekannten Investitionsstrategien es gibt und wie man mit Hilfe von Fonds das Anlagerisiko reduzieren kann. Ziel ist es dabei, dem Leser einen einfachen Einstieg in die Thematik zu ermöglichen und eventuelle Vorbehalte Aktien gegenüber ein Stück weit zu entkräften. Nach dem Lesen dieses Buches sollte man in der Lage sein, die grundsätzlichen Vorgänge an der Börse nachvollziehen und selbst entscheiden zu können, ob ein Aktieninvestment zu den persönlichen Lebensumständen passen könnte.

Warum solltest du das Buch lesen?

Das Buch habe ich in der Absicht geschrieben, ganz normalen Menschen das Thema Aktien, Börse und Investments näher zu bringen. Im Laufe meines Berufslebens sind mir immer wieder Menschen begegnet, die zwar über ein relativ hohes monatliches Einkommen verfügen, aber trotzdem immer knapp bei Kasse sind. Der Höhepunkt war erreicht, als ein Kollege beim Shoppen seine Eltern um Geld bitten musste, um sich ein paar Schuhe zu kaufen. Damit du selbst nicht in derart peinliche Situationen gerätst, habe ich dieses Buch geschrieben. Es liefert im Wesentlichen alle Werkzeuge, die man benötigt, um seine finanzielle Situation langfristig zu verbessern, ohne ein absoluter Finanzexperte oder Topverdiener zu sein. Schon ab 25€ monatlich kann man in Aktien investieren und eine sinnvolle Altersvorsorge betreiben. Viele Menschen scheuen jedoch ein Investment in Aktien, weil sie nicht verstehen, wie diese Anlageform funktioniert. Aus der Unwissenheit entsteht Unsicherheit und als Konsequenz lässt man dann lieber die Finger von Aktien, statt sein Geld auf Spiel zu setzen. Grundsätzlich ist das natürlich ein nachvollziehbarer Gedankengang, aber vor Aktien muss man sich wirklich nicht fürchten. In unserem Buch ist das Thema Aktien kinderleicht und für jedermann verständlich beschrieben – man braucht keinerlei Vorkenntnisse. Historisch gesehen sind Aktien die renditestärkste Anlageklasse. Unserer Meinung nach wäre es sehr schade, diese Anlageform von vornherein auszuschließen, nur weil man sich nicht die Mühe machen möchte, sich mit der Materie zu befassen. Warum du also das Buch lesen solltest?!? Ganz einfach! Das Buch kostet ca. 15€, ist für jedermann verständlich geschrieben und liefert dir einen ersten Einblick in das Thema Aktien. Wenn du dich anschließend dazu entscheidest, nicht in Aktien zu investieren, dann ist das vollkommen ok. Solltest du dich jedoch für ein Investment entscheiden, dann wird dir in dem Buch sogar gezeigt, wie du nahezu kostenlos in Aktien investieren kannst und dir langfristig ein weiteres Standbein für deine Altersvorsorge aufbauen kannst – ganz ohne Schnickschnack und ohne unseriöse Versprechen wie „werde reich über Nacht“. Es handelt sich unserer Meinung nach daher um eine lohnende Investition.

Für wen eignet sich das Buch?

Das Buch eignet sich vor allem…

  1. … für diejenigen, die sich gegen Altersarmut absichern wollen
  2. … für diejenigen, die 25€ monatlich entbehren können, um damit in Aktien zu investieren
  3. … für diejenigen, die beim Thema „Aktien“ einfach mitreden wollen
  4. … als Einstieg in das Thema Finanzen und Börse
  5. … als Geschenk für Kollegen/Freunde, die chronisch knapp bei Kasse sind

Was kann man in dem Buch lernen?

Du lernst unter anderem…

  • … was eine Aktie ist
  • … was „die Börse“ ist und wie sie funktioniert
  • … wie Aktienkurse entstehen
  • … wie man mit Aktien Geld verdienen kann
  • … einige Beispiele für Anlagestrategien
  • … wie du ein Aktiendepot eröffnest
  • … wie du einen Aktienkauf / Verkauf tätigst
  • … wie du dir eine Ergänzung zur staatlichen Altersvorsorge aufbauen kannst

Das KI-Bücher-Rating

Normalerweise präsentieren wir an dieser Stelle in unseren Buchvorstellungen das „KI-Bücher-Rating“. Da wir das Buch jedoch selbst geschrieben haben und auch an jedem verkauften Exemplar Geld verdienen, halten wir es für unangemessen, hier ein Rating auszusprechen. Wir sind jedoch überzeugt davon, dass das Buch gerade für Börsenneulinge viele spannende Informationen bereit hält.

Du möchtest mehr erfahren?

 

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Geschäftskonto finden und eröffnen: Anleitung und Checkliste * https://kreativ-investieren.de/geschaeftskonto-finden-und-eroeffnen-eine-anleitung-und-checkliste/ https://kreativ-investieren.de/geschaeftskonto-finden-und-eroeffnen-eine-anleitung-und-checkliste/#respond Sat, 11 Jul 2020 07:00:06 +0000 https://kreativ-investieren.de/?p=5838 In letzter Zeit gründen viele Personen in meinem Umfeld eigene Unternehmen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Auswahl und Eröffnung eines geeigneten Geschäftskontos. Hierbei wurde ich unlängst um Hilfe gebeten. ...

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In letzter Zeit gründen viele Personen in meinem Umfeld eigene Unternehmen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Auswahl und Eröffnung eines geeigneten Geschäftskontos. Hierbei wurde ich unlängst um Hilfe gebeten. Mein Wissen über Geschäftskonten möchte ich im heutigen Blogbeitrag mit dir teilen. Im ersten Teil meines Beitrags erkläre ich die Grundlagen rund um das Geschäftskonto. Erstens erkläre ich was ein Geschäftskonto ist. Zweitens gehe ich darauf ein, warum ein Geschäftskonto sinnvoll ist. Drittens gebe ich einen Überblick über die Anbieter von Geschäftskonten. Im zweiten Teil meines Beitrages zeige ich dir, wie du das passende Geschäftskonto für dich findest. Hierfür bekommst du von mir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die wichtigsten Faktoren für einen Vergleich und einen Vergleichsrechner an die Hand.

Grundlagen rund um das Geschäftskonto

Was ist ein Geschäftskonto?

Das Geschäftskonto ist ein Konto, über welches stets alle Einnahmen und Ausgaben in Zusammenhang mit deinem Unternehmen getätigt werden. Wie auch bei deinem privaten Konto handelt es sich bei einem Geschäftskonto in der Regel um ein Girokonto. Dieses Konto hat die gleichen Eigenschaften wie du sie von deinem persönlichen Konto kennst: eine eigene Kontokarte, eine eigene Kontonummer oder einen Online-Zugang. Je nach Rechtsform deines Unternehmens läuft das Konto entweder auf deinen eigenen Namen (bei Personengesellschaften) oder auf den Namen deines Unternehmens (bei juristischen Personen).  Das vorwiegende Ziel eines Geschäftskontos ist es, deine privaten und geschäftlichen Finanzen voneinander zu trennen.

Warum ist ein Geschäftskonto sinnvoll?

Ein Geschäftskonto ist aus den verschiedensten Gründen sinnvoll. Diese liste ich nun stichpunktartig auf:

  • Private und geschäftliche Finanzen lassen sich durch ein Geschäftskonto sauber trennen.
  • Du behältst stets den Überblick über deine Finanzen.
  • Der Jahresabschluss und die Steuererklärung gehen leichter von der Hand.
  • Das Finanzamt erhält bei Prüfung nur Einblick in deine geschäftlichen Buchungen.
  • Du reduzierst deinen Verwaltungsaufwand und erleichterst die Buchführung.
  • Der Steuerberater erhält nur Einblick in geschäftliche Finanzen.
  • Du erkennst anhand deines Kontostandes leicht, ob dein Unternehmen profitabel ist.
  • Es ist leichter weiteren Gründern und Angestellten Zugriff auf ein Geschäftskonto zu geben.

Wer bietet Geschäftskonten an?

Im Geschäftskontenbereich unterscheiden wir maßgeblich zwischen Filialbanken, Direktbanken und Fintechs.  Eine Filialbank unterhält eigene Filialen. Filialbanken bieten Geschäftskunden ihre Dienste vor Ort an. Eine Direktbank ist eine Bank ohne Filialnetz. Direktbanken stellen ihre Dienste Online oder teilweise über Telefon zur Verfügung. Fintechs agieren meistens komplett online und sind im Gegensatz zu den Direktbanken noch nicht so lange im Markt tätig. Die Art der Bank kann ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des Geschäftskontos sein.  Einerseits hast du bei Filialbanken einen Ansprechpartner vor Ort und kannst Bargeld lokal einzahlen. Andererseits wickelst du bei Direktbanken Geschäfte ortsunabhängig zum Beispiel über das Telefon ab. Bei Fintechs hast du oftmals ausschließlich das Onlinebanking für deine Geschäfte zur Verfügung. In der nachfolgenden Tabelle liste ich bekannte Anbieter von Geschäftskonten in Deutschland für dich auf:

Direkt-BankenFilial-BankenFin-Techs
Deutsche SkatbankCommerzbankbunq
DKBDeutsche Bankfidor Bank
Ethik BankHypovereinsbankFyrst
GLS BankPostbankHolvi
GRENKE BankSparkasseKontist
NetbankTargobankN26
Triodos BankVolksbankPenta
qonto
Revolut

Wie du das passende Geschäftskonto für dich findest?

Die Grundlagen rund um das Geschäftskonto habe ich dir nun vermittelt. Aber wie findest du jetzt das passende Geschäftskonto für dich? Wie du Geschäftskonten miteinander vergleichen kannst und wie du Schritt für Schritt zum Geschäftskonto kommst, erkläre ich als nächstes.

Geschäftskonten miteinander vergleichen

Beim Geschäftskontenvergleich gibt es ein paar Faktoren zu berücksichtigen. Welche Faktoren meiner Meinung nach wichtig sind, liste ich dir als nächstes einmal auf. Diese Faktoren sind später auch Grundlage für die Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine Checkliste für den Geschäftskontenvergleich, welche ich dir kostenlos zur Verfügung stelle.

 

5 Faktoren für den Geschäftskontovergleich
5 Faktoren für den Geschäftskontovergleich

 

Grundlegende Faktoren

Hinsichtlich deines Kontos gibt es ein paar grundlegende Kriterien, die du beachten solltest. Zunächst solltest du dir darüber im Klaren sein, welche Rechtsform dein Unternehmen hat. Oft spezialisieren sich Banken nämlich auf verschiedene Rechtsformen von Unternehmen. So nimmt zum Beispiel der Anbieter Kontist zurzeit ausschließlich Personengesellschaften in ihren Kundenstamm auf (also keine GmbH oder UG haftungsbeschränkt). In diesem Zusammenhang solltest du auch darüber nachdenken, ob sich die Rechtsform deines Unternehmens in absehbarer Zeit ändern wird. Dies solltest du bei der Auswahl des Kontos berücksichtigen. Des Weiteren solltest du dich Fragen ob du 1) lokale Bargeldeinzahlungen, (2) lokale Bargeldauszahlungen und (3) die Möglichkeit auf persönliche Beratung benötigst. Falls ja, dann sind vermutlich eher Filialbanken sinnvoll für dich.

Bezahlmöglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Bezahlmöglichkeiten. Hierbei solltest du dir im Klaren sein über

  • die Anzahl deiner beleglosen Buchungen im Monat
  • die Anzahl deiner beleghaften Buchungen im Monat
  • den Umfang von Bargeldein und -auszahlungen im Monat

Diese drei Faktoren spielen bei Geschäftskoten oft eine Rolle dabei, welches Kontenmodell bei der Bank du abschließen musst. Denn oft gibt es bei Geschäftskonten nicht nur ein Konto zur Auswahl, sondern gleich mehrere Kontenmodelle. Je nach Anzahl und Umfang verschiedener Leistungen zahlst du mehr oder weniger für das Konto. Weitere wichtige Faktoren in punkto Bezahlmöglichkeiten sind das Bezahlen mit Google oder Apple Pay, die Möglichkeit Sepa-Lastschriftmandate einzurichten und die Verfügbarkeit einer oder mehrere EC- oder Kreditkarten. Mache dir Gedanken über diese Dinge.

Kosten und Gebühren

Einer der wohl wichtigsten Kriterien für den Finanzblogger sind die Kosten und Gebühren. Ermittele also welche Kosten und Gebühren auf dich zukommen. Diese findest du am besten über das Preis-Leistungs-Verzeichnis der Banken. Mein Tipp ist, einfach bei Google nach dem Preis-Leistungs-Verzeichnis der Bank zu suchen. Die Kosten und Gebühren variieren natürlich stark von Anbieter zu Anbieter. Von monatlichen Kontoführungsgebühren, zu Gebühren basierend auf der Anzahl der beleglosen und beleghaften Buchungen, zu Gebühren für Zahlungen im Ausland kann alles auf dich zukommen. Erkundige dich also. Auch wenn Kosten und Gebühren für den Finanzblogger entscheidend sind, solltest du dir als Unternehmer nicht zwangsweise ein kostenloses Girokonto zulegen. Legst du zum Beispiel Wert auf zusätzliche Funktionen und Services, bekommst du diese im Geschäftskundensegment meistens nicht geschenkt.

Buchhaltung und Steuern

Zu den zusätzlichen Funktionen im Geschäftskundensegment gehören unter anderem Funktionen zur Buchhaltung und für deine Steuern. Zum Beispiel erlauben dir einige Anbieter das Anlegen von Unterkonten und verschiedenen Nutzerzugängen, das Hinterlegen, Ausstellen und Zahlen von Rechnungen oder die automatische Kategorisierung von Buchungen. Weiterhin bieten einige Anbieter auch Schnittstellen zu einer Steuersoftware wie Lexware oder Datev und ermöglichen dir eine dynamische Steuervorauszahlung anhand deiner eingegangenen Buchungen. Nebst diesen Schnittstellen ist bei einigen Anbietern auch eine direkte Schnittstelle zu deinem Steuerberater möglich. Diese Dienste können gerade für Kapitalgesellschaften sehr sinnvoll sein. Die Buchführung und der Jahresabschluss können nämlich viel Zeit kosten. Wenn du nach dem Opportunitätskostenprinzip in dieser Zeit mehr Geld verdienen kannst, als dein Steuerberater oder das Kontenmodell kostet, dann kann dieses Investment lohnend sein.

Sicherheit und Service

Der letzte wichtige Faktor für mich sind Sicherheit und Service. Versuche einmal mehr über das Image des Anbieters in Erfahrung zu bringen. Wie lange ist der Anbieter schon im Markt und was sind die Meinungen im Internet. Kannst du bei dem Anbieter eine Deutsche IBAN bekommen? Bietet dir der Anbieter eine Einlagensicherung auf dein Geld an? Und wie ist der Telefonische Service des Anbieters? Letzteres kannst du einfach selbst ausprobieren. Rufe doch mal bei deiner Wunschbank an und erkundige dich über das Produkt. So kannst du einen Eindruck darüber bekommen, wie schnell die Bank dir weiterhilft.

Schritt für Schritt zum Geschäftskonto

Nachdem du nun die Kriterien für den Kontenvergleich kennst, helfe ich dir Schritt für Schritt zu deinem passenden Geschäftskonto.

6 Schritte zum passenden Geschäftskonto
6 Schritte zum passenden Geschäftskonto

 

Schritt 1 – Checkliste herunterladen

Zuerst lade bitte unsere Checkliste für den Geschäftskontenvergleich herunter.

 

checkliste für den Geschäftskontenvergleich
Checkliste für den Geschäftskontenvergleich

 

Schritt 2 – Bedarf ermitteln

Danach hast du in Spalte B die Möglichkeit deinen Bedarf zu ermitteln. Trage hier ein, was du dir wünscht und mache dir Gedanken darüber, wie wichtig dir verschiedene Faktoren sind.

Schritt 3 – Konten vergleichen:

Drittens schaue dir die derzeitigen Anbieter im Markt an. Oben habe ich dir bereits eine Liste mit den gängigen Anbietern zur Verfügung gestellt. Für eine erste Vorauswahl kannst du auch gerne unseren Geschäftskontorechner verwenden. Wenn du über unseren Geschäftskontenrechner ein Konto eröffnest, bekommen wir eine Provision und du unterstütz damit aktiv unseren kostenfreien Finanzblog. Jedoch solltest du Vergleichsrechner wie unseren nicht ausschließlich verwenden. Diese Vergleichsrechner berücksichtigen oft nicht alle Anbieter im Markt. Versuche über weitere Quellen deine Top 4 Anbieter zu identifizieren. Nutze unsere Checkliste für den Geschäftskontenvergleich und trage alle wichtigen Informationen zu den Geschäftskonten zusammen. Nach deinem Vergleich wähle das deiner Meinung nach am besten passenden Konto für dich.

Schritt 4 – Antragsunterlagen anfragen

Als nächstes kannst du über unseren Geschäftskontenrechner die Antragsunterlagen direkt Online ausfüllen. Sagt dir eine Bank zu, die nicht in unserem Geschäftskontenrechner berücksichtigt ist, dann versuche es über deren Webseite oder kontaktiere die Bank via Mail oder Telefon.

Schritt 5 – Unterlagen an die Bank senden

Die Kontoeröffnung ist oft mit ein bisschen administrativen Aufwand verbunden. Je nach Rechtsform deines Unternehmens musst du der Bank verschiedene Informationen zur Verfügung stellen. Hierzu gehören ein Identitätsnachweis (z.B. Personalausweis), eine Bonitätsauskunft (z.B. über die Schufa, welche die Banken jedoch oft selbst anfragen), Einkommensnachweise (z.B. Gehaltsabrechnungen oder einen Jahresabschluss), eine Gewerbeanmeldung (z.B. Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag), deine Steuernummer und die Verträge für die Geschäftskontoeröffnung zwischen dir und der Bank. Die Bank wird dich darüber informieren, welche Unterlagen du einreichen sollst.

Schritt 6 – Prüfung der Bank abwarten

Im letzten Schritt prüft die Bank deine Unterlagen und stellt gegebenenfalls noch einmal Rückfragen.

Fazit

Als Unternehmer musst du dich früh um ein Geschäftskonto bemühen. Paul und ich standen vor der gleichen Aufgabe. Da sich die Konditionen verschiedener Anbieter regelmäßig ändern, ist es sinnvoll, dass du deinen Geschäftskontenvergleich eigenständig durchführst. Paul und ich sind mit unserem Unternehmen zunächst mit dem kostenlosen Angebot der Fidor Bank gestartet. Nach gut einem Jahr hat die Fidor Bank die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert, sodass uns Kosten entstanden sind. Daraufhin sind wir zum Anbieter Penta gewechselt. Inzwischen ist das Angebot der Penta Bank für Neukunden aber auch nicht mehr kostenlos. Als Kunden der frühen Stunde können wir glücklicherweise das kostenlose Kontenmodell bei Penta weiter in Anspruch nehmen.  Mit dem heute vermittelten Grundwissen solltest du genau wie Paul und ich in der Lage sein, das für dich passende Geschäftskonto zu finden. Folge für deine Geschäftskonteneröffnung also einfach unserer Schritt-für-Schritt Anleitung und nutze unsere Checkliste für den Geschäftskontenvergleich. Viel Erfolg bei deinem Vergleich!

Der Beitrag Geschäftskonto finden und eröffnen: Anleitung und Checkliste * erschien zuerst auf kreativ-investieren.de.

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